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Keimzahl messen - DIYS

Dieses Thema im Forum "Krankheiten und Probleme" wurde erstellt von Bernhard E., 17 Dezember 2011.

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Dieses Thema wird von 29 Benutzern beobachtet..
  1. Bernhard E.
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    Bernhard E. GF-Mitglied

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    Bernhard E. 17 Dezember 2011
    Servus, hier eine kleine Anleitung für einen Nährboden, welcher einen Überblick der Keimzahl im Beckenwasser gibt.



    Wir benötigen:
    1. 5 Kartoffeln
    2. 100ml Wasser
    3. 2g Agar Agar Pulver (keine Agartine)
    4. 1 Küchentuch/Geschirrtuch
    5. Petrischalen mit Deckel (Glas)
    6. Tesafilm
    7. Schnellkochtopf (Küchenofen geht auch)


    Schritt 1:
    Kartoffeln (ungeschält) weichkochen rund 30 min.

    Schritt 2:
    Kartoffeln stampfen, pürieren.

    Schritt 3:
    Der weiche Brei in ein Küchentuch geben, Küchentuch zu einem Sack bündeln und den Brei in eine kleine Kochtopf/Milchtopf durch das Tuch pressen.
    (Prinzip Serviettenknödel).

    Schritt 4:
    Den Agar Agar in den Topf mit der Kartoffelbrühe geben, und ganz kurz aufkochen (30 Sekunden- umrühren nicht vergessen).

    Schritt 5:
    Die heiße Agar-Kartoffelmasse in die Petrischalen einfüllen 3 Millimeter an Füllhöhe genügen (Fall die Brühe schaumig ist durch ein feines Teesieb einfüllen, der Schaum bleibt im Sieb zurück).

    Schritt 6:
    Petrischalen gut in Alufolie (einzeln) einwickeln, und im Schnellkochtopf 40 min desinfizieren.

    Schritt 7:
    Den Topf abkühlen lassen, am besten draußen. Danach die Petrischalen mit dem Tesafilm versiegeln.

    Messung der Keimzahl:

    5ml Beckenwasser in die Petrischale füllen und gleich wieder in den Ausguss gießen. Deckel darauf, mit Tesa versiegeln, und an einen warmen Ort stellen (25-35 Grad Celsius). Nach 24h sollten erste Keim-Kolonien sichtbar werden.

    Auswertung der Kontaminationen:


    Kann zur Zeit keine Bilder hochladen. Ich kann die fehlenden Bilder nachreichen.

    PS: Petrischalen gibt es bei z.B. Google: Glas-Shop

    Viel Spaß

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  2. uwe a.
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    uwe a. GF-Mitglied

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    uwe a. 17 Dezember 2011
    und wie seh ich dann wie hoch die keim dichte ist?
    desto mehr pelz auf der katoffelmatsche umso schlimmer ist die belastung oder wie?
  3. Bernhard E.
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    Bernhard E. GF-Mitglied

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    Bernhard E. 17 Dezember 2011
    Ich wollte eine Grafik dazu einfügen, eine Art Guide. Bekomme aber error...

    Da ist keine Matsche, das ist ein Nährboden, fühlt sich an wie Gummibärchen.
  4. uwe a.
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    uwe a. GF-Mitglied

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    uwe a. 17 Dezember 2011
    aso ok dann wart ich mal auf die grafik :)
    klingt auf jedenfall interesant und ich denke das werd ich mal machen
    dann war der kartoffelbrei den ich 3wochen im ofen vergessen hatte wohl auch ein nährboden,der hatte auch nen pelz nachher:P
  5. Bernhard E.
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    Bernhard E. GF-Mitglied

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    Bernhard E. 17 Dezember 2011
    Das Bild sollte unten hin...vielleicht kann man das nachträglich durch einen Mod platzieren.

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    • agar.jpg
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  6. uwe a.
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    uwe a. GF-Mitglied

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    uwe a. 17 Dezember 2011
    ah sieht ja richitg profesionel aus :)
    ab wann wird die keimdichte den kritisch?
  7. Bernhard E.
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    Bernhard E. GF-Mitglied

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    Bernhard E. 17 Dezember 2011
    Ich würde mal sagen 100 000/ml ist schon eine Katastrophe. 1000 wäre im Prinzip (wissen ja nicht was da "schwimmt") schon positiv.
    Ich besitze viele Becken mit unterschiedlichen Filtermethoden, ihr werdet staunen welcher Filter ~500/ml schafft. Dazu später Bilder der einzelnen Ergebnisse.
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  8. meiner einer
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    meiner einer GF-Mitglied

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    meiner einer 17 Dezember 2011
    Hallo Bernhard,
    danke dir für diesen Bericht / Wirklich klasse.
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  9. Pyrothess
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    Pyrothess Guest

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    Pyrothess 17 Dezember 2011
    Find das auch wirklich super interessant. Muss ich nächstes Jahr mal in Ruhe probieren :-)
    Vielen Dank für deine Mühen!
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  10. Bernhard E.
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    Bernhard E. GF-Mitglied

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    Bernhard E. 17 Dezember 2011
    Danke, ist für uns Garnelenhalter ein sehr wichtiger Faktor, der über Erfolg oder Niederlage entscheiden kann.

