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Was züchtet ihr für Lebendfutter

Mowa

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Hei, das hört sich toll an...gratuliere...
Ja, die Wildfänge sind warscheinlich so billig, das es sich echt nicht lohnt.
Aber es ist schön, wenn man so eine schwierige Aufgabe mal bewältigt hat.
VG Monika
 

Wolfgang S

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Hallo Monika,
ich habe mit Tiggerpods die besten Erfolge erzielt, wenn ich sie auf Meerwasserniveau (35ppm) oder sogar leicht darüber gehalten habe.
Die Zuchtansätze habe ich klein gestartet (1l) und die Wassermenge mit steigender Population vergrößert. Bei einem Start in größeren Wassermengen, läuft das sehr schleppend an.
Wenn der Ansatz viele Nauplien enthielt, hat Meerwasserplankton die besten Erfolge gebracht. Süßwasseralgen wie Spirulina wurden auch genommen, waren aber kein Vermehrungsbooster. Nachdem eine gewisse Mulmschicht auf dem Boden war, mussten die Nauplien nicht mehr mit Algen zugefüttert werden.
Mein Eindruck war, dass tierisches Protein für die Vermehrung sehr förderlich ist. Ich habe mit allem was an Trockenfutter da war, gefüttert (Pellets sind besonders lustig, da man dann alle Copepods auf einem Haufen hat).
Auch Lebendfutter wie Artemianauplien oder Wasserflöhe werden gern genommen.
Das Ganze hat bei Temperaturen zwischen 15° und 20°C am besten funktioniert.
LG
Karin

Perfekt, dem kann ich als "Tiggerpod-Pionier" (:D) nur zustimmen.

Gruß

Wolfgang
 

Mowa

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Ok...ist schon interessant...
Wie entnehmt ihr die dann zum Verfüttern und wieviele Tierchen etwa kann 1 Liter Wasser vertragen, ohne überlastet zu sein?
Im Moment müffelt das Wasser etwas. Denke das ist das Einlaufen?
Die Tigger sind munter unterwegs...
VG Monika
 

Brackiefan

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Moin Monika,

ich habe sie mit unterschiedlich feinen/groben Sieben entnommen.
Da sie bei mir meist Jungfischfutter waren, habe ich die größeren Tiere abgesiebt und die Jungen verfüttert.

Solange dich der Geruch an "Meeresbucht im Sonnenschein" erinnert, ist alles gut.
Wenn er unangenehm ist, solltest du das Wasser wechseln. Das geht am besten, wenn du den Inhalt durch einen Kaffeefilter gießt und dann in frisches Wasser setzt.

Ich habe die Wassermenge erhöht, wenn der Besatz sich jeweils verdoppelt hat.

LG
Karin
 

Wolfgang S

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Ich habe die Wassermenge erhöht, wenn der Besatz sich jeweils verdoppelt hat.
Das halte ich für eine gute Richtschnur, wobei man natürlich nie genau weiß, wann es jetzt doppelt so viele sind. Aber es geht dabei mehr um eine grobsinnige Einschätzung als um Zählung.

Wenn das Wasser "müffelt" kann das den Beginn eines "Umkippens" bedeuten und das wiederum kann auf zu reichliche Fütterung zurückzuführen sein. Ich habe immer einen 5-l-Kanister abgestandenes Meerwasser parat, um in solchen Fällen vorsichtshalber einen Teilwasserwechsel vorzunehmen. Man kann übrigens Wasser mit einem Luftschlauch aus den Gefäßen bestandsschonend absaugen, wenn man das durch einen Sprudelstein macht. Am schnellsten geht es mit der Saugflasche.

Zum Entnehmen verwende ich Planktonsiebe unterschiedlicher Maschenweite.

Gruß

Wolfgang
 

Mowa

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Hei, ich hab fast nix gefüttert:innocent:
Aber ich kenn das von frisch angesetzten Moina...das muß einfach auch einlaufen...wie ein Aquarium.
Und so wirklich Bodensatz, der filtert ist noch nicht vorhanden.
VG Monika
 

Wolfgang S

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Hallo Monika,

so lange es den Tiggers gut geht, ist ja noch nicht Alarmstufe Rot angesagt. Ich würde jetzt erst einmal eine Zeitlang nicht füttern. Selbst nach Monaten ohne Fütterung tummeln sich im meinem Reserveglas (~ 0,5 l) eine Menge Copepoden. Ich fülle immer nur gelegentlich das verdunstete Wasser mit abgestandenem Leitungswasser auf. Die Salinität schwankt dabei manchmal schlagartig zwischen etwa 50 und 30 PSU. Aber im Auge behalten muss man einen Müffelpott schon, weil es gegebenenfalls sehr schnell gehen kann. Vor allem, wenn die Copepoden sich alle an der Wasseroberfläche drängen, ist Eingreifen angesagt. Aber jemand mit deiner Erfahrung in Futterzucht schafft die Tiggerpods sicher auch!

