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kleiner Leitfaden PH-Senkung

Dieses Thema im Forum "Wasserchemie" wurde erstellt von littlebuddah, 2 Juni 2010.

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Dieses Thema wird von 37 Benutzern beobachtet..
  1. littlebuddah
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    littlebuddah GF-Mitglied

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    littlebuddah 2 Juni 2010
    Hallo zusammen,

    ich greife das Thema (mal wieder) auf, da ich immer wieder von PH-Wert-Anpassungen mit den verschiedensten Methoden lese.
    Was mich bei der ganzen Sache stört ist, dass immer nur „den kannst du mit XY senken“ ohne eine nähere Beschreibung zu bekommen, was man da überhaupt wie beeinflusst und warum das so funktioniert.
    Desweiteren vermisse ich eine Art Zusammenfassung der Möglichkeiten, welche ich mit diesem Thread gerne realisieren möchte.
    Und genau hierbei brauche ich eure Hilfe und euer Fachwissen…

    Ich habe mich in der letzten Zeit mal ein wenig in die Materie eingelesen und möchte erstmal wissen, ob ich alles richtig verstanden habe.
    Ausserdem habe ich noch die ein oder andere Frage, welche mir in zahlreichen Texten nicht ausreichend beantwortet wurden...

    Also...
    · der PH-Wert wird vom KH-Wert beeinflusst. Dies ist die sog. Pufferwirkung
    · der PH-Wert kann nur gesenkt werden, wenn der Puffer (KH-Wert) gesenkt, bzw. geknackt wird
    · ein Säuresturz ist dabei nur seltenst möglich, da immer ein wenig KH über bleibt, welche mit "unseren" Methoden nicht nachgewiesen werden kann (habe da noch das SBV - Säurebindungsvermögen im Kopf)
    · die Senkung erfolgt durch Senkung des KH und Einbringung von Säure (Huminsäure in Form von Erlenzäpfchen, Eichen- Smbb- oder Walnussblättern, Torf) oder erfolgt sie durch die bereits vorhandene Säure im Wasser?
    · die Senkung des KH-Wertes kann durch Osmoseverschnitt, VE-Verschnitt, (kurzfristig?) Torfkanonenwasser-Verschnitt oder dest.Wasser erfolgen
    · der PH-Wert von dest. Wasser ist um die 7, also Neutral. Somit wird die PH-Senkung nur durch das Zusammenspiel des dest. Wasser (KH 0) und dem vorhandenen KH-Wert des Ausgangswassers beeinflusst.
    · der PH-Wert des Osmosewassers wie auch des VE-Wasser bleibt gleich dem des Ausgangswassers.Lediglich werden die Werte GH und KH annähernd (nicht nachweisbar) auf 0 gebracht
    · der PH-Wert des Torfkanonenwassers hängt vom vorhandenen Torf und der Durchfluss/Wirkzeit zusammen und kann nicht generell genannt werden. Ebenso werden der GH- und KH-Wert durch den Einsatz gesenkt.Bei der Anwendung wird dem Torf CO² ausgetrieben, welches sich in hoher Konzentration im erhaltenem Wasser befindet.Dieses muß durch Oberflächenbewegung oder Sprudel-/Lufthebereinsatz erst ausgetrieben werden, um die tatsächlich erhaltenen Werte des gewonnenen Wassers ermitteln zu können.Durch die vorhandene Huminsäure herrscht eine geringe Keimdichte.
    · Erlenzäpfchen sowie o.g. Blattsorten müssen großzügig zugegeben werden um eine etwas größere PH-Senkung hervor zu rufen und ist deshalb nur für kleinere Änderungen nützlich. Jedoch ist eine Zugabe zwecks Senkung der Keimdichte sinnvoll.
    · dann gibt es da noch die aktiven Bodengründe (Soil, Akadama...) welche mittels Ionenaustausch reagieren und dadurch eine Senkung hervor rufen
    · eine weitere Möglichkeit ist die Senkung durch Zugabe von Eichenextrakt. Berichten zufolge ist die Senkung dabei aber nicht stabil zu halten


