wklotz
GF-Mitglied
Hallo Rene!
Stephan hat schon richtig geschrieben, dass diese Fragen noch nicht mit Sicherheit beantwortet werden können.
Was kann ich inzwischen als update zu den Tieren liefern?
Nach detaillierter Untersuchung einiger weniger Tiere liegen die Tiere sehr nahe bei P. palawanensis, jener Art, welche bisher nur aus einem unterirdischen Gewässer in einer ins Meer mündenden Höhle auf den Pilippinen bekannt war. Der Fundort dieser Tiere lag einige Meter hinter dem Eingang der Höhle, aber in rel. reinem Süwasser. Lt. Angaben der Wissenschaftler wird bei Flut aber das Meerwasser bis fast 4 km ins Innere der Höhle gedrückt, das Habitat wird deshalb als anchialin, also wechselnd salz- und süwasserführend beschrieben. Von den bisher bekannten Exemplaren (nur 4 Tiere!) dieser Art unterscheidne sich die Purple Zebras nach meinen Messungen nur in der Rostrumlänge. Andreas Karge habe ich auch einige dieser Tiere gegeben, ich denke wenn er seine Messungen gemacht hat, wird er seine Meinung hier sicher auch kundtun.
Weiters habe ich inzwischen mit 2 Wissenschaftlern Kontakt aufgenommen:
Prof. Sammy De Grave im Zoologischen Museum in Oxford. Er möchte ein oder mehrere der Exemplare, die ich von Christian bekommen habe phylogenetisch untersuchen und Dr. Artur Anker vom Smithsonian Institute in Panama, er ist zur Zeit weltweit der einzige Taxonom, der sich intensiv mit dieser Gattung beschäftigt, wird einige der Tiere zur morphologischen Untersuchung bekommen. Von ihm ist eine definitive Aussage, ob es sich hier um P. palawanensis oder um eine neue Art handelt zu erwarten. Das wird aber natürlich einige Zeit dauern. Arthur ist aber der Meinung, dass es sich bei P. palawanensis um eine reine Höhlenart handelt, welche kaum eine solch kräftige Körperfärbung zeigen würde.
Ökologisch meint er, (falls die Angaben des indonesischen Exporteurs stimmen sollten!, meine Anmerkung) würden die P.Z. der von mir weiter oben andiskutierten P. amnicus oder der aus Sri Lanka (auch nur anhand eines einzelnen Exemplars!) bekannten P. galle nahe stehen. Von unseren Tieren unterscheidet sich P. amnicus aber durch eine deutlich größere Eigröße (und dadurch höchst wahrscheinlich direkten Entwicklungstyp, meine pers. Anm.). Bei der Eigröße der Purple Zebra gehe ich von einer Entwicklung mit einigen wenigen planktonischen Zoea Larven in Brackwasser aus.
Ich habe am Wochenende ein paar lebende Exemplare dieser Art zum Fotografieren bekommen, die jetzt in einem geheizten Becken mit leichtem Brackwasser leben.
Die Tiere sind tagsüber nicht zu beobachten, da sie sich sehr versteckt halten, nachts sind sie aber munter im Becken unterwegs und haben sich auch bereits erfolgreich gehäutet.
Von den 2-3 Personen, welche mir bekannt sind, dass sie (seit kurzem) solche Tiere im Brackwasser halten, sind mir bisher auch keine Ausfälle gemeldet worden.
mfg
Werner
Stephan hat schon richtig geschrieben, dass diese Fragen noch nicht mit Sicherheit beantwortet werden können.
Was kann ich inzwischen als update zu den Tieren liefern?
Nach detaillierter Untersuchung einiger weniger Tiere liegen die Tiere sehr nahe bei P. palawanensis, jener Art, welche bisher nur aus einem unterirdischen Gewässer in einer ins Meer mündenden Höhle auf den Pilippinen bekannt war. Der Fundort dieser Tiere lag einige Meter hinter dem Eingang der Höhle, aber in rel. reinem Süwasser. Lt. Angaben der Wissenschaftler wird bei Flut aber das Meerwasser bis fast 4 km ins Innere der Höhle gedrückt, das Habitat wird deshalb als anchialin, also wechselnd salz- und süwasserführend beschrieben. Von den bisher bekannten Exemplaren (nur 4 Tiere!) dieser Art unterscheidne sich die Purple Zebras nach meinen Messungen nur in der Rostrumlänge. Andreas Karge habe ich auch einige dieser Tiere gegeben, ich denke wenn er seine Messungen gemacht hat, wird er seine Meinung hier sicher auch kundtun.
Weiters habe ich inzwischen mit 2 Wissenschaftlern Kontakt aufgenommen:
Prof. Sammy De Grave im Zoologischen Museum in Oxford. Er möchte ein oder mehrere der Exemplare, die ich von Christian bekommen habe phylogenetisch untersuchen und Dr. Artur Anker vom Smithsonian Institute in Panama, er ist zur Zeit weltweit der einzige Taxonom, der sich intensiv mit dieser Gattung beschäftigt, wird einige der Tiere zur morphologischen Untersuchung bekommen. Von ihm ist eine definitive Aussage, ob es sich hier um P. palawanensis oder um eine neue Art handelt zu erwarten. Das wird aber natürlich einige Zeit dauern. Arthur ist aber der Meinung, dass es sich bei P. palawanensis um eine reine Höhlenart handelt, welche kaum eine solch kräftige Körperfärbung zeigen würde.
Ökologisch meint er, (falls die Angaben des indonesischen Exporteurs stimmen sollten!, meine Anmerkung) würden die P.Z. der von mir weiter oben andiskutierten P. amnicus oder der aus Sri Lanka (auch nur anhand eines einzelnen Exemplars!) bekannten P. galle nahe stehen. Von unseren Tieren unterscheidet sich P. amnicus aber durch eine deutlich größere Eigröße (und dadurch höchst wahrscheinlich direkten Entwicklungstyp, meine pers. Anm.). Bei der Eigröße der Purple Zebra gehe ich von einer Entwicklung mit einigen wenigen planktonischen Zoea Larven in Brackwasser aus.
Ich habe am Wochenende ein paar lebende Exemplare dieser Art zum Fotografieren bekommen, die jetzt in einem geheizten Becken mit leichtem Brackwasser leben.
Die Tiere sind tagsüber nicht zu beobachten, da sie sich sehr versteckt halten, nachts sind sie aber munter im Becken unterwegs und haben sich auch bereits erfolgreich gehäutet.
Von den 2-3 Personen, welche mir bekannt sind, dass sie (seit kurzem) solche Tiere im Brackwasser halten, sind mir bisher auch keine Ausfälle gemeldet worden.
mfg
Werner
