Get your Shrimp here

Meine neue Pfütze

Kann man aufgrund der Bilder meine Garnelen als Orange Sakura oder eher als Orange Fire (Neon?) identifizieren?
Vergleich doch mal mit den Bildern aus dem Link zu den Grades, den ich oben gepostet habe.

Ich persönlich (wie gesagt, Bauchgefühl, kein Züchter) würde neben "Deckfarbe" auf die Beine achten. Und die Farbe der Jungtiere. Bei meinen Red Sakura sind die Babys relativ schnell rot, im Wildwuchs mit einem alten Red Fire Stamm drin deutlich später.

Auf jeden Fall hast du sehr hübsche Tiere. Ich mag Orange mit Rot gerne und hoffe immer, dass sich das mal im Wildwuchs durchmendelt. :)
 
An dieser Stelle möchte ich mich gerne für die Beiträge von Barbara, Luca, Winni und Hans bedanken! :thumbup:

Auch wenn es teils etwas chaotisch und wild bis verwirrend geworden ist, hat es mir mit dem ganzen Farbgedöns etwas Durchblick verschafft, wodurch ich meine eigenen Tiere tatsächlich mit anderen Augen sehen gelernt habe. Auch Argusaugen müssen mal auf Schulung. Ziel erreicht. ;)

Meine Neos sind innerhalb eines Tages für mich noch viel hübscher geworden.
Ich mag die Mischung aus orange mit rot sehr. Habe am Nachmittag sogar Orangenmarmelade (mit Zitrone und Ingwer) gekocht. Meine ganz persönliche Lieblingsfarbenparty. :hehe:

Vergleich doch mal mit den Bildern aus dem Link zu den Grades, den ich oben gepostet
Danke für die Erinnerung. Den Link hatte ich glatt übersehen.

Gucke ich mir die deckend gefärbten Weibchen mit den nicht ganz durchgefärbten Beinen an, müsste es sich demnach um Low-Grade bzw. Grade S Orange Sakuras handeln.

Werden die Männchen eigentlich auch in die Bewertung genommen?
 
Noch eine Story zu diesem Weibchen:
20230303_140021.jpg

Vor ungefähr 4 Wochen lag sie regungslos in einer schlecht erreichbaren dunklen Ecke hinter einem Stein. Also habe ich mir eine gekrümmte Pinzette genommen und konnte sie damit berühren, worauf sie sich bewegte und sich das Dilemma, in dem sie sprichwörtlich steckte, offenbart hat. Die Häutung verlief nicht wie vorgesehen. Vorsichtig zog ich mit der Pinzette an einem abstehenden Stück Exuvie. Großer Fehler in dieser Lage! Madame zuckte heftig, worauf ich mich leicht erschrocken habe und just in dem Moment mit der Pinzettenspitze gegen die Scheibe kam, als sich die Dame, immer noch in ihrer alten Haut steckend, zwischen Pinzette und Scheibe geschmissen hat. :nono:

Operation gelungen, Patient tot. Dachte ich. Die Pinzettenspitze rammte sich seitlich unter den Carapax, bog ihn auf und verletzte die Dame offensichtlich schwer. Erst schoss sie noch quer durchs Becken. Sichtlich entkräftet humpelte sie dann mit starker Schlagseite über den Kies. Die linke Beinreihe bewegte sich fast nicht mehr, wurde praktisch nur noch mitgeschliffen. Der alten Haut entledigt, zeigte sich schnell ein weiteres Problem. Das Rostrum war nach unten verbogen und alle Fühler hatten Biegungen. Ihr Körper fing demnach noch in der alten Exuvie an auszuhärten und musste sich den Widrigkeiten förmlich anpassen. Es dauerte nicht lange, bis sie die Nahrungsaufnahme wieder aufgenommen hatte, wodurch sich das nächste Dilemma zeigte. Ihre Fresswerkzeuge funktionierten nur langsam. Spätestens da habe ich nicht mehr an eine Heilung der multiplen Schäden geglaubt. Aber sie schleppte sich wacker und wackelnd durch die nächsten Tage.

Meine Zweifel waren: Kann sie noch ausreichend Nahrung aufnehmen? Ist sie derart ramponiert noch in der Lage, ihren Körper ausreichend zu pflegen? Wird die nächste Häutung, sofern sie noch so lange überleben sollte, zum endgültigen Todesstoß? Und überhaupt, sind die ganzen Schäden in Summe und über die Zeit nicht unabwendbar lethal?