Gruß

Wolfgang
 

Mowa

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Hei..danke für die Aufmunterung:thumbup:
Ich meine, es würde nichtmehr so müffeln.
Hab jetzt alle paar Tage ein paar winzige Krümel JBL Grano Colour rein.
Bis zum nächsten Tag ist das weg und langsam entsteht auch "Mulm"
Müsste auch irgenwo noch Söll Colourgranulat haben. Das is etwas gröber und 1 Körnchen je Pott sollte reichen.
Ich will ja das sie sich vermehren. Hab halt im Mom in je 1 Liter. Weil es heißt, das sie sich darin am Besten vermehren.
Ziel ist ja, sie zu verfüttern. Auch wenn ich es jetzt so schon ganz lustig finde:biggrinjester:
Wie die da drin rumfetzen drückt irgendwie Lebensfreude aus...
Kenn ich von Moina..die können auch so abgehen..aber auch das krasse Gegenteil..gelangweilt rumhängen...

VG Monika

Versuche jetzt mal wieder an einen Ansatz Microfex zu kommen.
Pflegt die jemand von Euch? 2 Bauchplatscher hab ich damit schon gemacht...

Mit Tubifex übe ich jetzt auch schon länger.
Hab asiatische Videos studiert, wie man sie nicht nur hältert, sondern auch vermehrt.
Wenns jetzt draußen warm wird, werd ich mal Versuche im Eimer, mit Sterilisierten Rinderdungpellets machen. Soll auch zum Mückenlarven ziehen sehr gut sein.
Ok, die haben das natürlich nicht in der Sterilisierten Form...mal sehen, ob das auch geht...Kuhfladen werde ich ehr weniger sammeln Hihi..oder doch?
Pferdeäppel hätt ich noch im Fundus...
Oder Brennesseljauche? Die Vegane Art..könnte man auch testen...
Aktuell bekommen sie von der Mischung für die Wasserflöhe (Frische Hefe, Kondensmilch und Spirulinapulver einen Tropfen nach 95% Wasserwechsel, so 1x in der Woche. Sie filtern das komplett raus. Übrig bleibt so eine Brühe mit "Silberglanz" ich schätze dass das voll is mit Pantoffeltierchen und sowas...
 
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Wolfgang S

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Hallo Monika,

ja, die Tiggerpods können viel Freude bereiten - bis sie anfangen, sich in allen Salzwasserkulturen breit und alles andere platt zu machen :boxing_smiley:. Aber dann kommt es plötzlich auch wieder ganz anders: In meiner Badewanne im Garten hat diesmal offensichtlich kein einziger den Winter überlebt. Darüber bin ich aber gar nicht so traurig, denn ich versuche daraus ohnehin wieder eine reine "Artemiawanne" zu machen.

Microfex habe ich bisher nur einmal probiert. Ich konnte sie halten und auch eingermaßen vermehren, aber nicht mit berauschendem Erfolg. Dann habe ich mich einige Zeit etwas weniger darum gekümmert und es waren recht bald nur noch Reste vorhanden, die ich nicht mehr hochziehen konnte. Ich fand die Haltung nicht wirklich einfach und einigermaßen anspruchsvoll, sprich, man muss permament dranbleiben. Ich hatte sie in kleineren Gefäßen ohne Filterung, vielleicht ginge es besser mit einem kleinen Schwammfilter?

Gruß

Wolfgang
 

Mowa

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Hei, ich hab ja nur die 3 Blubberflaschen und eine Hobbyschale zum Trennen..alles andere ist Süßwasser.

