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Westerwälder Garnelenbecke

Dieses Thema im Forum "Haltung / Einrichtung" wurde erstellt von Orly, 16 Februar 2020.

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Dieses Thema wird von 2 Benutzern beobachtet..
  1. Orly
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    Orly 16 Februar 2020
    Hallo ihr Lieben,

    nach einem großen Umzug musste ich mein Becken aufgeben und habe alles an meinen Vater und einen Freund weitergegeben.
    Nun konnte ich meinen Mann überreden nach der Wohnzimmerrenovierung wieder ein kleines 30l Garnelenbecken einzurichten.
    Dazu habe ich einen Dennerle Nanocube der die neue hübsche LED-Beleuchtung bekommen soll. Eingerichtet werden soll es so, dass es schlicht bleibt, aber in den Westerwald passt. Ich dachte an Basalt (hab mich noch nicht erkundigt, ob der geeignet ist) oder Schiefer und dazu nur wenige verschiedene Pflanzen.
    Ich hab mich total in die gelbäugigen schwarzen Caridinas verliebt und würde die am liebsten einsetzen. Jetzt stellt sich für mich die Frage nach dem passenden Grund. Die Steine werden ja so oder so recht dunkel, also bräuchte ich einen hellen Grund der die Garnelen schön zur Geltung bringt.
    Habt ihr Ideen wie man das Becken gestalten könnte?

    Ach und ich dachte daran Geweihschnecken einzusetzen, allerdings nerven mich die vielen Eier an allen härteren Objekten
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  3. TheYeti
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    TheYeti Moderations-Yeti Moderator

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    TheYeti 16 Februar 2020
    Hallo,

    Westerwald, ja? Na hoffentlich frieren sich die Shrimps da nix ab. Immer wenn ich nach Rennerod komme ist es da ziemlich frisch. Oft liegt auch dieses weisse Zeug, wie nennt man das doch gleich? Ah ja, Schnee, herum.

    Aber jetzt mal zurück zum Thema:

    Basalt geht ohne Probleme, der ändert die Wasserwerte nicht, wenn man nicht gerade Steine nimmt, wo sichtbar irgendwelche Einschlüsse drin sind. Bei Schiefer wäre ich vorsichtig: Je nach Sorte kann das auch Ölschiefer sein, der ist dann ungeeignet. Für Dächer ist der ja ganz ok, aber wenn man hinterher bunte Schlieren auf der Wasseroberfläche des Aquariums hat, und es nach Öltanker riecht, ist das natürlich nix.
    Wenn es Caridina sein sollen, stellt sich die Frage nach dem passenden Wasser, denn der Westerwald ist ja nicht gerade für kuschelweiches Wasser bekannt. Durch die Mineralien schmeckt es, wie ich finde, sehr gut, ist aber nun wirklich kein Bienenwasser.
    Wenn man Caridinas halten will, ist ein Soil ganz nützlich. Hier gibt es ja von ADA auch braune oder rötliche Sorten (Africana oder Malaya). Alternativ auch noch den JBL in Beige. Allerdings bin ich mit dem JBL Brown Soil nicht wirklich zufrieden. Irgendwie stehen die Shrimps da nicht gut drauf. Mit Environment oder auch Fluval Stratum hatte ich da deutlich glücklichere Garnelen.

    Man kann die Shrimps aber auch dadurch sichtbar machen, dass man entsprechend bepflanzt und vielleicht noch ein wenig Holz ins Becken packt. Bei einem 30er Cube würde ich sowieso über Wurzeln mit Moos nachdenken, die von unten nach oben durch Becken verlaufen, um die größere Beckenhöhe nutzbar zu machen. Bleibt man im Cube am Boden zweidimensional haben die Shrimps reichlich ungenutztes Wasser über dem Kopf. Moorkienäste, V2A-Schrauben und ein paar Saugnäpfe bieten da einiges an Möglichkeiten.

    VG vom Himalaya

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  4. Orly
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    Orly 16 Februar 2020
    Hallo Yeti!

    Vielen Dank für deine super ausführliche Antwort!