    Nun zu meinen Fragen, welche ich hier gerne einfließen lassen würde:
    Wenn ich meinen Zielwert erreicht habe, pendelt sich der PH-Wert dann ein oder muß er durch Zugabe von aussen unterstützt werden? Ich denke da an Wiederanhebung des KH als Puffer. Oder ist da nichts weiter nötig? Der PH-Wert in eingefahrenen Becken wird ebenso durch den vorhandenen Mulm gepuffert. Puffert dieser Mulm den neu hergestellten PH-Wert oder treibt er ihn wieder in Richtung altem Wert?
    Welche Mischverhältnisse (z.B. Osmose:Leitungswasser) ändern die Ausgangswerte in welcher Größe? Oder kann man das nicht prinzipiell sagen?
    Ebenso wäre interessant, wie sich der LW dabei verhält.

    Mehr fällt mir im Moment nicht ein [​IMG], wird sich aber sicher ergeben...
    Vielleicht schaffen wir es ja, hier eine kleine rote Schnur zu spannen…

    In diesem Sinne
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  3. TomIRL
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    TomIRL GF-Mitglied

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    TomIRL 2 Juni 2010
    Du läst bei deinen Betrachtungen einen ganz wichtigen Punkt außer Acht:
    Welche Rolle spielt der PH-Wert überhaupt bei der Garnelenhaltung?
    Meiner Ansicht nach wird der PH Wert überbewertet.
    Einige Halter / Züchter orientieren sich am Leitwert und haben schon seit Jahren keinen PH Wert gemessen. Klappt auch.
  4. kasalla
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    kasalla -gesperrt-

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    kasalla 2 Juni 2010

    Heja,

    ich kann dir aus meiner dürftigen Erfahrung so viel sagen. Bei ph 8,x ist bei mir keine Biene hoch gekommen (Leitwert 400)
    bei ph6,5-7 (Leitwert 400) schon
  5. Mecki
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    Mecki GF-Mitglied

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    Mecki 2 Juni 2010
    Hi !


    Die meisten Eichenextrakte enthalten ein wenig Eichenrindenextrackt und viel HCL (Salzsäure) und schweflige Säure. Und der pH senkende Effekt ist schon dauerhaft. Es ist nicht etwa (wie evtl. vom Namen her zu interpretieren) eine organische Säure, die mit der Zeit abgebaut wird.

    Ich habe das schon oft eingesetzt (verschiedene Marken) und bis dato immer einen nachhaltigen Effekt gehabt. So lange im Becken keine KH-Bildner liegen (Kalkhaltiges Gestein/Kies).

    Erlenzapfen/Seemandelbaumblätter/Huminsäuren:
    Natürlich sind dies Säuren. Allerdings sehr schwache und die Konzentration ist meist nicht sehr hoch (auch wenn das Wasser im Becken für uns "sehr braun" aussieht). Der pH senkende Effekt ist gering und meist nur bei sehr weichem Wasser zu sehen. Zudem werden Himinsäuren als organische Säuren auch von Bakterien "gefressen" und in UV-Lampen zerlegt. Somit nicht immer nachhaltig und schon gar nicht ein starker Effekt. Die einzige organische Quelle zur Senkung des pH die durchlagend wirkt ist meiner Meinung nach Torf.

    Ein Problem, über das viele stolpern ist neben den KH-Bildnern und der Pufferwirkung des im Kies sich nur verzögert vermischenden Wassers, der Effekt, dass bei "Zerstörung" der KH durch Säuren CO² entsteht. Dieses CO² bildet mit dem Wasser umgehend Kohlensäure, welche den pH auch senkt. Die Kohlensäure wird dann entweder von Pflanzen aufgenommen oder aber durch Sprudelsteine/Filtergeplätscher wieder ausgetrieben. Effekt: Der pH sinkt erst deutlich und schnell, steigt jedoch wieder etwas an mit der Zeit.

