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Wasser

Ich würde in nächster Zeit häufige kleine Wasserwechsel (z.B. 1l pro Tag) mit reinem destillierten Wasser machen, bis der Leitwert im Becken bei 200-250 Mikrosiemens liegt.
Interessenfrage, weil ich von dem Thema ehrlich keine Ahnung habe:

Es klingt für mich in Post Nr. 7 so, dass jede Woche 20-30l mit destilliertem Wasser ohne Salz gewechselt werden (also etwa 1/3 bis 1/2 des Wassers jede Woche). Und das letzte Mal vor 4 Wochen (Post Nr 17) 40 Liter aufgesalzen gewechselt wurden - waren die Werte dann vor 4 Wochen so extrem, dass danach selbst die 3 x min. 30%igen WW mit dest. Wasser die Werte nicht runterbekommen konnten? Und was kann dann dafür sorgen, dass der PH in so kurzer Zeit von <6 auf 7 hoch geht?

(Wenn wir den gemessenen Werten der JBL App vertrauen und das als gegeben annehmen. Mein Leitwertmessgerät liegt noch in der Verpackung irgendwo rum, also keine Ahnung wie wahrscheinlich hier Messfehler sein können.)
 
Es klingt für mich in Post Nr. 7 so, dass jede Woche 20-30l mit destilliertem Wasser ohne Salz gewechselt werden

Er beschreibt, dass sich sein Leitwert von 400 (zu Beginn) auf 700-800 erhöht hat. Bei reinem Desti wäre er unter 50 gesunken - und die Tiere vermutlich tot umgekippt.

Und was kann dann dafür sorgen, dass der PH in so kurzer Zeit von <6 auf 7 hoch geht?
Das Austreiben des CO2 beim Wasserwechsel, Ph-Veränderungen im Tagesverlauf, Meßfehler der App, Reaktionen des Soil usw.

LG
Karin
 
Er beschreibt, dass sich sein Leitwert von 400 (zu Beginn) auf 700-800 erhöht hat. Bei reinem Desti wäre er unter 50 gesunken - und die Tiere vermutlich tot umgekippt.

Das Austreiben des CO2 beim Wasserwechsel, Ph-Veränderungen im Tagesverlauf, Meßfehler der App, Reaktionen des Soil usw.

LG
Karin
Ah, danke! Den Teil mit dem 700-800 habe ich schlicht nicht verstanden und es dadurch ignoriert. Sorry!
Dann habe ich die Wasserwechsel wohl auch falsch verstanden und sie waren mit aufgesalzenem Wasser und nicht reinem dest. Wasser.

Also immer wieder mit 400 Mikrosiemens gewechselt kann dann dazu führen, dass man bei 700-800 Mikrosiemens landet?

Ich fürchte, ich muss das Buch zu Wasserchemie auf dem Nachttisch tatsächlich auch mal lesen. Und ein paar Experimente starten, um das zu verstehen.... :arrgw:
 
Also immer wieder mit 400 Mikrosiemens gewechselt kann dann dazu führen, dass man bei 700-800 Mikrosiemens landet?
Wenn du immer Wasser mit 400 Mikrosiemens wechselst, die Verdunstung 100% korrekt auffüllst, nicht fütterst, nicht düngst, keine absterbenden oder wachsenden Pflanzen hast, die Tiere immer gleich groß bleiben und dasselbe ausscheiden würde der Leitwert bei 400 bleiben.

Verstehst du worauf ich hinaus möchte?

Bienensalz besteht aus Gesamthärtebildnern.
Die GH stellt den organisch relevanten Teil des "Salzhaushaltes" im Wasser dar.
Sie reichert sich durch alle "lebendigen" Prozesse im Becken an - bei krassem Übersatz und vielen Pflanzen könnte sie durch Verbrauch auch fallen.
In den meisten Becken steigt sie aber und wird so bei max. 50% Wasserwechseln immer höher, da die im Becken verbleibenden 50% eine höhere (angereicherte) Gh haben.

Das Problem hier dürfte aber hauptsächlich der Dosierlöffel gewesen sein. Bei 1,5g/10l machen kleinste Abweichungen schon große Unterschiede im Becken. Der Wert des Wechselwassers wird nicht stabil bei 400 gelegen haben - ganz im Gegenteil.