Ja, hab jetzt bei jemand gesehen, das man Microfex in flachen Schalen, mit einem Küchenschwamm wohl ganz gut halten.
Hätte ich halt jetzt auchmal versucht.
VG Monika
 

Mowa

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Schonwieder ich...hätte da mal ein Problem für Euch...
Meine Artemiasiebe setzen sich gerne mal zu...
Besonders die 2 Siebchen von den Hobbyschalen.
Dann hab ich noch diese Schwarzen bzw. grünen viereckigen Artemiasiebe.
Die feinsten vom schwarzen Satz (ich habe 2 Sätze) setzen sich auch leicht zu. Eins, das ich immer nur zum Abfiltern der Artemianaupilen nehme und auch das eine Siebchen von den Hobbyschalen, bekomme ich gut gängig, indem ich sie einzwei Nächte in ein Garnelenbecken werfe. Die machen das bisschen und sind auch immer total begeistert am Piddeln.

Aber die andern 2 Siebe, sind nichtmehr durchgängig. Wie krieg ich die wieder hin?
Einmal hab ich was von Coregatabs gelesen..oder Danclorix?
Habt ihr da einen Trick?

Weil

ja, die Tiggerpods können viel Freude bereiten - bis sie anfangen, sich in allen Salzwasserkulturen breit und alles andere platt zu machen

Ich würde gerne für die Tiggerpods das eine sehr feine Sieb zuordnen, damit ich mir nix in die Artemia mit reinbringe...

Heute hab ich meine Essigälchen neu aufgesetzt. Meine beiden großen Flaschen sind jetzt seit 2010 gelaufen, ohne große Veränderung..höchstens mal etwas von der Flüssigkeit ausgetauscht oder Zucker nachgefüllt. So langsam lies die Ausbeute nach..wurde aber auch echt mal Zeit...

Meine Enchyträen nehmen jetzt endlich Fahrt auf. Das war der 2. Versuch, sie über diese Tütchen nachzuziehen. Beim ersten mal waren Kugelmilben mit drin...das war sehr ärgerlich und ich bin froh, das diesmal anscheinend keine mit drin sind. Zuerst ging es recht schleppend...wollte das wie dieser Ami mit Vollkorntoast und Joghurt machen, was ja reichtlich Beute verspricht..aber dazu waren es zu wenige Enchyträen und das Brot hat schneller geschimmelt, als ich gucken konnte.
Ich werd jetzt mal versuchen, den Joghurt mit Haferflocken zu mischen und nur eine winzige Menge zu verfüttert. Gerade soviel, wie sie über Nacht fressen können.
Dazu werde ich das anrühren und mit einem Löffel kleine Batzen auf Folie setzen, damit ich das direkt aus der Truhe verfüttern kann. Bin gespannt, ob das besser geht, als mit Weißbrot. Er wirft ja eigentlich das Brot weg..und die Würmer fressen anscheinend nur den Joghurt..
Wie füttert ihr Eure Enchyträen?
VG Monika
 

Wolfgang S

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Hallo Monika,

ich verwende die selben Siebe und auch noch diverse Planktonsiebe runter bis 20 µm. Normalerweise reicht es, sie nach dem Gebrauch gut mit Süßwasser zu spülen. Nach einiger Zeit setzen sie sich aber doch manchmal merklich zu. Wenn es nur Kalkablagerungen sind, lege ich sie einige Stunden in etwas Wasser mit einem Spritzer Essigessenz. Manchmal - vor allem bei länger benutzten Siebchen der Artemiaschalen - sind es aber auch Biofilme, die den Durchfluss bremsen. Die kommen dann für 1 - 2 Stunden erst in Wasser mit einem Schuss DanKlorix und dann in das Essigwasser, weil das das Chlor sofort neutralisiert. Danach gut mit Süßwasser nachspülen. Die Verweildauer in den Reinigungslösungen darf nicht zu lang sein und das Nachspülen ist wichtig, weil das Siebgewebe sonst spröde werden kann und ganz leicht reißt (und die Ersatzsiebchen sind schweineteuer)!

Enchyträen hole ich bei Bedarf einfach aus unserer gut verrotteten Kompostmiete :). Meine Walter-Worms halte ich auf aufgelösten Haferflocken. Und einen Ansatz Micros versuche ich gerade auf eingeweichtem Toastbrot mit Hefe. Bis jetzt klappt das, aber wie lange halt...

Am einfachsten, dauerhaftesten und nachhaltigsten finde ich immer noch Essigälchen und Rettichtierchen. Und wenn es einmal läuft, mit Einschränkungen auch die Tigriopus californicus.

