Im Garnelenhaus-Onlineshop bieten wir eine große Auswahl an Garnelen, Schnecken, Wasserpflanzen, Aquascaping uvm. Get your Shrimp here
  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

006 Zum Thema Technik

29 April 2018
006 Zum Thema Technik
  • Zum Thema Technik
    Ein Aquarium hat die Aufgabe für seine Bewohner die Bedingungen ihres natürlichen Lebensraumes so gut als möglich zu simulieren. Hierzu bedarf es ein wenig der Aquarientechnik. Unbedingt notwendig sind eigentlich nur zwei Dinge: Licht und Filterung. Unter Umständen, das hängt vom Standort des Aquariums und dem Wärmebedürfnis seiner Bewohner ab, kann ein Heizer sinnvoll sein. Aber dazu gleich mehr.

    Die Beleuchtung
    Um es kurz zu machen: Pflanzen benötigen Licht, um Photosynthese betreiben und wachsen zu können. Außerdem würden wir in unserem Aquarium gerne etwas sehen (nehme ich jetzt einfach mal an).

    Betrachtet man die verschiedenen Lichtquellen für ein Nano-Aquarium, so reduziert sich das Feld auf 2 ernsthafte Optionen. Prinzipiell gibt’s noch mehr Lichtquellen aber, es soll ja für den Anfang simple und vor allem praktisch sein.

    Zum einen gibt es Leuchtstoffröhren und Kompaktleuchtstoffröhren, zum anderen stehen immer mehr bezahlbare Led-Lösungen zur Verfügung.

    Während die Röhrensysteme oftmals günstiger in der Anschaffung sind, zeichnen sich Leds durch geringe Wärmeentwicklung, einen geringeren Stromverbrauch und eine hohe Lebensdauer aus. Aber wie bei allem gilt, dass es neben viel Licht auch viel Schatten gibt und nicht alles ist gut, nur weil Led draufsteht. Auch Angebote, die fast zu „preiswert“ sind um wahr zu sein, halten oft nicht, was sie versprechen.

    Grundsätzlich ist es ratsam sich bei der Auswahl der Beleuchtung an den gewünschten Pflanzen und ihrem Lichtbedürfnis zu orientieren. Möchte man z.B. den Bodengrund des Aquariums in eine grüne Wiese verwandeln, so muss schon eine etwas kräftigere Beleuchtung her, damit am Boden des Aquariums auch genug Licht ankommt. Möchte man nur genügsame Pflanzen wie z.B. Moose pflegen, muss man nicht mega-hell auf das Aquarium braten.

    Um sich vorab über die Lichtbedürfnisse zu informieren, bietet unser Nachbarforum www.flowgrow.de eine umfangreiche und auf Wasserpflanzen spezialisierte Datenbank, um sich zu informieren und einen Eindruck vom Lichtbedarf zu bekommen. Oft findet sich auch eine zumindest ähnliche Pflanze mit geringerem Lichtbedarf, sollte man die notwendige Lichtmenge zunächst nicht in vollem Umfang bereitstellen können. Gerade bei Komplettsets hat der Hersteller im Regelfall die Lampenauswahl ja bereits getroffen und wenn man nicht umbauen oder nachrüsten möchte, muss man die Bepflanzung eben dem Lichtangebot anpassen.

    Eine wichtige Größe für die Beurteilung einer Lichtquelle ist die Farbtemperatur. Sie wird in °Kelvin angegeben und ermöglicht eine Vorstellung, wie die Lichtfarbe eines Leuchtmittels wirkt. In der Aquaristik sind Lampen mit 6500-7000° Kelvin sehr verbreitet, das sie dem Farbempfinden bei Tageslicht recht nahekommen. Niedrigere Farbtemperaturen wirken dagegen oft wärmer und rötlicher, während höherer Farbtemperaturen in kalt-bläuliche spielen. Trotzdem heißt es hier aufpassen, denn oftmals sind in Herstellerbeschreibungen Lampen/Leds mit 6500° Kelvin gemeint, wenn von „kaltweiss“ die Rede ist.

    Finger weg von RGB
    Da wäre außerdem noch ein wichtiger Punkt: Wie es die Überschrift schon sagt, sollte man die Finger von sog. RGB-Leds lassen. Diese Leds sind zwar in der Lage aus den drei Grundfarben Rot, Grün und Blau alle möglichen Farben zu mischen, und es klingt zunächst verlockend mal eben Sonnenuntergangsstimmung im Becken zu erzeugen, allerdings sind die RGBs längst so leistungsfähig, wie die rein weißen Leds. Dies liegt daran, dass in einer RGB Led genaugenommen 3 Leds (für jede Farbe eine) verbaut sind. Somit verteilt sich die Leistung auf die 3 Leds, und je nach Lichtfarbe ist der Energiegehalt auch ein anderer. Selbst wenn man die Leds mit voller Leistung die Farbe „weiß“ abstrahlen lässt, steht deutlich weniger Licht als bei einer weißen Led zur Verfügung. Auch ist das Weiß in der Regel farbstichig. Daher sollte man immer zu einer ausschließlich weißen Ledbeleuchtung als Hauptbeleuchtung greifen. Möchte man unbedingt noch mit Farbeffekten experimentieren, so ist besser zusätzlich noch eine kleinere RGB-Led zu installieren, die die Effektbeleuchtung liefert.