    Übrigens für die ganz Faulen oder die ganz Genauen: Google: Abklatsch-Nachweis Gesamtkeime pcr-lab
    Wer es farbig mag, fügt der Rezeptur einen Tropfen LM-Farbe zu.
    [​IMG]
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  11. Mireille
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    Mireille GF-Mitglied

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    Mireille 17 Dezember 2011
    Hallo Bernhard,

    vielen Dank für die Anleitung. Du bringst wirklich oft interessante und außergewöhnliche Denkanstöße ins Forum ein.
    Finde ich gut :D.
    Meine letzte Begegnung mit einer Petrischale hinterließ geruchstechnisch eher negative Erinnerungen
    (E.Coli, offensichtlich aus einer Klärgrube,hatte einen nicht unwesentlichen Anteil daran *schüttel*).
    Das hier werde ich auf jeden Fall demnächst mal ausprobieren.

    Lg Milli
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  12. *Frank
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    *Frank GF-Mitglied

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    *Frank 18 Dezember 2011
    Hallo Bernhard,
    da bin ich ja echt mal gespannt auf Deine Ergebnisse. Vielen Dank für den Tipp...

    Gruß
    Frank
  13. zappa
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    zappa Guest

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    zappa 18 Dezember 2011
    Hallo, wieso denn die Kartoffelmatsche? Agar agar ist doch ein Nährboden?
  14. Gärtner
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    Gärtner 18 Dezember 2011
    Agar Agar ist nur ein Bindemittel. Das hat keinen nennenswerten Nährwert. Die Kartoffelstärke und der enthaltene Zucker dienen den Bakterien dann als Nahrung.



    VG Gernot.


    P.S. @ Bernhard: Ginge Stärke und Zucker nicht auch anstelle der Kartoffeln?
  15. zappa
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    zappa Guest

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    zappa 18 Dezember 2011
    In der Mikrobiologie wird jedenfalls nur agar agar genommen.
  16. Gärtner
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    Gärtner 18 Dezember 2011
    Nö die verwenden Nähragar da sind bereits alle Nährstoffe zugesetzt worden.
  17. Bernhard E.
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    Bernhard E. GF-Mitglied

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    Bernhard E. 18 Dezember 2011
    @zappa: Agar Agar ist das Gegenteil, ein sehr unverdaulicher Ballaststoff, der als Trägermaterial für die Kohlenhydrate dient.
    Es ist auch möglich den Nährboden für die Vermehrung vom Pflanzen zu nutzen, das nennt sich "in vitro". Allerdings muss die Rezeptur angepasst werden.
    Mir gelang es damit verschiedene Moose nachzuziehen.

    [​IMG]

    Pflanzen "in vitro"

    @Gärtner:

    Maismehl funktioniert auch. Zucker/Stärke: Zucker und Stärke sind stark raffiniert (ausgewaschen und gereinigt) hier fehlen die Spurenelemente und Zischenstufen der Kohlenhydrate.

    Nochmal: Keine Agartine benutzen!
  18. Gärtner
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    Gärtner GF-Mitglied

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    Gärtner 18 Dezember 2011
    Bei der In-Vitrovermehrung von Pflanzen müssen Nährstoffe und Phytohormone zugesetzt werden. Sollen nur Stecklinge bewurzelt werden geht aber auch Agar mit einen kleinen Schuss Volldünger. (ca 1-2 ml/l) Sofern die Pflanzen auch im Boden gut bewurzeln.


    Ansonsten kann man Experimente mit dem Saft von Kokosnüssen machen. Keine Kokosmilch sondern die milchige Flüssigkeit aus ganzen Kokosnüssen. Die enthält große Mengen an Phytohormonen.


    VG Gernot
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  19. Bernhard E.
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    Bernhard E. GF-Mitglied

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    Bernhard E. 18 Dezember 2011
    Kokosmilch hört sich super an! Danke für den Tipp.

    Hier eine größere Version der Auswertung:

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  20. luka
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    luka GF-Mitglied

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    luka 18 Dezember 2011
    Hallo Bernhard!

    Vielen Dank für diese tolle Anleitung! Das sieht sehr spannend aus.

    Wie genau desinfiziert man die befüllten Petri-Schalen im Schnellkochtopf? Ist der Tesafilm dicht genug, damit man die Schalen in kochendes Wasser legen kann?

    Viele Grüße
    Lisa

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