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Libellellarven wirklich aussetzen? (Faunenverfälschung)

Dieses Thema im Forum "Plagegeister / Ungebetene Gäste" wurde erstellt von soki81, 27 Januar 2009.

Beobachter:
Dieses Thema wird von 14 Benutzern beobachtet..
  1. soki81
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    soki81 GF-Mitglied

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    soki81 27 Januar 2009
    Schönen guten Tag!

    Aufgrund der Diskussion in einem anderen Thread und dem "drängeln" von Volker E. (;)) möchte ich hier einmal darüber diskutieren, ob Libellenlarven wirklich ausgesetz werden sollten.
    Das Aussetzen fremder Tierarten kann durch die Verfälschung der Fauna verheerende Auswirkungen auch auf die Flora eines Gebietes haben und somit die heimische Natur (im Extremfall) stark schädigen. Wenn man nun eine Libellenlarve im Aquarium findet, woher weiß man, ob es eine heimische Art ist?
    Laut Lexikon gibt es ca. 2500 Klein- und nochmals soviele Großlibellenarten. In Deutschland gibt es insgesamt gerademal 80 Libellenarten. Wer vermag nun anhand der Larve festzustellen, um was für eine Art es sich handelt?
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  3. NellasMiriel
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    NellasMiriel GF-Mitglied

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    NellasMiriel 27 Januar 2009
    hmmm- das ist eine wirklich gute Frage -
    doch ich stelle mal eine gewagte Behauptung auf:
    Die Evolution kam auch in früheren Zeiten durch das Einbringen artfremder Pflanzen oder Tiere in Unordnung.
    Wie die Kartoffel, Katzen etc......was mir grad halt so einfällt.

    Alles muss sich wieder neu aufeinander einstellen - Einiges wird sich verändern - das war schon immer so und wird auch so bleiben....
    Gerade durch die Globalisierung kommen täglich neue Bakterien, Pflanzen und Tiere in Gegenden, wo sie vorher nie waren und verändern die Fauna....

    Ich vermute dass das einfach so sein muss und dazu gehört - ob wir da jetzt bewußt eingreifen oder nicht.
    wie gesagt - eine gewagte These...
  4. ChrischiO
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    ChrischiO GF-Mitglied

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    ChrischiO 27 Januar 2009
    durch 2 oder 3 libellenlarven die du bei dir aus dem fenster schubst, schädigst du mit sicherheit nicht die flora und fauna deiner umgebung :D
  5. soki81
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    soki81 GF-Mitglied

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    soki81 27 Januar 2009
    Hallo Heidi!

    Dass es schon oft so war stimmt sicherlich. Was es für Folgen hatte ist bekannt (z.B. Kartoffelkäfer in Europa, Kaninchen in Australien).

    Die Begründung für den Rat, die Libellenlarve auszusetzen heißt oft "Naturschutz".
    Doch gerade durch das Einbringen fremder Arten verstößt man gegen genau diesen.
  6. soki81
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    soki81 GF-Mitglied

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    soki81 27 Januar 2009
    Wie sieht es denn aus, wenn aus den "2-3" zwei- bis dreihundert oder tausende werden? Die Libellen dürften es ja mit Verhütung nicht so haben schätze ich?!
  7. Volker E.
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    Volker E. GF-Mitglied

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    Volker E. 27 Januar 2009
    @ Heidi : Ich glaube nicht, dass wir das so aktiv fördern sollten. Ich denke eher eine Vermeidung von Faunaverfälschung wäre anzustreben. Zumal ja oft viele Tiere ausgesetzt werden und nicht nur eins. Vermehrung dieser Tiere ist also denkbar.

    Wenn die wirklich über Pflanzen ins Becken kommen, wären ja auch Arten aus Asien oder aus den USA denkbar. Gut.... auch holländische :-)
    Bei über Lebendfutter eingeschleppten Tieren ist die Gefahr sich einen Gast aus fernen Ländern einzufangen nicht so hoch. Handelsübliches Lebendfutter wird in Deutschland produziert, soweit ich weiss.

    Häufig wird hier im Forum (bis vor kurzem auch von mir) geraten die Larven zu fangen und in einem Teich oder Tümpel auszusetzen.
    Ich glaube da müsste man noch mal genauer drüber nachdenken, oder?

