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Ich brauche Hilfe bei der Fehlersuche

Dieses Thema im Forum "Unverständliches Garnelensterben" wurde erstellt von Philly, 11 Februar 2018.

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Dieses Thema wird von 5 Benutzern beobachtet..
  1. Philly
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    Philly 11 Februar 2018
    Moin ich bin Philipp und neu hier.



    - Was ist genau das Problem?
    Ich habe ein Problem in meinem Garnelenbecken. Die Tiere sterben nach und nach und ich weiß nicht warum.

    Nach dem versterben färben sich die Garnelen rötlich. Ist das normal oder kommt das durch einen befall?

    Anfangen hat es in/nach meinem Urlaub. Meine Vertretung hat sich hier wohl ein bisschen zu sehr gekümmert. Es wurde zu viel gefüttert und zusätzlich ist der Innenfilter in die Knie gegangen.

    - Seit wann tritt es auf?
    Seit ca 6 Monaten

    - Wurde schon irgendetwas gemacht? Wenn ja: Was?
    Da sich der Bestand so drastisch geändert hat Füttere ich nur noch getrocknetes Laub. Auch habe ich den Filter Anfang Januar getauscht. Es lief die 6 Wochen alles gut bis heute. Die Garnelen haben sich gehäutet und alles schien gut. Heute ist die ca 3 Wochen Tragende Garnele gestorben. (Foto anbei)

    - Wie lange läuft das Becken bereits?
    Seit März 2017

    - Wie groß ist das Becken?
    30l Dennerle Cube

    - Wie wird es gefiltert?
    JBL CP e402 Außenfilter (vorher der Dennerle Eckfilter XL)

    - Welcher Bodengrund wird verwendet?
    Dennerle Garnelenkies "schwarz"

    - Sind Pflanzen, Wurzeln, Steine im Becken? Wenn ja: Welche genau?
    Vasilinen, Staurogyne repens und Hemianthus callitrichoides 'Cuba' (1-2-Grow)

    - Wird das Wasser technisch oder chemisch aufbereitet? Womit?
    Wasseraufbereiter, Dünger (Dennerle Nano) und Co2 mit Nachtabschaltung

    - Wie sind folgende Wasserwerte im AQ:
    PH:
    6,8
    GH:
    >7°d
    KH:
    4,5°d
    Leitfähigkeit:
    -
    Nitrit:
    0
    Nitrat:
    18
    Ammoniak:
    -
    Kupfer:
    -
    Chlor: 0
    CO2:
    20mg
    (JBL ProScan)

    - Welche Temperatur hat das Wasser im Becken?

    21 - 22°C (Zimmertemperatur)

    - Wie oft wird ein Wasserwechsel gemacht und wieviel?

    1x die Woche ca 50% (netto)

    - Wie ist der genaue Besatz des Beckens?

    Am Anfang ca 80 blaue Tigergarnelen jetzt nur noch 3

    - Was wird gefüttert? Wie oft und wieviel?

    Jetzt: Getrocknetes Laub: Walnuss, Seemandelbaum und Eiche
    Vorher: zusätzlich noch - Betaglucan, Mineral Junkie und Shrimp Dinner Pearls (Glas Garten) im wechsel ca 2-3 pro Woche

    - Gab es in letzter Zeit Neukäufe von Tieren, Pflanzen oder Einrichtungsgegenständen?

    Der Filter und die CO2 Anlage Anfang Januar

    - Wurden im Raum in dem das Becken steht irgendwelche Chemikalien (z.b. Raumspray, Insektenspray, Floh- oder Zeckenmitteln bei anderen Haustieren angewendet, etc.) verwendet?

    Nein

    - Sind im Aquarium irgendwelche unbekannten Tiere (Parasiten) zu sehen?

    Muschelkrebse und Hüpferlinge

    Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

    MFG Philipp

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  3. Stachelmaus
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    Stachelmaus 11 Februar 2018
    Moin,
    der hohe Nitratwert lässt darauf schließen, dass vorher ein Nitritpeak stattgefunden hat. Vielleicht durch den Filterwechsel in Kombination mit dem eingebrachten Laub.
    Ich würde die Wasserwechsel auf 2x pro Woche erhöhen, bis sich der Nitratwert normalisiert hat. Zwischendurch mal Nitrit checken.
  4. nupsi
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    nupsi GF-Mitglied GF Supporter Gonzales war hier

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    nupsi 11 Februar 2018
    Hallo Philipp,

    och nö, das ist echt böse... ist mir nach meinem Sommerurlaub mit meinen Garnelen ähnlich ergangen.
    Es ist wirklich erbärmlich, dass sich so manch eine(r) nicht an die Anweisungen halten kann und einfach mal die 10 bis 20fache Futtermenge ins Becken kippt.
    Mir sind dadurch in mehreren Aquarien letztes Jahr rund 500 Garnelen gehimmelt worden. Zusätzlich musste ich drei Aquarien neu aufsetzen ("gekippt").