    Prinzipiell ist nicht zuletzt aus diesem Grund Geduld die beste Zutat zum Senken des pH.
  6. Wed
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    Wed GF-Mitglied GF Supporter

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    Wed 2 Juni 2010
    Hallo Markus,
    erst mal super Zusammenfassung, genau sowas hatte hier gefehlt, danke dir ! :)
    Zu deinen Fragen: hoffentlich kann das jemand beantworten, genau diese Fragen stehen bei mir auch noch offen.
    Ich versuche auch zurzeit meinen PH in meinen Becken zu senken, jedoch geht das nur langsam obwohl kein Messberer KH Wert vorhanden ist. Zudem geht der PH Wert immer wieder gegen Ausgangswert (über mehrere Tage) nach einem TWW mit Torfwasser und Destilliertem Wasser.
    Bisher kann ich mir das auch nicht so recht erklären
    Könnte es daran liegen dass Huminsäure eine organische Säure ist und abgebaut wird?
  7. _NiHiL_
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    _NiHiL_ GF-Mitglied

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    _NiHiL_ 2 Juni 2010
    :iagree:

    Danke, endlich mal jemand der die Sache praxisnah beschreibt.
    Spiegelt genau meine Erfahrung wieder!

    Ich finde es sehr schade, wenn immer dieses

    "Bitte keine Chemie (HCL) benutzen, nehmt doch Erlenzapfen und Seemandelblätter"

    -Gerede aufkommt.

    Wichtig dabei ist, dass die kH schon vorher ohne Säure "geknackt" wurde (z.B. mit Osmosewasser).
  8. Martin961
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    Martin961 GF-Mitglied

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    Martin961 2 Juni 2010
  9. Dario Dario
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    Dario Dario GF-Mitglied

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    Dario Dario 2 Juni 2010
    Hallo zusammen,
    ich vermisse in der Liste Schwarztorfsoden und Torfgranulat.
    Beide senken je nach Menge, Aquariumgröße und KH-Wert in einem laufenden Aquarium den PH-Wert. Das Torfgranulat kann in einem feinen Strumpf ins Becken oder in den Filter gelegt werden.

    Praxisbeispiel:
    In einem 54l Becken mit nahezu keiner KH und einem Leitwert von 300 konnte ich mit ungefähr 100ml Torfgranulat (mit einem feinen Kescher ins Becken gehängt) den PH-Wert innerhalb von wenigen Tagen von 7,0 auf 6,0 senken.
    Wenn Garnelen im Becken sind, empfehle ich eine regelmäßige Kontrolle, damit die Wasserwerte sich nicht zu schnell ändern. Natürlich ist es besser die Werte ohne Besatz vorher einzustellen.
  10. _NiHiL_
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    _NiHiL_ GF-Mitglied

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    _NiHiL_ 2 Juni 2010
    Hi,

    ins Becken sollte man die Säure nicht kippen (Eichenextrakt ist auch nichts anderes).

    Aber man kann eigentlich (mein Leitungswasser hat keine messbaren Schwankungen was pH und kH betrifft) das gleiche Verfahren immer wieder zum Wasserwechsel benutzen.

    Also
    X Teile Osmosewasser + Y Teile Leitungswasser + Z ml Säure
    ergeben (zumindest bei mir) immer den gleichen pH-Wert und die gleiche gH.

    Ich spare mir mittlerweile immer öfter das Messen, da immer die gleichen Werte rauskommen.
    Schwankungen zwischen Wechselwasser und Aquarienwasser sind minimal.

    Bis jetzt gibt es nur eine einzige mir bekannte Alternative hierzu und das wäre dann Soil (aktiver Bodengrund).
    Nur da gibt es für mich noch zu viele Unklarheiten...

    P.S.: Hier ein sehr guter Link zu dem Thema: http://deters-ing.de/Wasser/ph.htm
  11. Peppilina
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    Peppilina GF-Mitglied

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    Peppilina 2 Juni 2010
    Hi,
    das wäre mal ein schönes Thema für nen Themenabend im Chat.
    Viele Wege führen nach Rom.
    Gruß
    Niel
  12. littlebuddah
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    littlebuddah GF-Mitglied

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    littlebuddah 2 Juni 2010
    Na, das ist doch mal ein Anfang...