Gruß

Wolfgang
 

Katzenfische

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hallo Euch,
Er wirft ja eigentlich das Brot weg..und die Würmer fressen anscheinend nur den Joghurt..
Ich kann mich erinnern, daß wir in der Lehre den Futterbrei für irgendein Lebendfutter auf Stücken von Eierkatons gezogen haben.
Die Eierkartonstücke nehmen die stärkste Feuchtigkeit auf und bieten durch ihre geländegängige Form auch Fläche zum rum laufen.
Das Lebendfutter war aber für irgendwelche Landinsektenjäger.
 

Mowa

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Hei, gestern hab ich angefangen, meine überwinterten Mückenlarveneimer sauber zu machen.
Da überwintern auch rote Mückenlarven drin. Jetzt aufpassen, damit sie nicht schneller ausgeflogen sind, als man sie vom Matsch trennen kann.
Rote Mückenlarvenmücken stechen nicht. Das tun nur die schwarzen Mückenlarvenmücken. Die erkennt man daran, das sie die HInterbeine waagerecht wegstrecken.
Also erstmal das Wasser abgeschöpft und über ein Artemiasieb die Schwarzen Mückenlarven abgetrennt. Das Wasser in einem sauberen Eimer auffangen. zum Schluss dann den Bodensatz mit ringefallenem Laub, Dreck und Mulm über ein Küchensieb abgießen und so in den Eimer hängen, das nicht das ganze Material im Wasser liegt. Die roten Mückenlarven denken, ihr Gewässer trocknet aus und kriechen nach unten durch das Sieb in den Eimer mit Wasser.
Das dauert ein paar Tage. Den Matsch auf den Kompost und dann die den Bodensatz des Eimers über ein Artemiasieb abgießen, das gradso nicht die roten Mückenlarven durchläßt.
Panzerwelse können sie lebend fressen, für manche andere Fische ist das nicht gut, lieber erst reinfrieren.

Einen frei gewordenen Eimer hab ich dann mit Tubifex angeimpft. Die kann ich schon gut über längere Zeit hältern, aber die Vermehrung ist nicht so doll...
In Asiatischen Videos hab ich gesehen, das sie Tubifex und auch anderes Lebendfutter mit Rinderdung füttern. Bei Dehner gibt es sterilisierte Rinderdungpellets. Davon hab ich jetzt mal 2 reingeworfen. Mal sehen, was passiert.
Ob die im sterilisierten Zustand funktionieren und wie die Geruchsbelästigung sein wird, weiß ich nicht..bin gespannt...ich hoffe auch, das der "Duft" schwarze Mückenlarven anzieht. Dann könnte man 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Als nächstes möchte ich meine Wasserfloheimer mit Glanzwürmern infizieren...

Wasserföhe kriegen jetzt je einen Ast getrocknete Brennesseln. einfach reinstecken und nach paar Tagen, das was sich nicht aufgelöst hat, einfach wieder rausziehen...

Ich weiß, wofür ich das tue...Die Elassoma everglady und Gilberti laufen gerade zur Höchstform auf..ebenso die Dario Dario und Dario Sp. Tiger
Ohne Lebendfutter nicht möglich.
Auch die Pintos, Taiwaner und CPO freuen sich über eine Fuhre Wasserflöhe. Die leben sogar ne ganze Weile in den Becken und sorgen für Nachwuchs.
Find ich klasse, wenn die Pintos am Anfang den Wasserflöhen nachjagen

VG Monika
 

Mowa

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Wolfgang S

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Hui, Monika, du sprühst ja vor Ideen und Aktivität, Respekt!

Rote Mückenlarven habe ich heuer massenweise in der Abdeckfolie des Swimmingpools, in der sich ein paar Hundert Liter Schmelz- und Regenwasser gesammelt haben. Bei dem bisherigen eisig-nassem Wetter habe ich den Pool dieses Jahr auch noch nicht in Betrieb genommen, so dass ich ihn als "Lebendfutter-Pool" noch nutzen kann.

