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Fadenalgen bekämpfen

ShrimpSphere

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Moin moin,

ich habe momentan in einem meiner Becken ein echtes Algenproblem. Ich vermute Fadenlagen,Bild kann ich leider momentan nicht anhängen aber bin mir da aber sehr sicher. Versuche es immer mal wieder abzudrehen aber die Algen sind extrem hartnäckig und kommen wieder.
Würdet ihr da mit einem Algenmittel ran?
Es befinden sich Neocaridina und Posthörner im Becken.
Interessant ist, dass das mit den Algen nach nem Umzug los ging. Hatte ja erstmal sehr weiches Leitungswasser und in der neuen Wohnung gh 10-12.
Habe es insgesamt 2 Monate sanft aufs neue Wasser umgestellt. Der Stamm hat sich zwar endlich wieder vermehrt(teilweise 30 Jungtiere obwohl nicht mal viele eier getragen wurden, also hohe Überlebensrate) aber nach und nach hat das ganze Becken mit Algen gewuchert.
Möchte diese nun in den Griff bekommen.
Welche Mittel gibts denn da? Oder habt ihr da andere Ideen.
Ist ein 45L Becken

Danke!:)
 
Als jemand, der immer wieder mit Fadenalgen zu kämpfen hat: Mittelchen helfen nicht bzw nur kurzfristig.
Viel sinnvoller ist es zu verstehen, warum Algen da sind. Die profitieren nämlich von Ungleichgewichten - zB zu viel / wenig Licht, ein Nährstoff zu viel, ein Nährstoff zu wenig, frisches Becken...

Es kann sein, dass die Algen von alleine wieder zurück gehen, wenn das Becken sich nach dem Umzug langsam wieder stabilisiert und die vorhandenen Pflanzen sich umgestellt haben. Trotzdem ist es gut, wenn du die Nährstoffe in deinem Becken kennst. Entweder, du hast Tests für min. Nitrat und Phosphat, ggf. auch Kalium (die drei Makro-Nährstoffe). Oder du kannst Mängel an den Pflanzen "lesen". Oder du besorgst die aktuellste Analyse deines Leitungswassers von entsprechenden Anbieter (bei meinen Stadtwerken gibt es die zum Download auf der Webseite).
Dann poste diese Werte plus Beleuchtungsdetails plus Wasserwechselstrategie. Bild vom Becken ist auch immer gut. Die Leute, die sich damit auskennen, können dann evtl Tipps geben. (Spoiler alert: Das bin nicht ich. Ich bin echt mies im Düngen und mein nährstoffreiches Leitungswasser macht es nicht einfacher).
 
Ich schliesse mich da spielkind7 grundsätzlich an. Ich würde persönlich kein Algenmittel mehr verwenden. Das bekämpft meist nur die Symptome und nicht die Ursache.

Bei Algen haben sich bei mir 2–4 Anthrazit-Napfschnecken (Neritina pulligera, auch Stahlhelmschnecken genannt) und Amanogarnelen deutlich besser bewährt. Gerade 2–3 Amanogarnelen können in einem 45-Liter-Becken schon einiges an Algen abweiden.

Noch wichtiger wäre aber, die Ursache zu finden. Nach dem Umzug haben sich die Wasserwerte verändert und möglicherweise ist dadurch ein Nährstoffungleichgewicht entstanden. Ich würde die Wasserwerte beobachten, die Düngung überprüfen und eventuell mehr schnellwachsende Pflanzen einsetzen, damit überschüssige Nährstoffe von den Pflanzen statt von den Algen genutzt werden.

Froschbiss wäre dafür beispielsweise eine gute Schwimmpflanze. Meine Garnelen lieben die Pflanze! Und abgestorbene oder gelb werdende Pflanzenteile im ganzen Aquarium regelmässig entfernen, damit sie das Wasser nicht unnötig belasten.

Das ist meiner Erfahrung nach langfristig deutlich effektiver, entspannter und auch günstiger als Algenmittel.

Nur so nebenbei: Weltweit schätzen Forscher die Gesamtzahl der Algenarten auf bis zu 500.000 oder mehr, wobei wissenschaftlich bisher etwa erst ca 80.000 Arten beschrieben wurden. Algen gehören grundsätzlich zum Ökosystem eines Aquariums dazu und sind nicht per se „schlecht“.

In der Praxis ist es deshalb sinnvoller, die Nährstoff- und Lichtverhältnisse zu optimieren, statt die Algen selbst direkt bekämpfen zu wollen, wenn man denn überhaupt wirklich weiss, welche man da eigentlich hat ;) LG aus der Schweiz
 
Bei Algen haben sich bei mir 2–4 Anthrazit-Napfschnecken (Neritina pulligera, auch Stahlhelmschnecken genannt) und Amanogarnelen deutlich besser bewährt. Gerade 2–3 Amanogarnelen können in einem 45-Liter-Becken schon einiges an Algen abweiden.
Die Schnecken werden bei den Fadenalgen nicht helfen - im Gegenteil, meine "Helmchen" lutschen die Fadenalgen gerne ab und rühren die Alge selbst nicht an. Und in einem halbwegs frischen Becken haben die eh nichts verloren. Ob 2 in 45l ist dann außerdem diskussionswürdig. 4 IMHO auf gar keinen Fall.
Und Amanogarnelen in 45l.... Ich wollte mal welche für 54l bzw. 70l. Davon wurde mir hier abgeraten, allein schon aufgrund der Kantenlänge. Und wenn ich mir anschaue, was diese Riesen in den 80l meiner Schwester veranstalten (u.a. auch mit dem Neo-Nachwuchs), stimme ich diesem Rat mittlerweile zu.
 
Ui danke für den Hinweis;) Das habe ich tatsächlich etwas ungeschickt geschrieben ich meinte da auch bei mir im Becken hat sich das bewährt (120L) und bei ihm würden nur Amanos 2 Stück als Algencrew schon reichen, die können auch wieder weiter wenn das ganze wieder stabil ist und würden aber alles schön abweiden. Als Unterstützung gedacht während er die Ursache löst. (Statt das Algenmittel)
Und 4 Helmchen im 45L würde ich auch nicht machen!! Soviel dazu ;) danke

Als Lösung für ihn war:

Wasserwerte beobachten,
die Düngung überprüfen und
eventuell mehr schnellwachsende Pflanzen einsetzen.
 
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