    Mal auf die einzelnen Antworten eingehend:

    Nun, dass ist eine gute Frage, welche aber anscheinend davon ab hängt, welche Art man vermehren möchte.
    Ich möchte mal behaupten, dass bei der Pflege der PH nicht unbedingt die große Rolle spielt, jedoch scheint er interessant zu werden, sobald es um die Vermehrung geht. Ebenso verhält es sich auch mit dem Leitwert.
    Wenn es um die PH-Absenkung in den verschiedenen Threads geht, steht es immer im Einklang mit "es kommt kein Nachwuchs hoch" oder "sie wollen sich nicht vermehren.
    Deshalb der Versuch der Hilfestellung zu diesem Thema.

    Deshalb bat ich um eure Hilfe. Ich hab zwar mal davon gelesen, aber keine näheren Infos dazu bekommen.
    Würde ich gerne in die Liste aufnehmen, jedoch wären ein wenig mehr Infos dazu nett...eine ungefähre Dosierung wurde ja genannt. Kann ich also mit anderen Worten sagen "eine Hand voll Granulat ins Netz" und beobachten? Wie stabil bleibt die Absenkung, vor allem nach WW? Hast du den KH zuvor via Osmose gesenkt?
    Was genau sind Schwarztorfsoden?

    ...wenn jemand mitschreibt bestimmt.Ansonsten wären ja die (ich nenn sie mal) Feststellungen nicht wieder abrufbar.

    Zu den Einbringungen von _NiHiL_ und Mecki:
    ich werde eure Beiträge in leicht abgeänderter Form gerne hinzu fügen. Das sind Infos, nach denen man sonst lange suchen müsste.

    Somit würde es im Moment wie folgt aussehen:

    • der PH-Wert wird vom KH-Wert beeinflusst. Dies ist die sog. Pufferwirkung
    • der PH-Wert kann nur gesenkt werden, wenn der Puffer (KH-Wert) gesenkt, bzw. geknackt wird
    • ein Säuresturz ist dabei nur seltenst möglich, da immer ein wenig KH über bleibt, welche mit "unseren" Methoden nicht nachgewiesen werden kann (habe da noch das SBV - Säurebindungsvermögen im Kopf)
    • die Senkung erfolgt durch Senkung des KH und Einbringung von Säure (Huminsäure in Form von Erlenzäpfchen, Eichen- Smbb- oder Walnussblättern, Torf)
    • die Senkung des KH-Wertes kann durch Osmoseverschnitt, VE-Verschnitt, (kurzfristig?) Torfkanonenwasser-Verschnitt oder dest. Wasser erfolgen
    • der PH-Wert von dest. Wasser ist um die 7, also Neutral. Somit wird die PH-Senkung nur durch das Zusammenspiel des dest. Wasser (KH 0) und dem vorhandenen KH-Wert des Ausgangswassers beeinflusst.
    • der PH-Wert des Osmosewassers wie auch des VE-Wasser bleibt gleich dem des Ausgangswassers.Lediglich werden die Werte GH und KH annähernd (nicht nachweisbar) auf 0 gebracht
    • der PH-Wert des Torfkanonenwassers hängt vom vorhandenen Torf und der Durchfluss/Wirkzeit zusammen und kann nicht generell genannt werden. Ebenso werden der GH- und KH-Wert durch den Einsatz gesenkt.Bei der Anwendung wird dem Torf CO² ausgetrieben, welches sich in hoher Konzentration im erhaltenem Wasser befindet.Dieses muß durch Oberflächenbewegung oder Sprudel-/Lufthebereinsatz erst ausgetrieben werden, um die tatsächlich erhaltenen Werte des gewonnenen Wassers ermitteln zu können.Durch die vorhandene Huminsäure herrscht eine geringe Keimdichte.
    • Erlenzäpfchen sowie o.g. Blattsorten müssen großzügig zugegeben werden um eine (messbare) PH-Senkung hervor zu rufen.Der pH senkende Effekt ist allgemein gering und meist nur bei sehr weichem Wasser zu sehen. Zudem werden Huminsäuren als organische Säuren auch von Bakterien "gefressen" und in UV-Lampen zerlegt. Jedoch ist eine Zugabe zwecks Senkung der Keimdichte sinnvoll.
    • dann gibt es da noch die aktiven Bodengründe (Soil, Akadama...) welche mittels Ionenaustausch reagieren und dadurch eine Senkung hervor rufen
    • eine weitere Möglichkeit ist die Senkung durch Zugabe von Eichenextrakt. Die meisten Eichenextrakte enthalten ein wenig Eichenrindenextrackt und viel HCL (Salzsäure) und schweflige Säure. Und der pH senkende Effekt ist dauerhaft. Es ist nicht etwa (wie evtl. vom Namen her zu interpretieren) eine organische Säure, die mit der Zeit abgebaut wird.
    • Schwarztorfsoden und Torfgranulat:
      Beide senken je nach Menge, Aquariumgröße und KH-Wert in einem laufenden Aquarium den PH-Wert. Das Torfgranulat kann in einem feinen Strumpf ins Becken oder in den Filter gelegt werden. Dosierbeispiel hierbei: 54L-Becken, LW 300 µs, KH kaum nachweisbar -> die Einbringung von ca. 100g Torfgranulat kann innerhalb weniger Tage den PH von 7,0 auf 6,0 senken. Ständige Kontrolle nicht vergessen, damit der Wert nicht zu schnell und zu weit sinkt (Angaben ohne jegliche Gewähr !)
    • Senkung durch Einsatz von Säure (VORSICHT, nichts für Anfänger und Schnellschießer !!!): es ist möglich, den PH-Wert mittels Einbringung diverser Säuren zu senken. Gängig ist hier die Salzsäure (HCL). Die Einbringung der Säure sollte generell ausserhalb des Beckens erfolgen. Bei der Dosierung ist zu beachten, dass bei der chemischen Reaktion, welche sich im Wasser vollzieht, sämtliche HCL aufgebraucht wird, da ansonsten das Ziel verfehlt und der PH-Wert zu tief sinken kann.Eine sehr gute und genaue Erklärung ist hier zu finden.
    Prinzipiell ist Geduld die beste Zutat zum Senken des pH.


