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Red Fire Sakura vorne gelähmt

Dieses Thema im Forum "Unverständliches Garnelensterben" wurde erstellt von rrosin, 3 Juli 2020.

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Dieses Thema wird von 3 Benutzern beobachtet..
  1. rrosin
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    rrosin GF-Mitglied

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    rrosin 3 Juli 2020
    Wir haben ein 260 Liter Becken mit Armanos, Red Fire, Panzerwelsen, Rote Neons, Raubturmdeckelschnecken, Anthrazitnapfschnecken und Rennschnecken. Von Zeit zur Zeit frische ich den Red Fire Stamm mit neuen Tieren auf, die vorab eine Zeit lang in ein Quarantäneaquarium kommen. Damit gibt es jetzt zum ersten Mal Probleme.

    Zum Becken: 35 Liter Nanobecken, LED-Beleuchtung 10W, CO2-Zugabe, Boden mit Sand und Bodengrund, 80% mit Bodenpflanzen bedeckt, Filterung über JBL CristalProfI M Greenline. Das Becken läuft so schon 2 Jahre und wird zur Eingewöhnung neuer Tiere benutzt. Wasserwechsel normalerweise alle 2 Wochen 50% mit aufgehärtetem Osmosewasser, aktuell alle 2 Tage 50% dito

    Wasserwerte (ermittelt mit JBL Tropfentests):
    PH: 6,5
    GH: 8
    KH: 2,5
    Leitfähigkeit: 230 TDS
    Nitrit: nicht nachweisbar
    Nitrat: 12
    Ammoniak: <0.05
    Kupfer: nicht nachweisbar
    Eisen: 0.05
    Phosphat: 0.05
    Silikat: 0.2
    Sauerstoff: 8
    Temperatur: 23.8

    Letzte Woche (Freitag) habe ich 20 neue Red Sakuras ins Quarantänebecken gesetzt. Die Garnelen sahen gut aus, waren schon relativ groß (2 cm) und gut durchgefärbt. Vom Verhalten her auch alles im grünen Bereich, die meisten sassen offen oder versteckt herum und schaufelten permanent mit den Vorderbeinen etwas in sich hinein, putzten sich und schwammen auch mal eine Runde. Wenn ich Spirulina oder einen kleinen Futtertabs zum Füttern gab, kamen alle zum Fressen. Ein paar Häutungen gab es inzwischen auch schon.

    Soweit wäre alles in Ordnung, aber jeden Tag sterben ein oder zwei der Garnelen ohne ersichtlichen Grund. Insgesamt bisher 7 Stück, 13 sind zur Zeit noch im Becken.
    Heute habe ich dann zufällig beobachten können, wie eine Garnele ziemlich hilflos im Becken herumschwamm. Es bewegten sich nur die Hinterbeine, die Vorderbeine waren komplett starr. Nachdem sie sich auf den Boden gesetzt hat, blieb sie erstmal unbewegt sitzen, danach bewegten sich die Vorderbeine, aber nur ein wenig und sehr langsam.
    Was bei dieser Garnele auffällt, ist dass die Färbung nicht durchgängig ist. Zwischen dem Kopf und dem Schwanzteil ist bei ca. 40% die Färbung unterbrochen. Das war bereits bei mindestens zwei der verstorbenen Garnelen so, bei manchen ist auch der hintere Teil dunkler gefärbt.

    Kann jemand dieses Verhalten irgendwie zuordnen? Ich bin absolut ratlos, ob das ein Schadstoffproblem ist oder eine Krankheit.

    Anbei ein Bild der Garnele mit der Lähmung. Ich habe versucht, ein Video zu machen, hab's aber bisher nicht hinbekommen.

