Nitratfilter sind hervorragend, aber sie schwächen auf lange Sicht die gesamte Klärwirkung des Filters. Man wird also immer abhängiger.
Normalerweise ist der Nitratgehalt im Trinkwasser so gering, dass er nach ein paar Durchläufen vollständig abgebaut ist. Um dies zu erreichen, sollte man allerdings keinen "harten" Wasserwechsel machen. So 30% Austausch ist OK, dann ist immer noch genug Kohelnstoff für die Deni vorhanden.
Entgegen der allgemeinen Meinung ist der aerobe Abbau von Schadstoffen meist unvollständig. Erst durch die unterschiedlichen Milieuzonen eines Biofilms kommt es zur Ausbildung von Spezailisten, die Liegengebliebenes mineralisieren. Je breiter der Biofilm aufgestellt ist, desto sauberer wird das Wasser. Dem Biofilm das Nitrat zu entziehen führt zu einer Einengung. Dann hat man zwar nitratfreies Wasser, aber andere Stoffe reichern sich an. Da die meist nicht gemessen werden, enden solche Nährstoffe dann meist in Infektionen. Irgendwann ist eben ein Grenzwert erreicht, ab dem es sich für einen Opportunisten wieder "rechnet", sich zu vermehren.
Da aber, wie schon erwähnt, die eingetragene Nitratmenge gegenüber der generierten Nitratmenge durch den Besatz so gering ist, kann man das Frischwasser auch nitratfrei zugeben. Nur würde ich nie das Nitrat des Kreislaufwassers entfernen.