    Ist das soweit ok?
    Kann noch jemand etwas beisteuern?
  13. Dario Dario
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    Dario Dario GF-Mitglied

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    Dario Dario 3 Juni 2010
    Hallo Markus,
    zu deinen Fragen:
    Ich habe in meinem Aquariumschrank einen Eimer Wasser stehen. Im Eimer ist ebenfalls ein Beutel mit Torfgranulat und eine kleine Pumpe, damit das Wasser in Bewegung bleibt und nicht gammelt. In dem Eimer senke ich den PH-Wert und stelle ihn auf den gewünschten Wert ein. Man bekommt dafür schnell ein Auge. Derzeitig strebe ich für meine Bee einen PH-Wert deutlich unter 6 ein. Habe zum PH-Wert einen Tipp von einer sehr erfolgreichen Züchterin bekommen, sie stellt die Wasserwerte aber anders ein (Torfkanone).
    Ich nehme Osmosewasser gemischt mit ein bisschen kaltem Leitungswasser. Den Leitwert erhöhe ich mit Ca+ auf 200 bis 300 (kommt auf den Leitwert vom Züchter an). Gibt auch andere Produkte die bestimmt genauso gut oder besser sind.

    Google mal Schwarztorfsoden, dann bekommst du eine Vorstellung. Ich verwende sie nicht mehr, weil ich versuche die Wasserwerte außerhalb des Aquariums einzustellen.