    In einem Becken war der Filter zu (und zwar ein weit überdimensionierter, der sonst wacker 4 Monate Standzeit hatte...)
    In dem Becken mit dem zugeschlammten Filter starben auch nach 100% WW und Filterwechsel weiterhin täglich Garnelen. Also hab ich das Becken neu aufgesetzt und den Garnelen eine Kur mit Desitropfen verabreicht. Seit dem: Alles wieder im Lot.

    Das wird Dir jetzt leider als Info zu spät angereicht, wenn nur noch drei Garnelen am Leben sind. :(

    Schau mal genau den Kies an, stocher auch mal drin herum. Dort könnte nach Überfütterung noch ein Risiko vor sich hin gammeln. Falls dem so ist:
    Im Extremfall Boden erneuern. Ansonsten mal Mulm saugen.

    Ich schätze auch, dass Stella mit ihrer Vermutung eines Nitritüberschusses Recht haben könnte. Das kannst Du jetzt im Nachhinein nicht mehr messen. Ok, Garnelen reagieren auf Nitrit bei weitem unempfindlicher als Fische, aber zu viel davon ist auch für Wirbellose tödlich.

    Mit dem Außenfilter bist Du auf jeden Fall für die Zukunft gut gerüstet. Der kann schon einiges bei 30 Liter Brutto. Damit hast Du den Grundstein für einen erfolgreichen Neuanfang gelegt. :thumbsup:

    LG
    Tanja
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  5. Philly
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    Philly 11 Februar 2018
    Ich war wohl zu lange zu optimistisch. Das mit dem Nitrat stimmt der war sonst sehr viel geringer. Mal gucken ob sich das Zeitnah wieder legt.

    Der Boden wird beim Wasserwechsel gemulmt. Wenn es sich nicht bessert werde ich wohl einmal neu aufsetzten. Dann gleich mit einem Weißglasaquarium :whistling:

    Wobei es mir lieber wäre wenn sich das AQ wieder einpendelt. Die Muschelkrebse und Hüpferlinge sind ungefährlich für die Garnelen?

    MFG Philipp
  6. Stachelmaus
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    Stachelmaus 11 Februar 2018
    Moin,
    Filterwechsel ist so, als ob das Aqua neu einfährt, da muss man die Werte im Auge behalten. Wenn der Boden nicht total zugeschmoddert ist, sollte sich das geben.
    Muschelkrebse und Hüpferlinge sind unschädlich für Garnelen.
  7. nupsi
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    nupsi GF-Mitglied GF Supporter Gonzales war hier

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    nupsi 11 Februar 2018
    Hallo,

    Da muss ich jetzt auch einfach mal die Stirn in Falten legen. Das Aquarium läuft seit fast einem Jahr. Da sollte die Mikrofauna funktionieren. Der Filter an sich macht natürlich was, er beherbergt auch fleißige Bakterien, keine Frage. Aber man sagt ja immer, die "guten" Bakkies seien substratgebunden.

    Natürlich gibt es keine guten und schlechten Bakterien, das ist alles abhängig von ihrer Konzentration und Verteilung. Aber ich hoffe, es wird richtig aufgefasst, was ich mit gut meine, Nitrifikanten z. B.

    Von daher sehe ich hier nicht das größte Risiko. Der alte Filter war fertig mit Schönschreiben und dann musste eben ein neuer her. Bodengrund und Bepflanzung sind auch Träger von Bakterien, da sollten auch einige nützliche dabei sein. Der hohe Nitratwert bedeutet für mich persönlich doch eher, dass das Becken gut läuft, denn der vermutliche Nitritpeak wurde 1a abgefangen und umgewandelt/abgebaut zu Nitrat. Soweit doch klasse!

    Nun ein paar Mal großzügige Wasserwechsel machen und dann sollte sich alles wieder einpendeln.

    LG
    Tanja
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  8. Stachelmaus
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    Stachelmaus 11 Februar 2018
    Moin,
    ist ein 30l Cube. Nettowassermenge ca. 20l. Dann noch Laub im Becken, das sich zwar langsam, aber denn doch zersetzt. Die meisten Filterbakterien sitzen da, wo sie schön mit Sauerstoff durchströmt werden, im Filtersubstrat. Was sich im Bodengrund etc. befindet ist nicht die Menge.
  9. nupsi
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    nupsi GF-Mitglied GF Supporter Gonzales war hier

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    nupsi 11 Februar 2018
    Moin Stella,

    ja, das ist plausibel. Ich meine nur, dass der "dichte" Filter raus musste und das Becken durch Einsatz eines neuen Filters, der zudem deutlich mehr Leistung hat als son popliger Eckfilter XL, keine Nachteile haben sollte.

    Normalerweise wird empfohlen, bei geplantem Filtertausch, eine Weile lang alten und neuen Filter parallel laufen zu lassen. Im Notfall muss man diesen Schritt eben überspringen. Ich nutze regelmäßig Herbal & Bacter. Nach einem Neuaufsetzen gebe ich etwas mehr davon ins Becken. (Früher habe ich Thera P benutzt, aber das war immer schneller schlecht geworden, als die Flasche halb verbraucht wurde).

