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(Taiwan) Bee auf Leitungswasser

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DivineLight

Guest
Dafür mal ein eigenes Thema: Gibt es hier Leute die ihre Bienengarnelen oder Taiwaner auf Leitungswasser ziehen? Meine Wasserwerte laut Wasserwerk sind:
  • pH 7,75
  • GH 6,7 °dH
  • KH (unbekannt)
  • Nitrat 5,6 mg/l
  • Leitwert 225 µS
Am Wochenende kommt das Becken, dazu wollte ich mir nochmal Teststreifen kaufen um die Werte im Becken zu kennen und sie in den kommenden Wochen überwachen.

Ich brauche noch eine CO²-Anlage, da wollte ich die von Dennerle nehmen, reicht die Kleine für 10 € oder muss es das Set für 20 € sein? Braucht man zusätzlich einen Oxydator?

Optimum wäre, in diesem Wasser Blue Bolt zu halten, ohne dass alles sofort stirbt und genug Nachwuchs durchkommt um den Bestand stabil zu halten. Geplant ist eine Startgruppe von 20 Tieren. Es geht nicht um "Produktivität" bei einer Zucht, sondern das Wohlfühlen der Tiere und deren Erhaltung. Das 30 L für mein Wohnzimmer das ich bestellt habe ist mehr ein Pflanzen- / Schaubecken.

Die Wasserwerte außer dem pH müssten doch passen? Es ist schadstoffarmes Quellwasser aus dem Sauerland. Dazu muss ich sagen dass ich früher schon einmal Taiwan Bees hatte (Als sie noch sehr teuer waren), sie lebten in Ostfriesland ebenfalls in Leitungswasser und haben sich innerhalb eines halben Jahres vermehrt. Leider nur die King Kong / Pandas, dazu war der Großteil des Erstbesatzes F1, mit jeweils einer King Kong, Panda, Red Wine und Bolt. Im anderen Becken hatte ich normale Bienengarnelen, die sich in dreckigem Wasser (Mulm, Bakterienhaut usw.) extrem vermehrten. Sie schafften es mühelos den Bestand an Neocaridina nahezu auszurotten, der länger bestand als die Bees, sich aber nie in so großer Zahl vermehrt hatten. Es waren am Ende etwa 10 Neocaridina und 250 Bienengarnelen verschiedener Grade und Farben.

Was haltet ihr davon? Gibt es hier wen der mal Ähnliches ausprobiert hat?
 
Hallo göttliches Licht :rolleyes: ;) (wäre nett, wenn du auch einen "irdischen" Namen hättest),

wenn du einen aktiven Bodengrund verwendest (Akadama oder was sonst so am Markt ist für Weichwasserverhältnisse) könnte es funktionieren. Ich selbst habe jahrelang Taiwaner und Pintos erfolgreich auf Akadama gehalten und die Becken mit weichem (KH3) Leitungswasser befüllt und auch die Wasserwechsel hiermit gemacht (ca. 30% alle 2 Wochen).
Allerdings hast du dann im Aquarium eben kein "Leitungswasser" sondern eine durch den aktiven Bodengrund aufbereitetes Wasser mit in der Regel KH 0 und pH 6 oder niedriger. Bei einem pH von 7,75 dürften sich Taiwaner kaum wohlfühlen.

Beste Grüße

Ralf
 
Zuletzt bearbeitet:
Da ist Dennerle-Bodengrund drin. Noch habe ich leider nicht alles. Auch wegen der Pflanzen wollte ich dann aber das Bio-CO² und möglicherweise einen Oxydator verwenden. Ersterer soll den pH auf etwa 7 absenken.

Regenwasser habe ich leider nicht, da ich keinen Balkon habe. Letztendlich will ich aber auch nicht professionell züchten, sondern ein schönes zugewachsenes Pflanzenbecken mit leuchtenden Taiwanern als Blickfang. Ansonsten Snow Whites (Ich hatte schon immer einen Snow-White-Fetisch darum auch die Bolts...).

Geplant ist ein Wasserwechsel um 25 % alle 2 Wochen. Damals bei den Taiwanern starb die Wine Red leider nach einiger Zeit, allerdings hatte ich dafür einen Haufen schwarzer Junggarnelen. Die Wine Red war ebenfalls einmal trächtig. Bei den normalen Bienengarnelen im Nachbarbecken sah es nach einem Jahr so aus:



Wie viel anfälliger sind die Taiwaner?
 
Hallo,

ich mache das seit einigen Jahren (wie viele Jahre zuvor) wieder so - http://www.garnelenforum.de/board/threads/leitungswassertaitibeebecken.93898/ :sign: weil es bei mir mit Osmosewasser, Soil und Trallala garnicht funktioniert.

P.S.: Das soll jetzt keine Anleitung oder sonstwas sein ! (bevor man hier wieder virtuell gesteinigt wird weil man es anders macht :D ).

Es kann funktionieren, muß aber nicht (wie alle anderen "Rezepte"). :sign: ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich frage mich das gerade auch wieder. Also ich habe hier zwei 54 Liter Becken stehen, eins mit Bienen und Tigern, eins mit Fischen (Neons und Corys).
Die Bienen und Tiger habe ich, weil tut man ja, auf aufgesalztem Osmosewasser sitzen.
Die Fische auf Leitungswasser.