    Tja...im Westerwald weht der Wind so kalt Momentan ist aber nichts mit Kälte, dafür ist’s aber genauso windig wie man es unserem Fleckchen nachsagt.
    Rennerod ist nicht weit, wir kommen aus dem oberen Westerwald.
    Unser Wasser sollte aber eigentlich für Bienen geeignet sein. Gesamthärte 6,5-7 und pH etwa 7,6. Falls sich das aber im eingefahrenen Becken als nicht stabil erweisen, komme ich auch an Osmosewasser ran. Hatte vorher immer Neocaridinas und die sind ja nicht so anspruchsvoll, würde für die Bienen aber selbstverständlich auf perfekte Bedingungen pochen.

    Dann wird es wohl Basalt. Ich schau mal nach schönen kleinen Blöcken durch die man bisschen Höhe schaffen kann. Äste sind für mich selbstverständlich, da sie die von dir genannten Vorzüge haben und meine Garnelen auch immer fröhlich dran geknabbert haben. Bezüglich den Soils werde ich mich morgen mal informieren, rötliches würde mir sicherlich gut gefallen.

    LG
    Orly
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  5. Orly
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    Orly 24 Februar 2020
    Hallo ihr Lieben,
    ich plane nun etwas konkreter, damit endlich das Becken fürs Einfahren bereit gemacht wird.

    Habe euch mal zwei grobe Planungsskizzen angehängt. Zum einen eine Draufsicht des 30l Nanocubes (Dennerle) zum anderen die Frontansicht.
    Ich stelle mir vor, dass ich im Hintergrund verschieden hohen Basalt auftürme, der sich auch als Höhle eignet. Ich werde mal schauen, wie die Steine beschaffen sind an die ich rankomme und danach überleben, ob es nötig sein wird sie ggf. mit Aquariensilikon zu verkleben. Vielleicht finde ich auch ein paar sehr eckige Steine die auf natürlichem Weg schon stabile Höhlen bilden. Ein schönes Moorkienwurzelwerk soll sich durch das Becken bis recht weit nach oben ziehen und die Möglichkeit bieten Moos anzubinden. Mit Soil möchte ich ja arbeiten, um stabile Wasserwerte zu bekommen und dieses soll mit Perlkraut bedeckt werden. Brauche also gar kein farbigen Soil. In der Ecke auf dem Basalt gäbe es die Möglichkeit eine Anubia festzubinden. Entgegen vieler Meinungen im Internet hatte ich noch nie Probleme mit dieser Pflanze. Lasse mich aber dennoch gerne belehren, falls mir jemand die Hintergründe plausibel erklären kann.

    Als Filter habe ich bisher immer den Eckfilter von Dennerle verwendet, indem ein Filterkorb mit Biogranulat ist. Aufgrund der Größe hat mir das bisher am besten gefallen. Bodenfilter finde ich zwar auch total gut, aber ich habe ungern die eigentliche Pumpe außerhalb des Beckens, da ich sie hinter dem Schrank auf dem Boden platzieren müsste. Meine Schwester hat dadurch ständig hörbare Vibrationen gehabt und das finde ich ziemlich nervig.

    Seltsamerweise haben momentan viele Shops weder Bienensoil, noch für mich relevante Bienen. Finde ich wirklich komisch, aber vielleicht ist das Angebot bald wieder größer, wenn dann mein Becken eingefahren ist.

    Die Werte aus der Leitung sind auch recht vielversprechend. Hatte ich jetzt mal gemessen. GH ca. 6° , KH 3°, pH 6,6
    Damit kann ich definitv etwas anfangen und werde keine großen Schwierigkeiten bekommen ein stabiles Becken zu bekommen.

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  6. TheYeti
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    TheYeti Moderations-Yeti Moderator

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    TheYeti 24 Februar 2020
    Hallo,

    hier sehe ich ein paar Punkte in der Planung, die sich später ungünstig auswirken können bzw. mit ziemlicher Sicherheit werden.

    Ich handle das einfach mal Punkt für Punkt ab:

    1.