    Die Beleuchtungsdauer
    Ein wichtiger Punkt ist außerdem die Beleuchtungsdauer. Im Normalfall sind zwischen 8 und 10 Stunden Licht für ein Becken völlig ausreichend. Es hat sich außerdem bewährt, die Beleuchtungsdauer durch eine Pause zu unterbrechen. Hier wird sich viel gestritten, wie lang so eine Pause wohl sein darf/soll, aber letztendlich kann man da auch ganz pragmatisch herangehen, und die Beleuchtungszeiten so legen, dass man auch die Chance hat zuhause zu sein und sein Aquarium zu sehen, wenn das Licht an ist. So ist z.B. eine Beleuchtungsphase von 9-13 Uhr, gefolgt von einer Pause, und Fortsetzung der Beleuchtung von 17-23 Uhr eine gute Aufteilung von 10 Stunden Beleuchtungsdauer für Berufstätige, weil das Becken dann hell ist, wenn man von der Arbeit heimkommt. Um verschiedene Beleuchtungsphasen umsetzen zu können, sollte daher eine Zeitschaltuhr, am besten elektronisch, auf die Einkaufsliste gesetzt werden.

    Filterung
    Da es sich in jedem Aquarium, verglichen mit dem kleinsten Bächlein, um eine Mini-Wassermenge handelt, kommt man um eine Filterung des Wassers eigentlich nicht herum. Allerdings ist die wichtigste Aufgabe des Filters die Wasserbewegung, denn die biologische Filterung des Wassers übernehmen Bakterien mit so wohlklingenden Namen „Nitrosomonas“ oder „Nitrobacter“. Was die Kerlchen jetzt genau machen, schauen wir uns irgendwann später nochmal an. Jetzt reicht es aus zu wissen, dass es sie gibt und ihre Anwesenheit für das Aquarium essentiell wichtig ist.

    Es wird immer behauptet, dass die Bakterien im Filter sitzen, das stimmt nur zum Teil, denn in der Natur hängt ja auch kein Filter im Bach, sondern die Bakterien sitzen auf allen Oberflächen und gehen ihrem Tagwerk nach. Das ist im Aquarium auch so, und deshalb wird das Wasser auch im Aquarium selbst biologisch gefiltert. Was die mechanische Filterung angeht, das ist das Herausfiltern von feinen Schmutzpartikeln und Staub, ist der Filter natürlich der Hauptarbeiter im Aquarium.

    Es gibt viele verschiedene Filtertypen, die erstmal grundsätzlich alle geeignet sind, solange sie garnelensicher sind oder gemacht werden können, denn Shrimps sind abgrundtief neugierig und klettern erstmal überall rein, wo es dunkel und geheimnisvoll ist oder interessant riecht. Blöd, wenn da am Ende der Propeller der Pumpe auf die Garnele wartet. Hier muss man die Tiere einfach vor sich selbst schützen, denn Neugier ist nicht, wie im Sprichwort, nur der Tod der Katze, sondern in diesem Fall auch der Tod der Garnele.

    Es gibt:

    · Innenfilter

    · Lufthebefilter

    · Außenfilter

    · Bodenfilter

    · Hang on Filter

    · Mattenfilter

    Sie alle haben ihre Vor- und Nachteile. Letztendlich muss man schauen, was man selbst bevorzugt und was man auch zu investieren bereit ist. Für kleine Becken und wenn es erstmal möglichst unkompliziert sein soll, reicht der mitgelieferte Filter eines Komplettsets meistens für den Anfang aus. Sonst ist ein Nano-Innenfilter, wie der Dennerle Nano-Eckfilter oder der Aquael Pat mini eine kostengünstige, energiesparende und auch leise Variante. Wenn einen das Blubbern der Luft und das Gebrumm der Membranpumpe nicht stört, ist auch ein Lufthebefilter eine einfache und unkomplizierte Option.

    Heizung
    Hier scheiden sich die Geister, oder eigentlich auch wieder nicht, denn bis auf einige Spezialisten (Sulawesi-Garnelen), kommen alle Garnelen mit normaler Raumtemperatur gut klar, wenn es ein normal bewohnter Raum ist. Kurz gesagt: Wenn es mir zu kalt wird, hätte es meine Garnelen auch gern etwas wärmer. Im Normalfall benötigt man daher keinen Heizer im Aquarium. Es kann allerdings sinnvoll sein einen Heizer zu installieren, wenn man in den Wintermonaten tagsüber außer Haus ist und dann die Heizung zum Energiesparen heruntergedreht hat. So 18° C sollten schon noch im Becken herrschen. Die Garnelen halten zwar auch etwas kühlere Temperaturen (ca. 16°C) kurzzeitig aus, aber das hat mit Wohlfühltemperatur dann nichts mehr zu tun.