Fraku Garnelentom Im Garnelenhaus-Onlineshop bieten wir eine große Auswahl an Garnelen, Schnecken, Wasserpflanzen, Aquascaping uvm.
  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Betta splendens - Siamesischer Kampffisch

31 Juli 2016
Betta splendens - Siamesischer Kampffisch
  • Betta splendens (Regan, 1910)

    Deutsche Bezeichnung:
    Siamesischer Kampffisch

    Betta_splendens_colore.JPG
    Schleierschwanz-Kampffischmännchen in Blau mit Redwash und überwiegend roten Bauchflossen (Ventralen) *

    Verbreitung:
    Südostasien, hauptsächlich Thailand, Kambodscha

    Größe:
    6 bis 7cm (es gibt jedoch auf Größe selektierte Zuchtformen, die um einiges größer werden können).

    Lebenserwartung:
    Bei artgerechter Haltung 3 bis 4 Jahre

    Empfohle Aquariengröße:
    Ab 12l möglich, 20 bis 30 Liter sind für den Einsteiger oft besser geeignet. Becken mit rechteckiger Grundfläche sind dabei besser geeignet als Cubes.

    Temperatur:
    24 bis 30°C, im Sommer werden kurzzeitig auch Temperaturen bis deutlich über 30°C ertragen.

    Wasserhärte:
    5 bis 30°dH (wobei Fische in weicherem Wasser widerstandsfähiger erscheinen)

    pH-Wert:
    5,5 bis 8 wird toleriert, Idealbereich liegt im leicht sauren bis neutralen Bereich bei 6 bis 7

    Futter:
    Wie alle Kampffische ist auch der Betta splendens carnivor, ernährt sich also tierisch. Lebendfutter ist dabei die natürlichste Variante der Fütterung. Geeignete Futtertiere sind Mückenlarven (schwarz, weiß, rot), Daphnien, Moina (japanischer Kugelwasserfloh), Artemia, Grindalwürmchen, Tubifex, Fruchtfliegen, etc.
    Frostfutter, sofern qualitativ hochwertig und nicht überlagert, ist ebenfalls geeignet.
    An Kunstfutter sind Granulate dem Flockenfutter vorzuziehen, da diese besser gefressen werden können und zumeist schonender verarbeitet werden. Wichtig ist die Zusammensetzung: der Anteil pflanzlicher Zutaten (inkl. Mehl bzw. Weizenkleber) sollte nicht über 30% liegen, besser deutlich darunter, womit die Mehrzahl aller erhältlichen Futtermittel weg fällt, auch die meisten, die explizit als Betta-Futter angepriesen werden.
    Im günstigsten Fall kann ein Zuviel an pflanzlichen Bestandteilen schlicht nicht verdaut werden und wird wieder ausgeschieden, im ungünstigsten Fall kann es zu Verdauungsproblemen, Verstopfung, Darmreizungen und Entzündungen kommen, die sogar tödlich enden können.

    Haltung:
    Betta splendens ist ein Einzelgänger. Er ist nicht geeignet für die Vergesellschaftung mit anderen Fischen. Auch wenn bisweilen berichtet wird, ein Zusammenleben mit kleinen, ruhigen Welsen wäre möglich, ist die Einzelhaltung grundsätzlich vorzuziehen.
    Auch mit Artgenossen sollte er nicht zusammen gehalten werden. Selbst wenn ein Individuum keine offenen Aggressionen zeigt, sind sowohl Artgenossen als auch Beifische Stressfaktoren, die auf die Gesundheit und die Lebenserwartung drücken.
    Das Becken für einen Kampffisch sollte gut bepflanzt sein und idealerweise auch Schwimmpflanzen beherbergen, die das einfallende Licht dämpfen und 'Schutz' von oben bieten.
    Bei der Filterung ist darauf zu achten, dass keine Strömung im Becken entsteht, da der Betta splendens diese nicht sonderlich mag. Als gut geeignet haben sich hier kleine Lufthebefilter erwiesen, aber auch gedrosselte Innenfilter mit niedriger Förderleistung sind geeignet (ggf. Auslass bzw. Düsenrohr gegen die Scheibe richten um die Strömung zu brechen). Es kann allerdings auch ganz auf eine Filterung verzichtet werden, am besten wählt man dann jedoch einen möglichst porösen Bodengrund.
    Der Kampffisch hat zumeist ein neugieriges Naturell und inspiziert dabei noch die letzte Ecke. Auch dann, wenn er sich dafür in enge Spalten zwängen muss. In diesen kann er festklemmen und ertrinken. Als Labyrinthfisch ist er neben der Kiemenatmung darauf angewiesen, sein zusätzliches Atemorgan, das Labyrinth, immer wieder an der Wasseroberfläche mit Luft zu füllen.
    Da er ein guter Springer ist, sollte sein Aquarium abgedeckt sein. Das garantiert auch eine ausreichend hohe Temperatur der Luftmasse über der Wasseroberfläche.
    Es ist ratsam, regelmäßige Fastentage einzuhalten.
    Wenn man seine Bedürfnisse beherzigt, ist er ein genügsamer Pflegling und verzeiht auch mal kleinere Fehler in der Haltung.