    Muss dazusagen, dass ich noch weit von hohen Nachwuchsraten entfernt bin. Die Sakura, CR und Tiger vermehren sich gut. Bei den Bee kann ich noch nichts sagen.
  14. Garnelenfreund
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    Garnelenfreund GF-Mitglied

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    Garnelenfreund 3 Juni 2010
    Hallo Markus,

    Das ist meiner Ansicht nach nicht richtig. Der PH-Wert des Ausgangswasser wird nach der Entsalzung sehr wohl stark reduziert. Nach Austrieb des CO2 steigt er auf PH 7 an - abhängig von den Verhältnissen im Aquarium. Ein Züchter sagte mir, dass er aufgrund der niedrigen KH nicht auf seinen Ausgangswert (z.B. 8,0) zurückgeht.


    Gruß Alexander
  15. Dario Dario
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    Dario Dario GF-Mitglied

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    Dario Dario 3 Juni 2010
    Hatte ich noch gar nicht gelesen.
    Mit einer Osmose wird mehr raus geholt als GH und KH. Will dazu aber nicht mehr schreiben, weil ich mich da schlecht auskenne.
  16. _NiHiL_
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    _NiHiL_ 3 Juni 2010
    Das bedingt das man das pure Osmosewasser benutzt oder nur die gH anhebt.
    Bei Verschnitt mit Leitungswasser geht der pH wieder Richtung des Leitungswasser.
    Selbst bei 9 Teile Osmosewasser zu 1 Teil Leitungswasser ist mein pH dann wieder weit über 7.

    Das Ziel war ja auch ein leicht saures und kein neutrales H20 zu schaffen.
  17. Mecki
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    Mecki GF-Mitglied

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    Mecki 3 Juni 2010
    Hi Alexander !

    Also mal nicht hörensagen, sondern vom Besitzer einer solchen Anlage mit 300 GPD:

    Was vorne rein geht in die UO-Anlage kommt hinten raus (was den pH angeht).

    Und da ist danach auch kein CO² auszutreiben - geht vorne nicht rein und kommt hinten nicht raus!

    Ein UO-Membran ist schlicht ein Ultrafeiner Filter, der eben in der lage ist Viren, Bakterien und diverseste Spurenelemente und Mineralien zurückzuhalten.

    Das Problem mit dem "geht nicht mehr auf pH8 zurück erklärt sich ganz schlicht:

    Aus dem Leitungswasser wird im Wasserwerk alles CO² ausgetrieben um die Leitungen zu schonen (wurde sonst z.B. auch viel mehr Cu aus den Rohren gelöst.
    Nach der UO-Membran ist praktisch keine messbare KH mehr vorhanden.
    Jetzt kommt aus der Umgebungsluft CO² ans Wasser und bildet hier durch Lösung Kohlensäure. Dieser Effekt wäre beim Leitungswasser auch gegeben, aber stark gepuffert durch die noch vorhandene KH. Beim UO-Wasser schlägt das aber nun durch. Der pH bleibt niedriger.

    So einfach kann die Welt sein.


    Gruß

    Stephan


  18. Mecki
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    Mecki 3 Juni 2010
    Umkehr-Osmose (UO bzw. RO)

    Hier mal zur Info die Rückhaltequote einer Filmtech UO-Membran:

    Entfernungsgrad in %
    Natriumfluorid NaF
    99
    Natriumcyanid NaCN 97
    Natriumchlorid NaCl
    99
    Silikat SiO2
    98
    Natriumbicarbonat NaHCO3 99
    Natriumnitrat NaNO3
    97
    Magnesiumchlorid MgCl2
    99
    Calciumchlorid CaCl2
    99
    Magnesiumsulfat MgSO4
    >99
    Nickelsulfat NiSO4 99
    Kupfersulfat CuSO4 99
    Formaldehyde
    35
    Methanol
    25
    Ethanol
    70
    Isopropanol 90
    Harnstoff
    70
    Milchsäure pH2
    94
    Milchsäure pH5
    99
    Zucker
    98
    Saccharose
    99
    Pestizide >99

    Die Rückhaltequote hängt hierbei von der Molekülgröße ab, dem Druck und der Temperatur des Mediums ab. Eine Membran ist halt schlicht ein Filter mit Lochgröße in Molekulabmessung.

