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007 Fußboden für Garnelen - Der Bodengrund

29 April 2018
007 Fußboden für Garnelen - Der Bodengrund
  • Der Bodengrund oder „Auch die Garnelen hätten gerne einen Fußboden“
    Grundlegend wichtig für ein Aquarium ist, der Name sagt es schon, der Bodengrund. Die Frage ist schon deswegen bedeutend, weil alles im Aquarium später auf dem Bodengrund steht, oder im Fall der Pflanzen, in ihm wächst. Daher sind Änderung, nachdem das Becken erstmal läuft, immer eine umfangreiche Operation am Becken und mindestens mühsam und ärgerlich, schlimmstenfalls auch teuer.

    Die Wahl des geeigneten Bodengrunds hängt von mehreren Faktoren ab: Mindestens muss der Bodengrund garnelentauglich sein. Zwerggarnelen reagieren sehr empfindlich auf Chemikalien im Wasser. Gerade bei billigen, kunststoffummantelten Farbkiesen kann dies ein Problem darstellen, weshalb man ausdrücklich zu garnelentauglichen Produkten greifen sollte.

    Ein weiterer Faktor stellt die Körnung des Kieses dar. Feiner Kies bietet den Vorteil, dass die Garnelen die kleinen Steinchen noch relativ leicht anheben können, wenn sie auf der Suche nach Futter umherwuseln. Auch haben die kleineren Hohlräume zwischen den Steinchen den Vorteil, dass bei der Fütterung Futter nicht so leicht im Bodengrund verschwindet und für die Tiere nicht mehr erreichbar vor sich hingammelt. Auch sieht ein feinkörniger Garnelenkies im Kleinaquarium hinsichtlich der Proportionen besser aus, als wenn es sich um riesige Klunker handelt.

    Manchmal ist man jedoch auch gezwungen zu etwas gröberem Kies zu greifen. Dies ist z.B. beim Einsatz eines Bodenfilters der Fall, da alles unter 2mm Korngröße durch das Filtergitter rieselt.

    Die Farbe des Kieses ist eigentlich egal, allerdings beobachtet man, dass die meisten Garnelen auf dunklem Kies deutlich farbenprächtiger wirken. Auch führt knallgelber oder giftgrüner Kies nicht unbedingt zu einer natürlichen Anmutung des Aquariums.

    Häufig wird auch empfohlen einen speziellen Nährboden für Pflanzen unter dem Kies einzubringen. Hierzu gehen die Meinungen sehr auseinander, denn auch wenn der Nährboden grundsätzlich nicht giftig für die Garnelen ist, scheint es bei einigen Haltern zu Fäulnisprozessen im Boden gekommen zu sein. Dies ist nicht bewiesen und daher wäre es falsch den Nährboden pauschal für Probleme verantwortlich zu machen, denn wer kann schon sagen, was der betroffene Halter sonst noch so mit seinem Aquarium angestellt hat. Gleichzeitig hat sich jedoch gezeigt, dass sich nahezu alle Wasserpflanzen problemlos ohne besonderen Nährboden pflegen und über das Wasser ausreichend düngen lassen. Für auf Wurzeldüngung angewiesene Wasserpflanzen stehen Dünge-Depot-Kapseln zur Verfügung, die man bei Bedarf mit einem Applikator gezielt zwischen die Wurzeln der entsprechenden Pflanzen platzieren kann, anstatt das komplette Becken mit Nährboden zu unterschichten.

    Ein spezieller Bodengrund für spezielle Garnelen
    An dieser Stelle ist es Zeit, noch auf einen speziellen Bodengrund für Weichwassergarnelen zu sprechen zu kommen.

    Dieser spezielle Bodengrund ist in der Aquaristik unter dem Namen Soil bekannt. Das Angebot hierbei ist vielfältig, für die Haltung von Weichwassergarnelen sind jedoch die Wasserwert und pH-Wert stabilisierenden Eigenschaften des Soils von besonderer Bedeutung.

    Die Soils haben die Eigenschaft die Härteparameter des Wassers Gesamthärte (GH), Karbonhärte (KH) und pH-Wert bei einem bestimmten Wert zu stabilisieren. Weichwassergarnelen profitieren hiervon, da sie sich zwar auch an bestimmte Werte anpassen können, wenn man ihnen dazu genug Zeit lässt und die Veränderung langsam vor sich geht, aber Wertschwankungen in kurzer Zeit mögen sie nicht wirklich.

    Daher ist es natürlich nützlich, dass der Soil die Wasserwerte bei weichwassergarnelen-freundlichen GH 5-6 und KH 0-1 sowie einem leicht sauren pH-Wert stabilisiert und so Schwankungen verhindert. Dies funktioniert allerdings nur, wenn man das Wasser bereits mit den passenden Werten ins Aquarium gibt. Wasseraufbereitung ist daher bei diesen Tieren, auch bei der Verwendung von Soil absolute Pflicht.

    Für die Aquascaper und Pflanzenaquarianer gibt es auch Soils mit einer mehr oder weniger ausgeprägten Düngerkomponente. Für Garnelenbecken benötigt man die eigentlich nicht, aber bei stark bepflanzten Becken kann man den Pflanzend damit auch etwas Gutes tun.

    Hier ist mal eine kurze Zusammenfassung, worum es sich beim Soil dreht.

    http://www.garnelenforum.de/board/threads/brauche-ich-wirklich-ein-soil.97474/#post-945494


    Als Faustregel für alle Aquarien gilt, dass die Höhe des Bodens 3cm nicht übersteigen sollte.


    So haben Pflanzen genug Bodentiefe um zu wurzeln, Bodenbewohner wie Turmdeckelschnecken ein Dach über dem Kopf und es findet noch genug Zirkulation im Bodengrund statt, so dass es nicht anfängt zu gammeln.


    Wieviel Bodengrund man letztendlich benötigt, kann man hier berechnen:

    http://www.garnelenforum.de/board/wiki/bodengrund-hohen-berechnungen/