    Vermehrung:
    Einen Punkt vorweg: Bevor man daran denkt, Betta splendens zu vermehren, sollte man sich ausgiebig einlesen, welchen Aufwand man dabei betreiben muss. Der wichtigste Punkt, den viele nicht bedenken, ist die Separation der Jungtiere. Jeder Jungfisch muss irgendwann separiert werden. Das geschieht meist mit kleinen Faunaboxen, Separationsgläsern oder Kunststoffstapelboxen. Ein Gelege kann aus mehreren hundert Eiern bestehen. Zieht man alle Nachkommen auf, hieße das, entsprechend mehrere Hundert Separationsgefäße aufstellen zu müssen, in denen die Wassertemperatur gehalten werden muss, die spätestens alle drei Tage gereinigt und neu befüllt werden müssen, das alles neben den normalen Pflichten, wie der Fütterung, die anfangs noch mehrmals täglich statt finden sollte.

    Betta splendens gehört zu den schaumnestbauenden Kampffischen mit sinkenden Eiern.
    Hat das Männchen sein Schaumnest gebaut und ist zur Paarung bereit, wird es ein paarungswilliges Weibchen unter dieses locken.
    Bei der Paarung umschlingt das Männchen das Weibchen, das in Laichstarre verfällt. Nach einem kurzen Augenblick löst das Männchen die Umschlingung, während das Weibchen noch einen Moment in Starre verweilt. Dieser Vorgang kann mehrmals wiederholt werden, bevor die ersten Eier entlassen werden (Scheinpaarung).
    Hat das Weibchen die Eier entlassen, werden diese vom Männchen aufgesammelt und ins Schaumnest gespuckt. Auch das Weibchen kann sich am Aufsammeln der Eier beteiligen.
    Die Paarung mit Eiablage wird auch meist mehrmals wiederholt, bis das Weibchen ihren Vorrat an Eiern abgegeben hat.
    In der Regel vertreibt das Männchen das Weibchen im Anschluss aus der unmittelbaren Umgebung des Nestes.
    In der Folge werden herabsinkende Eier immer wieder vom Männchen eingesammelt und zurück gespuckt, sowie das Nest in Stand gehalten und verteidigt.
    Nach 1 bis 2 Tagen schlüpfen die Larven. Diese zehren zunächst noch von ihrem Futtersack und müssen das erste mal nach 3 bis 4 Tagen ab Schlupf gefüttert werden, wenn der Dottervorrat aufgezehrt ist. Als Erstfutter eigenen sich Infusorien und kleine Artemianauplien.

    Für genaue Zuchtanleitungen und Tipps zur Förderung der Paarungsbereitschaft bitte einschlägige Seiten oder entsprechende Fachliteratur konsultieren. Dies sollte wie geschrieben ohnehin geschehen, bevor man mit dem Gedanken spielt, seine Kampffische zu verpaaren, daher begnügt sich dieser Punkt mit einer groben Umschreibung.

    paarung.jpg
    Kampffische bei der Paarung *

    Vergesellschaftung:
    Keine Fische. Schnecken sind möglich, allerdings gehen einige Individuen gerne an die Fühler. Seltener kommt es vor, dass gar ganze Schnecken aus den Gehäusen gefressen werden.
    Eine Vergesellschaftung mit Zwergarnelen sowie Amanogarnelen ist ebenfalls möglich, jedoch sollten diese nicht zu zahlreich sein und können zudem ebenfalls angeknabbert oder ganz gefressen werden (auch wenn sie eigentlich zu groß für das Maul sind).

    Besonderheiten:
    Es wurden im Laufe der Zeit viele Farb- und Flossenformen herausgezüchtet, aber auch besonders kräftige und hochaggressive Formen. Da die Domestizierung für die in Thailand immer noch üblichen Schaukämpfe begann, waren aggressive Zuchtlinien auch die Vorgänger, der späteren auf die Optik orientierten Zuchtformen. Oft sind auch heute noch Hochzuchten daher aggressiver als die Wildform des Betta splendens.
    Einige Farbformen waren erst durch Einkreuzen sehr nahe verwandter Betta-Arten (d.h. aus dem Betta splendens-Formenkreis innerhalb der Gattung der Kampffische), wie Betta smaragdina, Betta imbellis und Betta mahachaiensis, möglich.

    2146689720106230327S600x600Q85.jpg
    Kampffischmännchen der Farbe Black Blue Lace und der Flossenform Crossray Crowntail **

    Externe Links:
    http://www.fishbase.us/summary/Betta-splendens.html
    http://www.seriouslyfish.com/species/betta-splendens/
    http://kampffischnet.de/

    Autor: NebelGeîst
    Fotos:
    * Wikipedia Commons
    ** Yonathan (Leonbetta) mit freundlicher Genehmigung
  • Die Seite wird geladen...
Dir, catweazle, Vaastav und einer weiteren Person gefällt das.