    Hier mal ein Link zum Hersteller mit technischer Dokumentation: http://www.dow.com/liquidseps/service/lm_basics.htm

    Gruß

    Stephan
  19. Kadettcab
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    Kadettcab GF-Team Moderator

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    Was ja auch ganz logisch ist wenn man sich das Spiel mal auf Ionenebene ansieht.
    Osmosewasser, also reines H2O hat quasi ein Gleichgewicht an H+ ond OH- Ionen. Ein Puffer fehlt gänzlich.
    Wenn ich jetzt zusätzliche OH- ionen einbringe steigt der pH folglich sofort. Das Leitungswasser hat eben genau diesen Überschuß an OH- ionen. Ganz klar, daß man nur mit Osmose- oder Destwasser einen pH nicht wirklich drücken kann.

    Leicht saures Wasser bekommt man halt am besten zustande wenn man den Überschuß an OH- Ionen mit H+ ionen ausgleicht, bzw einen H+ Ionenüberschuß zustande bekommt.
    Das passiert wenn eine Säure im Wasser dissoziiert.
  20. littlebuddah
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    littlebuddah 4 Juni 2010
    Hi,

    hab ich mal gemacht und hauptsächlich Terraristikseiten angezeigt bekommen.
    Aber einige Seiten konnte ich doch finden.

    Eine Torfsode ist ein ausgestochenes, rechteckiges Stück gepresster Torf, welcher erst nach der Trocknung in Form geschnitten wird. Die Abgabe von Huminsäuren erfolgt langsam und gleichmäßig, da das Wasser die Sode nicht sofort durchweicht und nur langsam zum Kern vordringt.
    Man liest, dass nach Einbringung der Torfsoden dessen Wirkung 2-3 Jahre anhalten soll. In wie fern das richtig ist und ob diese Wirkung auch den hier betrachteten PH-Wert einbezieht kann ich nicht sagen.
    In Betracht der PH-Wert-Absenkung kann es bei zu hoher Einbringung wohl auch zur zu tiefen, nicht so gewollten Absenkung kommen, welche mit Entnahme einiger Soden und verbundenen WW wieder behoben werden kann.

    Hoffe, es kommen noch mehr Anregungen. Schliesslich haben wir hier genug Leute, welche Werte anpassen und ihre Erfahrungen mit uns teilen wollen.
  21. littlebuddah
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    littlebuddah GF-Mitglied

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    littlebuddah 4 Juni 2010
    Somit würde es im Moment wie folgt aussehen:

