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Cambarellus patzcuarensis

16 Mai 2013
Cambarellus patzcuarensis
  • Cambarellus patzcuarensis
    (Villalobos, 1943)


    Deutsche Bezeichnung:
    Gestreifter Zwergflusskrebs
    Verbreitung:
    Die Nominalform lebt endemisch im Lago de Pátzcuaro, Bundesstaat Michoacán/ Mexiko, sowie der näheren Umgebung in Tümpeln, Bächen und Weihern.
    Der Pátzcuaro See ist ein Kratersee und liegt auf über 2000 m Höhe.

    Aussehen:
    In der freien Natur zeigt der Gestreifte Zwergflusskrebs einen braun grünen Grundton mit meist nur relativ schmalen, verwaschenen, dunkelbraunen Längsstreifen (eine ideale Tarnfärbung). Die Intensität der Streifung variiert. Kurz nach der Häutung ist sie dunkler und kräftiger.
    Größe:
    Die Männchen erreichen ~ 4cm, während die Weibchen 4-5 cm groß werden.
    Lebenserwartung:
    Im Aquarium bis 18 Monate.
    Empfohlene Aquariumgröße:
    Die Art lässt sich auf Grund der geringen Größe auch in relativ kleinen Becken, ab 30 l Inhalt pflegen, jedoch sollte die Mindestgröße ein 60 Liter Becken darstellen.
    Wasserwerte:
    Der See pH 8,9 -9,1, GH 12,5 – 18, Temperatur 15 – 25 °C
    Im Aquarium pH 6,5 - 9 GH 6 - 18°, Temperatur 15 - 25 °C.
    Futter:
    Die Fütterung dieser Krebse kann sehr vielseitig erfolgen. Es sollte aber darauf geachtet werden, dass das Futter für erwachsene Krebse viel pflanzliche und wenig tierische Inhaltsstoffe enthält. Für ausreichend Falllaub sollte immer gesorgt sein.
    Jungkrebse benötigen aufgrund ihrer Häutungsrate mehr Proteine.
    Haltung:
    Wichtig ist eine möglichst große und gut strukturierte Fläche, die Höhe der Wassersäule ist zweitrangig, auch wenn die Krebse gerne klettern. Sie klettern auch gerne mal aus dem Becken, von daher ist eine dichte Abdeckung der Becken wichtig und empfehlenswert.
    Sandiges bis kiesiges Substrat. Verstecke aus Lochziegeln, PVC-Röhren, Steinen, Holz oder einfach Falllaub. Die Bepflanzung wird nicht weiter beachtet und sollte sich nach den von den Krebsen bevorzugten Wasserwerten richten. Schwimmpflanzen sind angebracht.
    Sie bevorzugen nicht zu saubere Aquarien, das heißt dass es auch einige Mulmecken geben darf, besonders wichtig bei der Aufzucht von Jungtieren. Doch sollte dies nicht auf die regelmäßigen Wasserwechsel Einfluss nehmen, da sie auf sauberes, sauerstoffreiches Wasser angewiesen sind.
    Vermehrung:
    Die Geschlechtsreife tritt beim gestreiften Zwergkrebs aufgrund des geringen Lebensalters relativ früh ein. Zwischen dem 3-4 Monat (15-20mm) werden die Tiere geschlechtsreif.
    Je nach Größe und Alter kann das Weibchens 20 – 60 Eier tragen.
    Nach ca. 3-5 Wochen schlüpfen die Larven, die sich bis zu einer Größe von ca. 3 mm am Hinterleib der Mutter “festhalten”.
    Unter Aquariumbedingungen können die Weibchen 3-4 mal Eier tragen.
    Die Aufzucht der Jungtiere kann in Gesellschaft der Eltern erfolgen, solange das Becken ausreichend strukturiert und eine gute Laub- und Mulmschicht vorhanden ist.
    Vergesellschaftung:
    Diese Cambarellusart zeigen untereinander ein aggressives Verhalten, doch trotz ihrer größeren Aggressivität sind sie keine aktiven Jäger. Die Weibchen leben etwas zurück gezogener als die Männchen. Bei hoher Populationsdichte kommt es zu Kannibalismus untereinander.
    Die Vergesellschaftung mit friedlichen, kleinen Fischen, Schnecken und Garnelen ist bedingt möglich. Sie verschaffen sich in ihrer Umgebung zwar schnell Respekt, verfolgen aber keine Tiere oder lauern ihnen auf.
    Besonderes:
    Aufgrund von zunehmender Einleitung Industrieabwässer und Düngemittel, sowie zunehmender Viehzucht und Entwaldung wurde der Cambarellus patzcuarensis 2009 in der „The IUNC Red List of Threatened Species“ als gefährdete Art eingestuft.
    Brian Kabbes soll es gewesen sein, der 1998/99 die ersten Cambarellus patzcuarensis mitgebracht und eingeführt hat.

    Autor: Brigitte Cobb