    Nach meiner Erfahrung interessieren sich die Tiere nur relativ für Höhlen und Röhren. Klar, sind welche da, dann krabbeln sie da auch mal durch oder drin herum. Allerdings scheint das kein "Must-have" zu sein, da die Verweilauer in den Röhren immer sehr kurz war. Bei meinen Tieren konnte ich immer beobachten, dass sie nach 4-6 Wochen kein ausgeprägtes Bedürfnis mehr hatten sich zu verstecken. Das ist eher am Anfang so, wenn sie noch darüber nachdenken, ob es im neuen Umfeld gefährliche Fressfeinde gibt. Haben die erstmal spitz gekriegt, dass alles sicher ist, wuseln die auch überall öffentlich herum.
    Für ein Nickerchen hängen sie gerne im Schatten unter Blättern oder Ästen. Es hat eben auch Vorteile, wenn man sich überall festhalten und kann und auch dauerhafter Kopfstand kein Problem darstellt.

    Von daher würde ich mir eher schöne Steine suchen, die gut aussehen und dem Becken einen natürlichen Touch geben, anstatt für eine nicht zwingend erforderliche Höhle "Pflasterstein-Kubismus" zu betreiben.

    2.

    Die beiden o.g. Zitate schließen einander per se aus: Der Soil wird immer versuchen die KH komplett aus dem Wasser zu ziehen. Bei jedem 50% WW fährt die KH dann Fahrstuhl auf 1,5°, und nimmt in den nächsten Stunden wieder ab, weil der Soil die KH wegfängt.
    1,5° KH würde ich Bienengarnelen nach langsamer und länger dauernder Umgewöhnung noch zumuten, das können sie ab. Aber ein permanentes hin und her mögen sie gar nicht.
    Abgesehen davon verbraucht sich der Soil auf diesem Wege schneller und wird wahrscheinlich auch deutlich früher zum passiven Bodengrund mutieren. Wie schnell das passiert kann man nur schätzen, aber ich denke viel länger als 1 Jahr wird es auf keinen Fall dauern.
    In meinen Augen keine wirkliche Option.

    3.

    Die Giftigkeit der Anubia ist ein modernes (Garnelen)Märchen. Wahrscheinlich ist es so entstanden, dass jemand seine Shrimps gehimmelt hat und am Ende blieben nur noch die Anubia als Schuldige übrig, weil ein Haltungsfehler ja ganz ausgeschlossen war.
    Die Logemänner haben das mal ausprobiert und eine Anubia durch den Mixer geschoben, um den Brei dann in ein kleines Testbecken zu geben. Dabei ist aber wohl überhaupt nix passiert. Ich meine da gäbe es in unserem Nachbarforum auch einen Thread drüber, aber da möchte ich mich festlegen. Ist ja schon genug Zeugs hier den Überblick zu behalten.

    4.

    Das ist so nicht richtig: Man kann einen Bodenfilter auch problemlos mit einem Pumpenkopf betreiben. Z.B. der Motorkopf des Aquael PAT-Mini passt bündig auf das Steigrohr des Aquael und des Resun BoFis . Im Zweifel taucht man das Rohr kurz in gut warmes Wasser, damit das Plastik etwas geschmeidiger wird und nicht reisst, dann geht das ganz easy.
    Sogar mit dem Dennerle Nanofilter kriegt man den BoFi betrieben, allerdings muss man dann die Abdeckplatte des Laufradgehäuses mit Epoxi-2K-Kleber an das BoFi-Steigrohr kleben, weil der Nanofilter natürlich keinen passenden Überwurf für ein Steigrohr hat.

    5.

    Ähm, es gibt jede Menge geeignete Soils am Markt. Ich sehe da keinen Versorgungsengpass. Meine Empfehlung wäre hier der Environment Soil. Der funktioniert recht gut. Auch sind die Kügelchen nicht so gleichmäßig rund und glatt wie beim Fluval Stratum (obwohl das ein toller, schwarzer Soil ist), dass jede Deko binnen 3 Wochen wie im Treibsand einsinkt und sich aufgeschüttete Erhöhungen nivellieren. Das Zeug ist leider zu glatt und verzahnt sich daher nicht genug ineinander.
    Wenn es kein Bodenfilter werden soll, würde ich den Environment Soil Powder nehmen. Ein 4L Beutel ist auch genug für die 30x30cm Grundfläche des Cubes.


    6.