    • der PH-Wert wird vom KH-Wert beeinflusst. Dies ist die sog. Pufferwirkung
    • der PH-Wert kann nur gesenkt werden, wenn der Puffer (KH-Wert) gesenkt, bzw. geknackt wird
    • ein Säuresturz ist dabei nur seltenst möglich, da immer ein wenig KH über bleibt, welche mit "unseren" Methoden nicht nachgewiesen werden kann (habe da noch das SBV - Säurebindungsvermögen im Kopf)
    • die Senkung erfolgt durch Senkung des KH und Einbringung von Säure (Huminsäure in Form von Erlenzäpfchen, Eichen- Smbb- oder Walnussblättern, Torf)
    • die Senkung des KH-Wertes kann durch Osmoseverschnitt, VE-Verschnitt, (kurzfristig?) Torfkanonenwasser-Verschnitt oder dest. Wasser erfolgen
    • der PH-Wert von dest. Wasser ist um die 7, also Neutral. Somit wird die PH-Senkung nur durch das Zusammenspiel des dest. Wasser (KH 0) und dem vorhandenen KH-Wert des Ausgangswassers beeinflusst.
    • der PH-Wert des Osmosewassers wie auch des VE-Wasser bleibt gleich dem des Ausgangswassers.Lediglich werden die Werte GH und KH annähernd (nicht nachweisbar) auf 0 gebracht
    • der PH-Wert des Torfkanonenwassers hängt vom vorhandenen Torf und der Durchfluss/Wirkzeit zusammen und kann nicht generell genannt werden. Ebenso werden der GH- und KH-Wert durch den Einsatz gesenkt.Bei der Anwendung wird dem Torf CO² ausgetrieben, welches sich in hoher Konzentration im erhaltenem Wasser befindet.Dieses muß durch Oberflächenbewegung oder Sprudel-/Lufthebereinsatz erst ausgetrieben werden, um die tatsächlich erhaltenen Werte des gewonnenen Wassers ermitteln zu können.Durch die vorhandene Huminsäure herrscht eine geringe Keimdichte.
    • Erlenzäpfchen sowie o.g. Blattsorten müssen großzügig zugegeben werden um eine (messbare) PH-Senkung hervor zu rufen.Der pH senkende Effekt ist allgemein gering und meist nur bei sehr weichem Wasser zu sehen. Zudem werden Huminsäuren als organische Säuren auch von Bakterien "gefressen" und in UV-Lampen zerlegt. Jedoch ist eine Zugabe zwecks Senkung der Keimdichte sinnvoll.
    • dann gibt es da noch die aktiven Bodengründe (Soil, Akadama...) welche mittels Ionenaustausch reagieren und dadurch eine Senkung hervor rufen
    • eine weitere Möglichkeit ist die Senkung durch Zugabe von Eichenextrakt. Die meisten Eichenextrakte enthalten ein wenig Eichenrindenextrackt und viel HCL (Salzsäure) und schweflige Säure. Und der pH senkende Effekt ist dauerhaft. Es ist nicht etwa (wie evtl. vom Namen her zu interpretieren) eine organische Säure, die mit der Zeit abgebaut wird.
    • Schwarztorfsoden und Torfgranulat:
      Beide senken je nach Menge, Aquariumgröße und KH-Wert in einem laufenden Aquarium den PH-Wert. Das Torfgranulat kann in einem feinen Strumpf ins Becken oder in den Filter gelegt werden. Dosierbeispiel hierbei: 54L-Becken, LW 300 µs, KH kaum nachweisbar -> die Einbringung von ca. 100g Torfgranulat kann innerhalb weniger Tage den PH von 7,0 auf 6,0 senken. Eine weitere Dosierempfehlung lautet: 1l Schwarztorfgranulat für 900 -1000l Wasser, abhängig vom vorherrschenden und gewünschten pH-Wert des Wassers. Eine Torfsode ist ein ausgestochenes, rechteckiges Stück gepresster Torf, welcher erst nach der Trocknung in Form geschnitten wird. Die Abgabe von Huminsäuren erfolgt langsam und gleichmäßig, da das Wasser die Sode nicht sofort durchweicht und nur langsam zum Kern vordringt. Eingebracht wird sie als Dekomaterial (Bepflanzung möglich, Höhlen können ausgestochen werden). Wirkung soll je nach Größe bis zu 2-3 Jahre anhalten. In wie fern das richtig ist und ob diese Wirkung auch den hier betrachteten PH-Wert einbezieht kann ich nicht sagen. In Betracht der PH-Wert-Absenkung kann es bei zu hoher Einbringung wohl auch zur zu tiefen, nicht so gewollten Absenkung kommen, welche mit Entnahme einiger Soden und verbundenen WW wieder behoben werden kann. Ständige Kontrolle nicht vergessen, damit der Wert nicht zu schnell und zu weit sinkt (Angaben ohne jegliche Gewähr !)
    • Senkung durch Einsatz von Säure (VORSICHT, nichts für Anfänger und Schnellschießer !!!): es ist möglich, den PH-Wert mittels Einbringung diverser Säuren zu senken. Gängig ist hier die Salzsäure (HCL). Die Einbringung der Säure sollte generell ausserhalb des Beckens erfolgen. Bei der Dosierung ist zu beachten, dass bei der chemischen Reaktion, welche sich im Wasser vollzieht, sämtliche HCL aufgebraucht wird, da ansonsten das Ziel verfehlt und der PH-Wert zu tief sinken kann.Eine sehr gute und genaue Erklärung ist hier zu finden.
    Prinzipiell ist Geduld die beste Zutat zum Senken des pH.
    Beim Messen des PH-Wertes mit einem PH-Meter immer mal wieder via Tröpfchentest gegen messen.

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