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CPO Cambarellus patzcuarensis var. Orange

17 Mai 2013
CPO Cambarellus patzcuarensis var. Orange
  • Cambarellus patzcuarensis var. Orange

    Deutsche Bezeichnung:
    Oranger Zwergflusskrebs

    Klein.jpg

    Verbreitung und Lebensräume:
    Es handelt sich um eine Zuchtform des Cambarellus patzcuarensis, welche endemisch im Lago de Pátzcuaro, Bundesstaat Michoacán/Mexiko, sowie der näheren Umgebung in Tümpeln, Bächen und Weihern gefunden werden.

    Der Holländer Juan Carlos Merinho hat die orangen Nachkommen des Cambarellus patzcuarensis separiert und nachgezogen.

    Aussehen:
    Von Farbe und Zeichnungsmuster her sehr variabel, manchmal mit Streifen oder Punkten bedeckter Krebs, welche nur durch gezielte Zucht und Selektion erbfest wird. Eine flächige orange Färbung ist sehr selten zu finden.

    CPO 12.11.09.JPG

    Größe:
    Die Männchen erreichen ~ 4cm, während die Weibchen 4-5 cm groß werden.

    Lebenserwartung:
    Im Aquarium bis 18 Monate

    Wasserwerte:
    Im Aquarium pH 6,5 - 9, GH 6 - 18°, Temperatur 15 - 25 °C.

    Haltung:
    Die Art lässt sich auf Grund der geringen Größe auch in relativ kleinen Becken, ab 30 l Inhalt pflegen, jedoch sollte die Mindestgröße ein 60 Liter Becken darstellen. In einem Becken dieser Größenordnung lassen sich, gut strukturiert vorausgesetzt, ca. 10-20 adulte Tiere plus Nachwuchs halten.

    Wichtig ist eine möglichst große Fläche, die Höhe der Wassersäule ist zweitrangig, auch wenn die Krebse gerne klettern. Sie klettern auch gerne mal aus dem Becken, von daher ist eine dichte Abdeckung der Becken wichtig und empfehlenswert.
    Sandiges bis kiesiges Substrat. Verstecke aus Lochziegeln, PVC-Röhren, Steinen, Holz oder einfach Falllaub. Die Bepflanzung wird nicht weiter beachtet und sollte sich nach den von den Krebsen bevorzugten Wasserwerten richten. Schwimmpflanzen sind angebracht.

    Sie bevorzugen nicht zu saubere Aquarien, das heißt dass es auch einige Mulm Ecken geben darf, besonders wichtig bei der Aufzucht von Jungtieren. Doch sollte dies nicht auf die regelmäßigen Wasserwechsel Einfluss nehmen, da sie auf sauberes, sauerstoffreiches Wasser angewiesen sind.

    Zucht:
    Die Geschlechtsreife tritt beim Orangen Zwergkrebs aufgrund des geringen Lebensalters relativ früh ein. Zwischen dem 3-4 Monat (15-20mm) werden die Tiere geschlechtsreif.
    Je nach Größe und Alter kann das Weibchens 20 – 60 Eier tragen.
    Nach ca. 3-5 Wochen schlüpfen aus den grünen, gelben, weißen oder grauen Eiern die Larven, die sich bis zu einer Größe von ca. 3 mm am Hinterleib der Mutter “festhalten” und fertige kleine Ebenbilder ihrer Eltern sind.
    Unter Aquariumbedingungen können die Weibchen 3-4 mal Eier tragen.
    Die Aufzucht der Jungtiere kann in Gesellschaft der Eltern erfolgen, solange das Becken gut strukturiert und eine gute Laub- und Mulmschicht vorhanden ist.

    CPO.JPG

    Ernährung:
    Die Fütterung dieser Krebse kann sehr vielseitig erfolgen. Es sollte aber darauf geachtet werden, dass das Futter für erwachsene Krebse viel pflanzliche und wenig tierische Inhaltsstoffe enthält.
    Jungkrebse benötigen aufgrund ihrer Häutungsrate mehr Proteine.

    Sonstiges:
    Diese Cambarellusart zeigen untereinander ein aggressives Verhalten. Die Weibchen leben etwas zurückgezogener als die Männchen. Bei hoher Populationsdichte kommt es zu Kannibalismus untereinander.
    Die Vergesellschaftung mit friedlichen, kleinen Fischen, Schnecken und Garnelen ist bedingt möglich.

    Seit einigen Jahren wird bei den Cpo eine rätselhafte Erkrankung mit bislang tödlichem Verlauf beobachtet. Von der Krankheit sind überwiegen adulte Tiere betroffen, wobei ganze Zuchtstämme nach und nach befallen und vernichtet werden.
    Ohne erkennbaren Grund verharren agile Tiere mitten in der Bewegung, wobei sie auch zur Seite kippen können. Dieses kann mehrere Stunden andauern. Plötzlich setzen die Tiere ihre Bewegungen wieder fort als sei nichts gewesen.
    Bei völlig unauffälligem weiterem Verhalten einschließlich Nahrungsaufnahme, verenden die Tiere dann nach einigen Stunden bis mehreren Tagen.
    Am äußeren Erscheinungsbild der Tiere ändert sich nichts und die Erkrankung trat bislang nicht im Zusammenhang mit der Häutung auf.
    Mögliche Ursachen könnten Inzucht oder/und dauerhaft zu hohe Haltungstemperaturen sein.


    Autor: Brigitte Cobb
    Bilder: Brigitte Cobb
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