habe hin- und her überlegt aber darauf bin ich nicht gekommen
Ich auch nur, weil ich (Quergestreifte) Zwergbärblinge in 54l habe und somit sehr genau weiß, was die da anstellen können.

Und als der Betta imbellis nebendran vor kurzem eine Zeitlang in Quarantäne musste, bin ich fast umgefallen, wie viele Jungtiere auf einmal in seinem Becken zu sehen waren!
@lou765
Wieder nur mein persönlicher Eindruck:
Dass die Garnelen ohne Fische gut zu sehen waren, liegt in der Natur der Sache. Garnelen sind Beute. Gerade gut gefärbte, vorwitzige Red Sakura-Babys können da ein jähes Ende nehmen.
Von Welsen und Salmler habe ich keine Ahnung (dafür sind meine Becken zu klein), aber je nachdem was es nun für Bärblinge sind, passen die für mich nicht so gut zu dem Salmler. Die Gesamtmenge finde ich hoch. Auch bei den großen Schnecken (weniger martial auch als Anthrazit-Napfschnecken oder kurz ANS bekannt) habe ich für den aktuellen Zustand des Beckens spontan ein wenig Bauchweh...
Sind es tatsächlich Boraras maculatus würde ich mir um die Garnelen weniger Sorgen machen - außer um wirklich kleine Babys. Auf dem einen Bild, auf dem die Limnophila hochgewachsen ist, meine ich einen Perlhuhnbärbling erkennen zu können - die deutlich größer werden als die Boraras. Und die mögen ihr Wasser zum einen härter und kälter als die Neons. Zum anderen sind die ein wenig unberechenbar, was das Jagdverhalten von (sehr) jungen Garnelen angeht. Das reicht von Null bis Hardcore.
Außerdem finde ich das Becken für Bärblinge sehr hell mit zu wenig Verstecken. Es ist ja auch an mindestens 3 Seiten einsichtig, also auch hier keine dunkle Ecken. Je nachdem, wie viel Trubel drum rum ist, kann das zu Stress führen - und wenn die Fische Stress haben, dann der Rest auch. Wenn du Flocken fütterst - kannst du beobachten, ob die Bärblinge genug davon abbekommen? Manche Bärblinge gehen nicht / ungern an die Wasseroberfläche und bevorzugen "schwimmendes" Futter in den mittleren Regionen bis hin zu bodennahem Futter.
Von den Neons höre ich immer wieder, dass die auch recht unberechenbar beim Garnelenjagen sein können. Auch die werden nicht an ausgewachsene Garnelen gehen, bei Jungtieren bis zu einer gewissen Größe würde ich keine Wette eingehen. Wenn sie obendrein wie von
@cheraxfan beschrieben "zwicken", hast du noch einen Stressfaktor.
Wie fütterst du die Welse? Oder habe ich das überlesen?
Den Filter kenne ich auch nicht. Ob der Garnelenschutz für Baby-Neos tatsächlich fein genug ist?
Du hattest weiter oben etwas von Sand als Boden geschrieben. Auf den Bildern wäre mein Tipp Kies gewesen. Ist da noch ein Nährboden oder so mit drin?
Ich meine auch kleine Schnecken an den Scheiben erkennen zu können. Was ist noch drin? Und kannst du Begleitfauna wie Würmchen an den Scheiben sehen? Beschreib mal.
Und wie schauen die Wasserwerte genau aus? Wenn ich es richtig verstehe, nutzt du auch Leitungswasser. Hart, weich? Wie viel zB Nitrat zeigen die Tests an?
Was würde ich machen?
Ich würde zum einen die Bepflanzung pimpen. Wenn du die allgemeine Gestaltung so lassen möchtest, dann mit Schwimmpflanzen oder schwimmendem Hornkraut. Gerade die Bärblinge werden sich über Schatten von oben freuen. Vielleicht kannst du auch die Lampe dimmen.
Für die Fische würde ich versuchen Lebendfutter zu bekommen. Zum Beispiel Artemia-Nauplien kann man gerade in der Hobby-Dose einfach selber ziehen. Wenn meine hardcore-jagenden Quergestreiften Zwergbärblinge ihren "Jagdtrieb" am Futter "ausleben" können, dann lauern sie weniger vor dem Moos, in dem die Baby-Neos sitzen. Außerdem freuen sich die Garnelen über die Reste.
Bei den Garnelen würde zum einen Lollys besorgen als Leckerli max. einmal in der Woche, um einen besseren Eindruck von der Anzahl zu bekommen. Grünes Laub wie Brennessel, Walnuss, Haselnuss ist auch ein prima Futter. Davon ein Blatt und erst ein neues, wenn das erste weg ist. Dazu ein braunes Blatt Walnuss oder Seemandel als Dauerfutter.
Zumindest jetzt im Sommer würde ich den Wasserwechsel erhöhen - min. 20l / Woche. Ich musste aus gesundheitlichen Gründen von pro Becken 50%/Woche auf 50-70% alle 2 Wochen umstellen. Und das merke ich an der Nachwuchsmenge bei meinen Neocaridina.
Wie bereitest du das Wasser für den Wasserwechsel vor? Garnelen reagieren nämlich empfindlich auf Temperatur-Schwankungen.
Dann würde ich mir den Filter mal von innen anschauen. Filtermaterial komplett raus und in einem Eimer mit AQ-Wasser zwischenlagern. Und dann mit Taschenlampe in das Filtergehäuse leuchten.
Und noch weiter abwarten bzw beobachten. Vielleicht tauchen die Garnelen wieder auf. Vielleicht lohnt sich ein Zukauf (mit vorheriger Quarantäne und sorgfältiger Eingewöhnung). Das würde ich aber noch nicht jetzt entscheiden. Das Becken ist ja noch immer sehr frisch, da ist Geduld gefragt. Und sollten die Garnelen wirklich verschwinden - also sterben und von den anderen Garnelen nebst ggf Schnecken innerhalb kürzester Zeit aufgefressen werden - dann ist womöglich eh eine neue Strategien gefragt.
Wie gesagt, alles nur mein persönlicher Eindruck. Die anderen hier haben bestimmt noch mehr Ideen (und Erfahrung).