    Gruß Reiner 2020-07-03 14.19.16.png
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    Sera Aquaristik Garnelentom
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  3. Wolke
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    Wolke Bienengarnele Moderator Gonzales war hier

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    Wolke 3 Juli 2020
    Hallo Reiner,
    Eine Vergiftung durch Schadstoffe schließe ich aus. Das langsame Sterben, peu a peu, spricht dagegen. Bei Vorhandensein von toxischen Stoffen ist idR der gesamte Bestand zeitgleich betroffen. Ich vermute die Ursache am ehesten in Häutungsproblemen, wofür der von dir mehrfach beobachtete farblose Strich spricht, der in Wirklichkeit den sog. Häutungsspalt anzeigt und eine fehlerhafte, meist vorzeitige Häutung anzeigt. Oft überleben die Garnelen das nicht. Jeden Tag 1-2 tote Tiere unterstützen diese Vermutung.

    Ich kann nicht sagen, was du anders gemacht hast als sonst, denn bisher schien es ja zu klappen mit der Eingewöhnung. Vielleicht kommen ein paar robuste Tiere aus dieser Fuhre durch und die geplante Blutauffrischung kann stattfinden.
    rrosin gefällt das.
  4. rrosin
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    rrosin 4 Juli 2020
    Hallo Biene,
    danke für Deine Einschätzung, besonders den Hinweis auf den Häutungsspalt - da habe ich wieder was gelernt.

    Dass es an der Häutung liegen könnte scheint mir eine sehr plausible Erklärung zu sein. Ich hatte diesmal nur ausgewachsene Tiere bekommen, die tun sich naturgemäß schwerer mit einer unvorbereiteten Häutung durch wechselnde Wasserbedingungen o.ä.
    Die Nelen stammen aus dem Versandhandel, so dass der Transportstress dazu kommt und ich auch nichts über die Wasserwerte im Aufzuchtbecken weiß. Dummerweise habe ich nach den ersten Ausfällen noch zugefüttert, um die Agilität zu testen, das dürfte das Problem noch verschärft haben. Bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als die weitere Entwicklung abzuwarten und zu hoffen dass noch möglichst viele durchkommen.

    Die Garnele mit den Lähmungserscheinungen ist inzwischen auch verstorben, jedenfalls lag gestern Abend ein Tier tot im Becken - ich nehme an dass es diese war. Sollte ich so etwas nochmal beobachten, werde ich versuchen das betroffene Tier zu isolieren, um sicher zu sein.

    Gruß Reiner
  5. ShrimpTim
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    ShrimpTim 4 Juli 2020
    Hallo Ihrs,
    also ich hab jetzt mal nach "garnele gelähmt" gegoogelt und habe Beitrage (aus anderen Foren) gefunden welche eine Bakteriose nahelegen. Darin wird vor Allem berichtet das die Schreitbeine gelähmt und geschwollen sind, ähnlich wie bei deiner Garnele. Nun ist im Falle einer Bakteriose ja auch die Garnele innen eher milchig gefärbt was aber bei deinen Sakuras schlecht zu sehen ist.
    Das der Häutungsspalt eine Rolle spielt schließe ich - zumindest in der von dir gezeigten Größe, aus. In meinem Becken schwimmen in etwa 1000-2000 (wer weiss das schon so genau) Garnelen rum, von denen permanent eine ganze menge mit diesem Häutungsspalt rumschwimmen (siehe Foto). Nie gab es deswegen Probleme, auch finde ich nie tote Garnelen im Becken. Problematisch wird es erst wenn der Häutungsspalt >1mm wird was ja bei dir nicht der Fall ist.
    Auch müsste deine Garnele sich noch Bewegen können wenn sie noch komplett in der alten Haut steckt.
    Wie gesagt ich tippe auf Bakteriose.
    Viele Grüße
    Tim spalt.jpg
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  6. rrosin
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    rrosin 5 Juli 2020
    Hallo Tim,

    beim kurzen Googlen habe ich unter "Bakteriose bei Garnelen" zwei Berichte gefunden, die von 1 - 2 Ausfällen pro Tag sprechen, das könnte also passen (wobei nirgends eine Relation zur Gesamtpopulation angegeben war, insofern also eine interpretationsfähige Aussage). Da das Becken vorher längere Zeit unbewohnt war (nur Pflanzen mit seltenerem Wasserwechsel) und ich auch nichts über die Herkunft der Tiere weiß, kann ich eine bakterielle Ursache nicht ausschließen.
    Was dagegen spricht, ist das Verhalten der Tiere. Sie krabbeln die meiste Zeit herum und schaufeln alles, was sie Essbares am Boden, auf dem Filter oder den Pflanzen finden in sich hinein. Bei einem Bakterienbefall würde ich doch ein längeres Siechtum erwarten mit einer über einen längeren Zeitraum andauernden Verhaltensänderung.