LG
Karin
 
Hi Luca,
klingt für mich in Post Nr. 7 so, dass jede Woche 20-30l mit destilliertem Wasser ohne Salz gewechselt werden (also etwa 1/3 bis 1/2 des Wassers jede Woche). Und das letzte Mal vor 4 Wochen (Post Nr 17) 40 Liter aufgesalzen gewechselt wurden
ich habe es genauso verstanden wie Du, hab bei dieser extreme Wasserchemie aber den Profis den Vortritt gelassen.
Werde mir die Posts 7 u. 17 zwecks Textverständnis nochmal reinziehen.
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Nachgelesen.
Es hätte heissen müssen: mit "aufbereitetem destiliertem Wasser".
 
Wenn du immer Wasser mit 400 Mikrosiemens wechselst, die Verdunstung 100% korrekt auffüllst, nicht fütterst, nicht düngst, keine absterbenden oder wachsenden Pflanzen hast, die Tiere immer gleich groß bleiben und dasselbe ausscheiden würde der Leitwert bei 400 bleiben.

Verstehst du worauf ich hinaus möchte?

Bienensalz besteht aus Gesamthärtebildnern.
Die GH stellt den organisch relevanten Teil des "Salzhaushaltes" im Wasser dar.
Sie reichert sich durch alle "lebendigen" Prozesse im Becken an - bei krassem Übersatz und vielen Pflanzen könnte sie durch Verbrauch auch fallen.
In den meisten Becken steigt sie aber und wird so bei max. 50% Wasserwechseln immer höher, da die im Becken verbleibenden 50% eine höhere (angereicherte) Gh haben.

Das Problem hier dürfte aber hauptsächlich der Dosierlöffel gewesen sein. Bei 1,5g/10l machen kleinste Abweichungen schon große Unterschiede im Becken. Der Wert des Wechselwassers wird nicht stabil bei 400 gelegen haben - ganz im Gegenteil.

LG
Karin
Das heißt wie mache ich es jetzt am besten.
 
Dein Salz abwiegen! Nicht auf gut Glück anmischen. Fertiges Wasser kontrollieren. Einige Male 80% WW machen, damit dein jetziger hoher Wert runter geht. Nachprüfen, wieviel Mikrosiemes du hast, mit destiliertem Wasser (oder unaufgesalzenen Osmosewasser) verdunstetes nachfüllen.
 
Also jetzt trotzdem mit Salz weiter machen dachte erst ohne nur destelirtem Wasser bis alles OK ist
 
Das heißt wie mache ich es jetzt am besten
Lass dich nicht irritieren, Björn!
Du bringst jetzt wie besprochen mit destilliertem Wasser den Leitwert deines Beckens auf 250 Mikrosiemens.

In Zukunft achtest du darauf, dass dein Wechselwasser auch 250 Mikrosiemens hat.

Danach testest du ab und an den Leitwert im Becken. Wenn der steigt, holst du ihn, wie jetzt auch, durch kleine (!) Wasserwechsel mit reinem destillierten Wasser wieder runter.

LG
Karin
Einige Male 80% WW machen, damit dein jetziger hoher Wert runter geht
Nein - auf keinen Fall große Wasserwechsel jetzt. Dazu ist der LW zu hoch, das schreddert die Tiere!!!
 
@Mintika,
Ich hatte vorhin keine Zeit, deshalb noch einmal in Ruhe:

Das große Wasserwechsel eine gute, hilfreiche Maßnahme sind gilt ausschließlich dann, wenn das Wechselwasser denselben Salzgehalt hat, wie das Beckenwasser.
Das ist hier absolut nicht der Fall!

Die meisten Süßwasserbewohner gleichen den Salzgehalt in ihrem Körper dem des umgebenden Mediums an (osmotischen Druckausgleich).

Die Tiere in Björns Becken sind über Wochen hinweg an einen hohen Mineralsalzgehalt gewöhnt worden.
Wenn man jetzt plötzlich den Salzgehalt drastisch senkt, werden sie versuchen, den hohen Salzgehalt in ihrem Körper an den plötzlich niedrigen Salzgehalt des Wassers anzugleichen.
Das tun sie, indem sie, je nach Ausgangslage, Wasser und Salze aufnehmen oder abgeben.
Die Zellmembranen sind nicht in der Lage, dass in kurzer Zeit in großen Mengen zu tun - sie platzen (Stichwort: Schockhäutung).