    Wenn wir hier von Cuba-Perlkraut reden, so wird das eine anspruchsvolle Aufgabe. Der Cube ist 35cm hoch, d.h. bis zum Boden hat das Licht einen weiten Weg vor sich. Da braucht man also reichlich Licht. Die Dennerle Kompaktleuchtstoffröhre (gibt's die eigentlich noch zu kaufen?) packt das auf keinen Fall. Auch die gängigen Nano-Leds sind hier überfordert.
    Abgesehen davon ist HCC ein anspruchsvoller Aquarienbewohner: Neben ausreichend Nitrat und Phosphat ist auch CO2 wichtig, wenn das ordentlich wachsen soll. Auch muss man es regelmäßig trimmen, denn wenn es in die Höhe wächst, lösen sich die unteren Schichten wegen Lichtmangel sonst vom Bodengrund und das komplette Polster schwimmt auf.
    Mit zu schwacher Beleuchtung neigt es auch zum ausgeprägten Vergeilen, und sieht den gewünschten, kompakten und satt grünen Polstern nicht so richtig ähnlich.

    Zusammengefasst:
    a) kräftige Lampe erforderlich
    b) aktives Düngen nötig
    c) CO2 sehr wünschenswert
    d) regelmäßiges Gärtnern


    Wenn man das alles so machen möchte, ist HCC toll. Will man eher wenig Aufwand betreiben, dann nicht. Würde man auf Zwergnadelsimse (Eleocharis pavula / pusilla) ausweichen, käme man um das intensive Gärtnern herum. Beim CO2 kann man versuchen den Weg über eine Bio-Anlage zu gehen. Licht und Düngung bleiben aber ein Thema, auch wenn die Zwergnadelsimse da bescheidener sind als HCC.

    Noch ein kleiner Hinweis bzgl. der Bees: Egal, was die Leute schreiben, Bees auf Leitungswasser geht auf die Dauer nicht gut aus. Ich kann gar nicht mehr sagen, wie viele Threads es hier schon gab, bei denen euphorisch begonnen wurde Bees in Leitungswasser zu halten, und plötzlich wurde es im Thread dann ganz,ganz still.

    VG vom Himalaya
  7. Orly
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    Orly 11 März 2020
    Hallo ihr Liebe , hallo Yeti!
    Das Becken läuft jetzt seit dem 26.02. Die Bepflanzung besteht aus Zwerg-Nadelbinse, Anubia und Pfeilkraut.
    Hab Environment Soil, nutze Osmosewasser aufgesalzen mit BeeShrimp Mineral GH+ und bisher wächst alles stetig. Hatte aber noch nicht mal im Ansatz einen Nitrit-Peak.
    Mein eigentliches Problem ist aber, dass der pH-Wert auf 5,5 liegt und einfach nicht höher kommt.
    Liegt das am Soil? Muss ich einfach nur weiter abwarten? Sollte ich minimal auch mit KH aufsalzen?
  8. TheYeti
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    TheYeti Moderations-Yeti Moderator

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    TheYeti 12 März 2020
    Hallo,

    warum willst du den Soil mit zusätzlicher KH früher verbrauchen? Das Soil am Anfang im pH-Wert mal etwas tiefer gehen kann, ist absolut normal. Was soll kaputt gehen? Oder frisst sich dass Wasser schon durch die Bodenscheibe und den Unterschrank?:hehe:

    Hier hilft einfach warten und es spricht nichts dagegen, das Wechselwasser einfach ein wenig höher aufzusalzen. Die 200µS/cm sind sowieso eher am unteren Ende der Skala zu sehen. Im Betrieb haben sich bei mir 300µS sehr gut bewährt.
    Während der Einlaufphase kann man auch ruhig mal auf 450µS gehen, das kann helfen den Soil etwas zu zähmen.

    Der einzige Nachteil ist nur, dass der niedrige pH es den Bakterein erschwert das Becken zu besiedeln. Dadurch wird die Einlaufphase verlängert und man muss mehr Geduld mitbringen. 6 Wochen Einfahren dürfen es dann schon sein. Wenn der pH später zunächst noch knapp unter 6 liegt, vielleicht so 5,8, kann man auch problemlos besetzen: Die Tiere schön langsam über 2-3 Stunden eingewöhnen, bevor sie ins Becken dürfen, und dann geht das. Den Tieren macht das weniger aus, als den Händen ihres Besitzers, denn der niedrige pH trocknet die Haut schon gut aus bzw. zwickt ein wenig, wenn man rissige Stellen oder kleine Verletzungen der Haut an den Händen hat.


    VG vom Himalaya
    Yeti

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