Tubifex habe ich derzeit im Freien in einem kleinen Gefäß ohne Bodengrund, das in einem 840-l-Freilandbecken schwimmt. Das ist aber eigentlich nur eine Zwischenhälterung. Sie haben sich zu einer strammen Kugel zusammengeballt. Manchmal streue ich einige Haferflocken ein, die sie sich offensichtlich holen. Es sind in den letzten Wochen jedenfalls nicht weniger geworden, eher sogar mehr, obwohl ich immer wieder einmal kleine Portionen herauszupfe und verfüttere. Das verblüfft mich, denn eigentlich leben die Schlammröhrenwürmer - wie der Name schon sagt - im Schlamm von z.T. hochbelasteten Gewässern und nicht als Kugel auf nacktem Boden. Dein Ansatz mit Kuhdung könnte funktionieren, vielleicht wäre es noch besser, einfach einen ganzen Kuhfladen zu fluten :D. Eine ernsthafte Idee könnte aber sein, den Tubifex etwas Matsch aus der Mückenlarvenproduktin zu spendieren? Vor vielen Jahren stand in einer DATZ übrigens, dass in Asien Schweine auf Spaltenböden über Teichen gehalten werden und das mit den Exrementen hochbelastete Wasser zur Massenzucht von Wasserflöhen dient. Aber jetzt extra ein Schwein anzuschaffen für deine Pintos, scheint mir (jedenfalls bisher noch) etwas übertrieben ;).

Glanzwürmer kommen bei mir sporadisch im Wassergrand vor. Sie gelangen wohl über die Brunnenpumpe aus dem Brunnenschacht hinein. Sie leben in einer dünnen Schlamm-/Mulmschicht am Boden des Beckens, in dem sich auch Unmengen an Daphnien und verschiedenen Muschelkrebsen tummeln. Zu meiner Überraschung finde ich beim Entleeren im Herbst meist auch winzige Muscheln, möglicherweise Häubchenmuscheln, deren Herkunft ich mir nicht so recht erklären kann. Allerdings lasse ich immer eine Schicht Schlamm am Boden überwintern, damit sich im Frühjahr die Wasserflöhe gut vermehren. So manches Getier überlebt offensichtlich auch Frost weit im zweistelligen Minusbereich.

Es bleibt spannend und ich hoffe weiter auf deine unterhaltsamen und inspirierenden Berichte!

Gruß

Wolfgang
 

Mowa

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Hei, schön das Du auch was schreibst:D
Finde ich sehr interessant...
Ok, das mit den Haferflocken teste ich gleich mal...bin noch immer auf der Suche nach dem richtigen Futter.
Das wäre schon toll, wenn es funktionieren würde, weil man ja immer Angst vor diesem Forellen/Salmlerparasiten haben muß...

Das mit den kleinen Muscheln hört sich ja gut an...
Muß ich mich mal einlesen, was die für einen Lebenswandel haben...
Ich hab ja wieder 10 Körbchenmuscheln gekauft, für mein Flossensauer/Pandaschmerlenbecken und die Medaka während es Sommers...
Aber die dürfen nicht so kalt kriegen...
VG Monika
 

Katzenfische

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Dein Ansatz mit Kuhdung könnte funktionieren, vielleicht wäre es noch besser, einfach einen ganzen Kuhfladen zu fluten :D. Eine ernsthafte Idee könnte aber sein, den Tubifex etwas Matsch aus der Mückenlarvenproduktin zu spendieren? Vor vielen Jahren stand in einer DATZ übrigens, dass in Asien Schweine auf Spaltenböden über Teichen gehalten werden und das mit den Exrementen hochbelastete Wasser zur Massenzucht von Wasserflöhen dient. Aber jetzt extra ein Schwein anzuschaffen für deine Pintos, scheint mir (jedenfalls bisher noch) etwas übertrieben ;).
- Eine Idee wäre vielleicht lieber BIO-Kuhdung zu nehmen, vielleicht lieber von einem Nebenerwerbslandwirt (Kaninchen-/Meerlikack von den Lieblingen von Nachbars Kindern o.ä.) und nicht aus einer Massentierhaltung. Beim käuflichen Massenprodukt weiß man halt nicht wo es her kommt.
Interessant wäre auch bei sonst selben Haltungsbedingungen welcher Kot am besten ankommt: von Carnivoiren oder von Herbivoiren oder eben von Schweinen/Hühnern? von guten oder von schlechten Verdauern ?

- Ein Kuhfladen hätte doch bestimmt Platz in der Poolabdeckung. :D
- und Mowa holt sich für den Garten ein Minipig. :D
 

Mowa

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Hast Dir den Link nicht angeschaut, oder?
Das ist Bio Rinderdung...
HIer gibt es leider keine Biorindviecher...
Und nur Hunde und Katzenkacke...
Da bleib ich erstmal bei meinen Pellets.
Pferdeäppel hab ich aber...
Jetzt erstmal schaun, was sie dazu sagen..
VG Monika
 
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