Deshalb bei deutlichen Veränderungen des Salzgehaltes niemals große Wasserwechsel.

LG
Karin
 
@Mintika,
Ich hatte vorhin keine Zeit, deshalb noch einmal in Ruhe:

Das große Wasserwechsel eine gute, hilfreiche Maßnahme sind gilt ausschließlich dann, wenn das Wechselwasser denselben Salzgehalt hat, wie das Beckenwasser.
Das ist hier absolut nicht der Fall!

Die meisten Süßwasserbewohner gleichen den Salzgehalt in ihrem Körper dem des umgebenden Mediums an (osmotischen Druckausgleich).

Die Tiere in Björns Becken sind über Wochen hinweg an einen hohen Mineralsalzgehalt gewöhnt worden.
Wenn man jetzt plötzlich den Salzgehalt drastisch senkt, werden sie versuchen, den hohen Salzgehalt in ihrem Körper an den plötzlich niedrigen Salzgehalt des Wassers anzugleichen.
Das tun sie, indem sie, je nach Ausgangslage, Wasser und Salze aufnehmen oder abgeben.
Die Zellmembranen sind nicht in der Lage, dass in kurzer Zeit in großen Mengen zu tun - sie platzen (Stichwort: Schockhäutung).

Deshalb bei deutlichen Veränderungen des Salzgehaltes niemals große Wasserwechsel.

OK also kleine weiter machen bis alles OK ist ohne Salz wie ist mit fütter oder das ist OK oder Pause machen.das sich alles wieder Schock ist
 
Hallo Björn,

ich wollte mit dem Beispiel oben nur darstellen, dass jedes Becken im Laufe der Zeit aufhärtet, wenn man nie mehr als 50% Wasser wechselt. Das ist ganz normal.

Wichtig ist, dass man von Zeit zu Zeit die Beckenwerte mißt und bei Erhöhung der Härte eingreift (so wie du jetzt).

Du fütterst deine Tiere weiter wie bisher.

LG
Karin
 
Tut mir leid, dass ich da was Falsches geschrieben habe.
Dazu hätte ich aber eine Frage: Wie weit sollen die kleinen WW auseinander liegen? Eine Woche?

Wenn ich Fische bekomme, lasse ich die langsam eingewöhnen (Tröpfchenmethode etc) - aber ich weiß ja eigentlich nicht, welches Wasser sie im Geschäft hatten (außer natülich in dem für sie zuträglichen Bereich). Da geht es doch dann auch ruck-zuck innerhalb von 2-3 h.

Meine ersten (geschenkten) Garnelen (Neocaridina wahrscheinlich) habe ich innerhalb von 24h oder so von Leitungswassser auf mein 20dGH Wasser umgewöhnt, die haben das damals gepackt. Die kamen als Beigabe zum Fissidens mit.
 
Dazu hätte ich aber eine Frage: Wie weit sollen die kleinen WW auseinander liegen? Eine Woche
Hallo Mintika,

das kommt darauf an ... ;-)

Es hängt zu 100% von den Tieren ab, um die es geht.

In Björns Fall sind die extrem empfindlichen Red Bee über einen längeren Zeitraum auf eine sehr hohe GH bei KH <1 aufgehärtet worden.

Ich hätte nicht gedacht, dass sie das überhaupt mitmachen. Dementsprechend würde ich in diesem Fall in sehr kleinen täglichen Schritten wieder herunter gehen (1l/Tag Desti gegen Ausgangswasser bei 60l Beckenvolumen).


Bei den weit weniger empfindlichen Neos könnte man entsprechend größere Wechsel im Wochenrythmus machen, aber auch da hängt es davon ab, wie hoch das Ausgangswasser aufgehärtet ist.
Eine pauschale Regel gibt es, meiner Meinung nach, nicht.

LG
Karin
 
War heute im fisch Geschäft und habe gh KH und ph testen lassen der gh Sol bei 12 sein um der KH bei 2 und der ph bei 7 so ist es schon besser meine ich oder.
 
Hi Björn,
das ist viel besser!
Deine Zielwerte sind GH 6, KH 1 und PH 6-7.
Dann klappt's auch mit dem Nachwuchs ...

LG
Karin
 
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