    (Danke fürs Thread aufmachen, Stefan! Ich denke der Hinweis ist wichtig.)
  8. ChrischiO
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    ChrischiO GF-Mitglied

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    ChrischiO 27 Januar 2009
    Setz mal 2 oder 3 CR in ein Becken mit RF Population und schau wie sie das Gleichgewicht verändern ;)

    Zudem sind Libellen nicht gerade Karnickel was die Vermehrung angeht... und überleben und sich finden müssen die paar die du ausgesetzt hast schließlich auch noch... alles in allem sehr sehr unwahrscheinlich, dass sich nach deinen Aussetzungen wirklich was tut...
  9. soki81
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    soki81 GF-Mitglied

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    soki81 27 Januar 2009
    Wie unwahrscheinlich das wirklich ist, weiß ich nicht. Fakt ist, dass es in der Vergangenheit ja nunmal derartige Fälle gegeben hat, wo auch Populationen von recht wenigen Tieren förmlich explodierten und die einheimische Natur arg belasteten.
    Und dreh mal deinen obigen Vergleich um und setz ein paar Red Fire zu einer CR-Population. Ich vermute, nach 1-2 Jahren wird sich das Verhältnis stark verschieben.
  10. die_susi
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    die_susi GF-Mitglied

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    die_susi 27 Januar 2009
    hallo!

    ich denke es geht auch nicht nur um die vermehrung der tiere untereinander....sie können sich ja vielleicht auch in einheimische arten einkreuzen.... und in ein paar hundert jahren ist die einheimische art dann schon fast verschwunden....

    siehe hier in europa die roten eichhörnchen...aus amerika sind die braunen eingeschleppt wurden und da sie stärkere gene haben und sich auch mit den roten kreuzen, sind die roten bedroht....warum soll das nciht auch bei libellen so sein?
  11. soki81
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    soki81 GF-Mitglied

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    soki81 27 Januar 2009
    Ein weiteres schönes Beispiel, danke Susi!
    Klar meinen es alle eigentlich nur gut im Sinne des Naturschutzes, wenn sie empfehlen Libellenlarven auszusetzen. Aber es wird eben mit dem Aussetzen genau das Gegenteil erreicht. Im übrigen verstößt man damit sogar gegen das Naturschutzgesetz soweit ich weiß.
  12. bianca
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    bianca GF-Mitglied

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    bianca 27 Januar 2009
    Ich frage mich gerade, wie denn eine "nichtheimische" Libellenlarve ins AQ kommen soll/ kann:confused:

    Ich denke auch, man müßte schon einige hundert nichtheimische Larven aussetzen, um die Natur zu gefährden.

    Wenn jetzt EINER irgendwo im Land woher auch immer EINE LArve findet und sie aussetzt, kann dann wirklich unsere Natur ins Ungleichgewicht gestürzt werden???

    Alles, was eingewandert ist (oder eingewandert worden ist) , ist zu vielfachen Wesen eingewandert.....
  13. soki81
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    soki81 GF-Mitglied

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    soki81 27 Januar 2009
    Durch Pflanzen z.B..

    Das ist die große Frage, da (siehe Beitrag von Susi) ja auch die Einkreuzung nicht unbedingt vorteilhaft ist. Und in der Häufigkeit, wie hier über Libellenlarvenfunde im AQ berichtet wird, kann man wohl kaum mehr von EINER sprechen.

    Aber nicht unbedingt zu hunderten. Die Explosion der Quallen-Population im Schwarzen Meer 1982 beispielsweise brachte eine Bio-Masse von mehreren Milliarden Tonnen hervor und war eine ernsthafte Bedrohung für die Fischbestände.
  14. phaser
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    phaser GF-Mitglied

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    phaser 27 Januar 2009
    Man kann es ja auch auf die Spitze treiben: Statt zu sagen, die 2-3 Larven machen nix aus, würde es was ausmachen, wenn man "nur" diese 2-3 Arten nicht wieder in die Natur rurückbringt? Würden die die Libellenfaune retten, wenn es Einheimische wären?
    ich wäre gerade bei Libellen vorsichtig, die in ein Bitop reinzutun, wo sie nicht hingehören.
  15. die_susi
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    die_susi GF-Mitglied

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    die_susi 27 Januar 2009
    hallo!

    ja das mit den quallen ist auch ein gutes beispiel!

    und man sieht ja wie viele hier der meinung sind nur weil sie 2 larven aussetzen passiert schon nix...bei 10 leuten haben wir schon 20 und so kann man immer weiter rechnen....

    ich denke einfach man sollte das risiko nicht unterschätzen. sicher muss nicht immer was passieren KANN aber und das reicht manchmal schon aus!
  16. Volker E.
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    Volker E. GF-Mitglied