    Am Freitag ist übrigens noch eine zweite Garnele verstorben, heute war der erste Tag ohne Verluste. Es sind aber auch nur noch 10 oder 11 Nelen übrig.

    Gruß Reiner
  7. ShrimpTim
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    ShrimpTim 5 Juli 2020
    Nabend Reiner,
    nimm es mit den Symptomen da nicht so genau. Habe dazu mal folgenden Text aus dem netz rauskopiert:

    "Typische Krankheitsanzeichen bei Zwerggarnelen sind zum Beispiel eine weißliche Färbung des Gewebes im Körperinneren, schwarze oder braunrote, oftmals eingesunkene Flecken auf dem Panzer oder eine auffallende Weißfärbung der Haut. Auch der Verlust von Gliedmaßen oder Fühlern oder teilnahmsloses Herumsitzen können Symptome einer Erkrankung sein, ebenso wie die Nahrungsverweigerung (erkennbar am leeren Darm, der sich bei ordentlich fressenden Tieren als gut sichtbarer dunkler Darmfaden entlang der Rückenlinie zieht). Es kann aber genau so gut passieren, dass Garnelen ohne vorherige Anzeichen einfach umkippen und sterben - auch dies kann eine Folge einer Infektion mit Bakterien sein. Im Fall einer durch Bakterien hervorgerufenen Erkrankung müssen nicht alle Symptome auftreten - das macht die Diagnose bei einer Infektion so schwierig."

    Also wie du siehst kann es bei einer Bakteriose auch gut sein das eine Garnele ohne "Vorankündigung" einfach plötzlich stirbt.

    Wirklich helfen kann da jetzt vor allem ein häufiger großer WW alle zwei oder drei Tage, auch Erlenzapfen und Seemandelbaumblätter reduzieren die Keimbelastung. Probier es damit mal ein paar Wochen, vielleicht kannst du damit das Ruder rum reißen, ich drück dir die Daumen ;)

    Gruß
    Tim
  8. rrosin
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    rrosin 2 August 2020
    Hier mal ein Statusupdate nach 4 Wochen...

    Das Positive mal zuerst - das kontinuierliche Sterben hat aufgehört. Von ursprünglich 20 Red Sakura und 10 Tangerine Tiger waren am 5.7. noch 11 bzw. 5 Tiere übrig. Wegen der unklaren Situation wollte ich die vor dem Urlaub nicht mehr ins Gesellschaftsbecken umsetzen, so dass sie im Quarantänebecken 3 Wochen ohne Wasserwechsel auskommen mussten. In dieser Zeit wurde zweimal minimal gefüttert (2 - 3 Krümel) und reduziert gedüngt (50% der üblichen Dosis) und Licht und CO2 um ca. 30% reduziert.
    Nach meiner Rückkehr waren noch 9 Sakuras und alle 5 Tiger am Leben. Ich denke mal, dass was auch immer das Sterben verursacht hatte, jetzt nicht mehr im Becken ist. Was es genau war, werde ich wohl nie erfahren.

    Letztendlich habe ich mich dann spontan entschlossen, aus dem Quarantäne- ein Garnelenbecken zu machen. Diese Woche sind weitere 22 Tangerine Tiger (Garnelen Kling) und 12 Sakuras (Shrimpfarm Frankfurt) eingezogen. Ausfälle gab es seit dem keine mehr. Jedenfalls keine erkennbaren, eine Zählung ist inzwischen wegen der Zahl der Tiere und dem garnelengerechten Umbau des Beckens (Verstecke, Pflanzen) nicht mehr möglich.

    Gruß Reiner

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