Garnelen müssen unglaublich zähe Biester sein! Eine Häutung später sieht man fast nichts mehr von den Schäden. Alle Beine sind nahezu uneingeschränkt beweglich. Sie "piddelt" wieder mit den anderen Tieren um die Wette. Das Rostrum ist kerzengerade. Nur an den Fühlern ist noch eine leichte Krümmung sichtbar. Und Madame ist über die Zeit zu meiner Lieblingsgarnele avanciert. HAPPY END. :hurray:
 
Feststeht nur das man aus Redfire keine Sakura selektieren kann, auch nach 100 Jahren nicht.
Lt. dem neuen Handbuch vom Dähneverlag sind die Sakuras aus Redfire/Redcherry gezüchtet. :?:
 
Das sagen so ziemlich alle mir bekannten Quellen in Bezug auf RED Sakura - außer @cheraxfan :)
Nirgends habe ich behauptet das Sakura nicht von RedFire abstammen. Meine Aussage war immer die, "theoretisch muss es einen Erbfaktor Sakura geben, denn man kann RedFire selektieren bis man schwarz wird und erhält doch keine Sakura", wer da raus liest das Sakura nicht von RedFire abstammen sollen, dichtet es hinein. Ohne die Mutation Sakura, die durchaus bei RedFire entstanden sein kann, bekommt man keine Sakura, das ist meine Aussage. Noch dazu bezog sich das auf einen Selektionsvorgang in der Zeit vor 2010, den nicht nur ich betrieben habe, es ist sehr lange her, heutige Neos sind so vermischt da ist alles möglich.
 
Hallo Hans,
hallo Euch,
dann muss ich noch mal nachsehen, ob da steht gezüchtet, mutiert oder hervor gegangen. Will ja niemandem etwas antun.
Auf alle Fälle sind wir vorbereitet, dass bei den N.davidis die Karten evtl. neu gemischt werden.
 
Im von Barbara genannten Buch aus 2020 von Requena, Klotz und Martin ist man sich über die Herkunft von Orange Sakura nicht ganz klar. Vermutlich aus Red Fire. Allerdings beinhaltet mein Stamm auch gelbe Garnelen. Ein Weibchen direkt vom Züchter und mindestens ein bei mir geschlüpftes Jungtier von einem orangen Weibchen. Ich gehe bei der Gelben direkt vom Züchter daher nicht mehr von einer dazugemogelten Garnele aus. Unbekannt ist lt. Buch die Herkunft der Gelben. Sind Gelbe vielleicht aus den Orange entstanden?
 
Naja, das Buch ist von 2020. Alles, was da an wissenschaftlichen Ergebnissen drin steht, also schon ein paar Jahre alt. Also, nichts gegen den Dähne-Verlag. Meine Neo-Welt wird davon heute eher nicht auf den Kopf gestellt. :)

Dass es für die Farben nicht jeweils DAS Gen geben wird, konnte ich sogar schon in meinem Wildwuchs beobachten. Der bestand ursprünglich aus Red Fire und quasi zugewanderten "Algengarnelen". Und hier sind schon von alleine hellgelbe und hellquietschgrüne Wildfarbene gefallen (hellorange hätte ich vermutlich schlicht nicht wahrgenommen, sollte es sie gegeben haben), die natürlich überhaupt nicht deckend gefärbt waren oder so. Aber Farbtupfer rein brachten. Auch die erste Rili ist gefallen, bevor Blue Jelly eingezogen sind.

Das ist schon eine ziemlich coole Geschichte, was die Arbeit der Züchter für mich umso beeindruckender macht.

Wenn ich mich in englischsprachigen Foren umschaue, dann wird auch da immer über die drei Linien gelb / rot / braun gesprochen. Final belegt ist das meines Wissens nicht, es scheint aber eine gewisse Menge Alltagsbeobachtungen / Erfahrungswerte "dafür" zu geben, die ich einfach als Grundlage für meine persönliche Annäherung an das Thema nutze.
Am Ende ist es eh ein großes, fantastisches Kuddelmuddel. Ich werfe mal einen Artikel aus 2022 in die Runde, der sich in die Genetik vortastet und was alles auf die Farben einwirken könnte. Natürlich nur als Start /Teaser gedacht, das ist ja nicht erschöpfend.
 
Buch aus 2020 von Requena, Klotz und Martin
Hi,
wenn Werner KLotz beteiligt war, sind die Arten, was morphologische Unterschiede, betrifft sauber bearbeitet. Was heutzutage immer mehr in Erscheinung tritt, ist das bei morpholigischer Nichtverschiedenheit, trotzdem ein genetischer Unterschied besteht, der eine eigene Art rechtfertigt. Imho braucht man dazu die Kern-DNA, die Mitochondrien-DNA alleine dürfte nicht reichen.
 