Das kommt hier mit einer GH von 3,9 und einer KH von 3,6 aus der Leitung. Der PH Wert liegt bei 6,5.

Jetzt sind mir versehentlich mit Pflanzen vor Monaten ein paar Bienen und Tiger als Jungtiere in dieses Becken geflutscht.
Die waren so schlecht zu fangen das sie da bleiben mussten, dann habe ich die lange nicht gesehen und dachte die sind wohl hin bei den Werten.
Irgendwann tauchten die dann aber wieder auf und sind munter zugange da.
Ganz nebenbei scheint mir der Weißanteil der dortigen Bienen Deckender als im Osmose Becken.
Es waren drei Tiger und zwei Bienen, nun wollte ich es wissen und habe noch eine Biene rüber gesetzt vor ein paar Wochen.
Auch die, Putzmunter...

Da kommt man ehrlich ins grübeln warum man überhaupt beim anderen Becken Osmosewasser und Salz benutzt. Abgehalten hat mich bislang das Ding mit der KH.

Jetzt habe ich in deinem anderen Thread @petra b. gelesen das du Eichenextrakt zusetzt um die KH zu drücken?
Magst das ganz kurz erklären wie du da was dosierst?
Ich habe gerade noch einen Cube frei in dem ich das wohl mal ganz gerne testen würde...

LG, Susa

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Osmosewasser zu benutzten hat meiner Logik nach nur Sinn wenn das Leitungswasser wirklich Dreck ist. Wer in der Stadt wohnt und extrem hartes, gechlortes Wasser bekommt sollte dieses nicht einmal selbst ungefiltert trinken. Ich wohne jedoch im Dorf und beziehe meines aus einer Quelle die etwa 1,5 KM von meinem Standort entfernt liegt. Ich habe nur Angst dass mir Taiwaner sofort eingehen. Bei Bienen habe ich gar keine Sorgen, da ich die jahrelang so gehalten habe. Für normale Bienengarnelen würde ich diesen Aufwand auch nicht betreiben, lieber das Wasser einen Tag vorher zapfen und stehen lassen, dass es ganz plötzlich schwermetallverseucht ist bezweifle ich. Die einzige Industrie in der Umgebung sind wenige Drahtwerke, Bürogebäude und 60 % Wald. Das einzige wovor ich Bedenken hätte wäre Chlorung und Kupfer in den Leitungen, was man aber umgehen kann.

Wie viel muss man eigentlich bei Snow Whites selektieren? Ich hatte mir als Kompromiss überlegt mir einfach F1-Snows zu holen. Der Nachteil ist nur, dass man auf lange Sicht die Snows selektieren müsste. Der Vorteil wäre, dass auch Taiwaner fielen die ich nicht an mein Leitungswasser gewöhnen müsste, weil sie darin aufwüchsen. So könnte ich mir gemütlich einen Leitungswasserstamm aufbauen. Anderenfalls habe ich auf Ebay Kleinanzeigen jemanden gefunden der seine Taiwaner laut Aussage auf Leitungswasser vermehrt (!) und darüber hinaus auch noch nahezu identische Werte hat wie ich. Ist das ein göttliches Zeichen? Von Soil und Leitungswasser wird ja meist abgeraten, weil die Werte dann extrem schwanken würden.

Nachtrag: Meine Werte betragen zur Zeit laut Hagebau:
  • pH 7,3
  • KH 5 °dH
  • GH 6 °dH
  • Nitrit 0,1 mg/l
Das Wasser ist braun, ich denke die Wurzel allein leistet schon gute Arbeit den pH zu senken. Mit CO² sollte ich 6,8 erreichen können. Das ist zwar nun kein japanisches Zuchtbeckenniveau, ich bin aber auch kein Züchter. Auf lange Sicht auch Stämme anderer Farbformen aufzubauen ohne Garnelen nachkaufen zu müssen wäre trotzdem sehr gut. Ich hatte mir überlegt später zwei 50 L Scaper's Tanks nachzukaufen, die würden das exakt gleiche Setup bekommen wie bei diesem Cube, nur alternativ mit Soil oder klassischem Garnelenkies.
 
Moderiert:
Hallo,

Da hier von einem Teilwasserwechsel von 25% alle 14 Tage gesprochen wurde an dieser Stelle gleich der Hinweis, dass sich unter Züchtern und Haltern von Caridinas weitgehend gefestigt hat eher große TWW durchzuführen.
Neben permanenten Wasserwechseln in Zuchtanlagen bei denen wöchentlich 100% erneuert wird, kann der Aquarianer zu Hause wöchentlich 50% ansetzen und einmal im Monat 80-90%.

Es hat sich einfach gezeigt, dass das Risiko für bakterielle Infektion dann erheblich kleiner ist.
 
Ich bin zur Zeit 50 % pro Woche. Das wollte ich auch weiter fahren. Das Wasser lasse ich dann stets einen Tag vorher ausdünsten. Solange ich nur ein kleines Becken habe geht das mit einem großen Eimer auch noch relativ komfortabel.
 
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