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    Volker E. 27 Januar 2009
    Ich denke es geht in diesem Thread mehr um eine Sensibilisierung als um eine abschließenden Einschätzung der Gefahr.
    Gerade Libellen könne ja einiges anrichten. Die fressen ja andere Tiere im Wasser als auch in der Luft. Und sie sind locker in der Lage sich auch über weitere Strecken in neuen Gewässern anzusiedeln. Zumindest die großen "Königslibellen" legen wirklich viele Eier.
    Das habe ich an unserem Teich schon oft beobachtet. Bei den Kleinlibellenarten ist es ähnlich, wie die Funde von 30 Tieren und mehr in einem AQ zeigen. Dazu dann noch die Gefahr der Kreuzung mit heimischen Arten.
    Prominetes Beispiel für durch Aquarianer verbreitete Arten ist sicher Procambarus clarkii. Der ist heute schon in wirklich vielen deutschen (europäischen) Gewässern zu finden. Und gerade Aquarianer sollten es besser wissen......
    Aber zum Umdenken ist es nie zu spät.
  17. momoline
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    momoline GF-Mitglied

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    momoline 27 Januar 2009
    HI!

    Ich denke es sollte als erste geklärt werden wo her die Larven kommen.
    Also womit habt ihr sie euch eingeschleppt?

    Wenn das Aquarium recht neu ist bzw neu bepflanzt(1 neue Pflanze reicht) wurde,
    ist es das Warscheinlichste das da durch die Larven ins Becken gekommen sind.
    Also ist zu klären wo die Pflanzen her kommen(vermutlich aus europäischen Wasserpflanzengärtnereien)
    Wenn sie nicht aus dem Ausland(Malysia usw) dürte es kein Problem sein sie in einem Teich zu setzen.Sind sie aus dem nicht europäischem Ausland würde ich sie töten und auf keinem Fall in die Natur entlassen!

    Ob man sich Libelleneier tatsächlich mit Frostfutter einschleppen kann weiß ich nicht.
    (halte es aber für nicht warscheinlich,soweit ich weiß legen die Libellen ihre Eier in die Stengel der Pflanzen)

    Wenn tatsächlich in einem Becken Larven auftauchen in dem seid langem(sagen wir mal über 6 Monate,die Larven wachsen recht langsam und ich hab keine Ahnung wie lange sie zum Schlupf brauchen) keine neuen Pflanzen gekommen sind,könnte Futter eine Möglichkeit sein.(wenn man tümpelt zB) Aber auch da lässt sich klären von wo das Futter kommt,somit kann man dann danach handeln.

    Viele Libellenarten sterben aus und man sollte sich schon die Mühe machen und nachforschen woher die kleinen stammen könnten.

    Liebe Gruß Steffi
  18. ChrischiO
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    ChrischiO GF-Mitglied

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    ChrischiO 27 Januar 2009
    Korrigiert mich wenn ich mich irre.. aber für die meisten Libellen-Arten werden die Verbreitungsgebiete auf Europa-Ebene beschrieben, so dass sich "einheimisch" keineswegs auf den Teich um die Ecke beschränkt.
    Und selbst wenn die, durch Larven eingebrachte, neue Art aktuell nicht im lokalen Biotop ansässig ist, hält sie doch in der Regel nichts davon ab, nicht auch über die natürlichen Wanderungen einzuwandern.


    mfg
  19. soki81
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    soki81 27 Januar 2009
    Hallo Steffi!

    Deine Schilderung wäre zwar ein logische Kette, aber mal Hand auf's Herz: Wer würde wirklich wegen einer Libellenlarve die Herkunft der Pflanze recherchieren? Du fragst deinen Händler, der fragt den Großhändler, der Großhändler weiß eventuell, wo die Pflanze gezüchtet worden ist. Der Aufwand wäre mir persönlich zu groß.

    Klar sind einige Libellenarten am Aussterben. Die Frage dabei ist, ob man ihnen hilft, indem man eine fremde Art dazusetzt.
  20. momoline
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    momoline 27 Januar 2009
    Deshalb sollte man ja klären ob sie fremd sind!(was in den meisten Fällen nicht der Fall sein sollte)
    Es sind ja meistens mehr als eine,es wurde schon von 150 berichtet.

    Wenn man sich wegen der Biotopverfälschung solche Sorgen macht,dann sollte es auch kein Problem sein nachzuforschen!
    Sonst sehe ich das getöse um die neozoen als heuchlerei,wer sich da Sorgen macht,den sollte es auch sorgen wo die Tiere herkommen!(meine Meinung)
    Klar ist es bequemer die Tierchen zu töten und zu entsorgen :censored:
  21. soki81
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    soki81 GF-Mitglied

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    soki81 27 Januar 2009
    Eben. Und ich wüsste nichts, was gegen diese Variante sprechen würde.

    Sorgen um Faunenverfälschung hin oder her, sollten hier weder die einen noch die anderen als Heuchler dargestellt werden, sonst sind wir wieder ganz schnell bei der Diskussion über die Doppelmoral von Tierhaltern, und da wollte ich eigentlich nicht hin.

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