Haben sie denn einen genetischen Abgleich gemacht?
Es wurde bei einzelnen Arten darauf hingewiesen, dass ein Abgleich so manche Überraschung ans Licht bringen dürfte. Ich muss aber auch dazu sagen, noch nicht das komplette Buch gelesen zu haben.

Die Dualität der Ereignisse ist lustig. Als Barbara sich gestern in einem anderen Thread auf ihr neues Buch bezogen hatte, war ich noch nicht lange vom Buchhändler zurück (Sonntag bestellt). :cool2:
 
Es wurde bei einzelnen Arten darauf hingewiesen, dass ein Abgleich so manche Überraschung ans Licht bringen dürfte.
Das ist sicher. Als die großen Importe zwischen 2000 und 2004 nach Deutschland gelangten, hatte ich Zugang zu solchen Importen aber leider Null Ahnung. Gerade was da so alles als Rückenstrichgarnele, eine hieß glaube ich Aprikosengarnele wegen orangenen Zysten, Algengarnele und anderen Namen so gehandelt wurde, sollte alles Neocaridina davidi (damals Neocaridina heteromorpha) gewesen sein?
 
Hi Luca,
Naja, das Buch ist von 2020. Alles, was da an wissenschaftlichen Ergebnissen drin steht, also schon ein paar Jahre alt.
Alt?
Die meisten anderen Bücher und Farbtafeln sind älter.
Wenn ich mich in englischsprachigen Foren umschaue, dann wird auch da immer über die drei Linien gelb / rot / braun gesprochen. Final belegt ist das meines Wissens nicht, es scheint aber eine gewisse Menge Alltagsbeobachtungen / Erfahrungswerte "dafür" zu geben,
Und wie alt ist die Linienfestlegung (Farbtafelnerstellung nicht nur von wo anders übernommen) auf die sich diese Leute beziehen?

Im neuen Buch wird die Schoko- und die Blacklinie getrennt betrachtet, auch unter der Berücksichtigung das schon alles vermischt ist.
 
Alt?
Die meisten anderen Bücher und Farbtafeln sind älter.
Meine Aussage "ein paar Jahre alt" bezog sich darauf, dass basierend auf deiner Lektüre dieses Buches wir uns darauf vorbereiten können "dass bei den N.davidis die Karten evtl. neu gemischt werden"
Ich kann natürlich nicht vorhersehen, was in der Zukunft passiert (Naturwissenschaft lebt von neuen Erkenntnissen und Veränderungen), aber mein Eintritt in die Aquaristikwelt ist so alt wie das Buch. Und seitdem wurde für mich noch nichts neu gemischt, obwohl ich versuche mir einen halbwegs aktuellen Überblick zu verschaffen (ich bin naiv gestartet und will nicht naiv bleiben).

@Hazweio
Es wurde bei einzelnen Arten darauf hingewiesen, dass ein Abgleich so manche Überraschung ans Licht bringen dürfte
Ich kenne das Buch nicht, darum nur für mein Verständnis nachgefragt, wie das Buch den Begriff benutzt:
"Arten" = Caridina versus Neocaridina (das wäre Gattung)
"Arten" = Neocaridina davidii versus palmata (passt)
"Arten" = Neos in rot und blau (das wären Morphe / Formen - also gleiche Art, schaut unterschiedlich aus)
?
 
Meine Aussage "ein paar Jahre alt" bezog sich darauf, dass basierend auf deiner Lektüre dieses Buches wir uns darauf vorbereiten können "dass bei den N.davidis die Karten evtl. neu gemischt werden" . ...
..., aber mein Eintritt in die Aquaristikwelt ist so alt wie das Buch. Und seitdem wurde für mich noch nichts neu gemischt, obwohl ich versuche mir einen halbwegs aktuellen Überblick zu verschaffen (ich bin naiv gestartet und will nicht naiv bleiben).
Hi Luca,
nichts für ungut. Da ist aquaristisch gesehen zwischen uns ein Generationenunterschied. Mein erstes Aquarienbuch bekam ich in den 80ern, unseren ersten Gartenteich hatten wir in den 60ern und meine Garnelenbücher sind von 2008, 2009, 2011, 2014, 2017. Und so lange nichts dingfest ist werde ich auch gern weiter die Farbtafeln betrachten. Bei Linien mit Besonderheiten aber daran denken: "Na, vielleicht seid ihr ja richtige Neo-Mischer". :cool:
 
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