    Von daher stehe ich da schon auf der sicheren Seite. Hab vor 10 Tagen gerade ein Aquarium neu aufgesetzt, bisher keine Verluste bei meinen Taiwanern. Das kann schon klappen.

    LG
    Tanja
  10. TheCK
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    TheCK GF-Mitglied Gonzales war hier

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    TheCK 11 Februar 2018
    Hallo Philipp!

    Dann bin ich hier wohl der Spielverderber, der darauf hinweist dass der jetzige Todesfall nicht unbedingt mit deinem Problem, welches vor sage und schreibe

    auftritt zusammenhängen muß.
    Auch die aktuellen Wasserwerte helfen hier nur bedingt.

    Wenn ich das Ganze richtig interpretiere hattest du ein Massensterben nach fehlerhafter Urlaubsvertretung vor 6 Monaten, seit Januar dann den neuen Filter im Einsatz und nun einen (nochmal zur Verdeutlichung: EINEN) Todesfall.
    Klar macht sich das in einem schon stark reduzierten Stamm deutlich bemerkbar. Aber die Situationen haben nicht unbedingt etwas miteinander zu tun.

    Der Nitratwert hier kann auch täuschen. Von den Werten (ph, GH und KH) her gesehen gehe ich davon aus, dass du Leitungswasser benutzt. Zusätzlich auch noch Dünger. Nun ja, all das kann Nitrat mit einbringen.
    Anscheinend haben deine Tiere das große Sterben schon überstanden - eine Ursachenforschung ein halbes Jahr danach ist nicht möglich. Sofern nur vereinzelt Tiere sterben kann das auch eine ganz natürliche Ursache haben, auch Garnelen leben nicht ewig und manche erwischt es schon vor ihrer Maximallebenserwartung.

    Behalte das Aquarium auf jeden Fall weiterhin im Auge. Sollten gehäuft Todesfälle auftreten ist Handeln erforderlich. Bei nur vereinzelt auftretenden toten Tieren ist das meist schlicht und ergreifend de rLauf der Natur.
  11. Stachelmaus
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    Stachelmaus GF-Mitglied

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    Stachelmaus 11 Februar 2018
    So gesehen kannst Du recht haben. Trotzdem ist der Nitratwert auffallend hoch. Habe ich selbst nach NPK-Düngung nicht. Gibt es Leitungswasser mit solchen Nitratwerten?
  12. Wolke
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    Wolke Bienengarnele Moderator Gonzales war hier

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    Wolke 12 Februar 2018
    Der liegt doch prima mit 18 mg/l, die Pflanze werden sich freuen und gut wachsen (sofern kein anderer Mangel vorliegt). In der EU-Grundwasserrichtlinie wurden 50mg/l NO3 als Grenzwert vereinbart. Ich habe schon Wässer aus der Wand gezapft, die haben daran nah gekratzt, alles im Rahmen und legal.

    Im Bodengrund sitzen oft mehr Bakterien als im Filter, da er eine vielfach größere Oberfläche bietet.
  13. Philly
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    Philly 12 Februar 2018
    Moin,

    dann sind das jetzt wohl doch zwei paar Schuhe. War mir nur nicht so sicher wegen der roten Färbung. Das scheint dann ja normal zu sein.

    Den Filter hab ich mit den alten Medien gespickt. Das Leitungswasser selbst muss ich wohl mal testen. Ich brauch wohl doch mal ein paar Tröpfchen Tests. Ich hoffe ich kann die Ergebnisse mit meiner farbschäche erkennen sonst muss ich meiner Frau wohl damit auf’n Senkel gehen.

    Vielen Dank für eure Kommentare. Ich guck mal wie sich das jetzt entwickelt. Wenn es gut läuft hole ich noch ein paar Garnelen nach.

    Mit freundlichen Grüßen
    Philipp
  14. Stachelmaus
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    Stachelmaus GF-Mitglied

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    Stachelmaus 12 Februar 2018
    Mal die Oberfläche einer Filterschwamms berechnet?
    Zuletzt bearbeitet: 12 Februar 2018
  15. Wolke
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    Wolke Bienengarnele Moderator Gonzales war hier

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    Wolke 12 Februar 2018
    Aber natürlich. Meine Filterschwämme besitzen im Durchschnitt 37% der Oberfläche des Bodengrundes, multipliziert mit der Anzahl der Sonnenstunden eines Tages, an ungeraden Tagen mittels Korrekturfaktor 1,05 zu dividieren.
  16. Snappy
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    Snappy GF-Mitglied GF Supporter

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    Snappy 12 Februar 2018
    Hallöchen,
    wenn ich mir das hier so durchlese mit dem wöchentlichen Wasserwechsel und mulmen, müsste dein Becken ja fast "steril" sein (ein wenig Mulm schadet übrigens nicht!). Auch ein Filterwechsel ist in einem gut laufendem Becken kein Problem, man kann eins daraus machen aber in der Regel ist es keins. Auch der Nitrat-Wert scheint mir bei 3 Garnelen, die kaum gefüttert werden etwas hoch. Wenn dein Becken voll besetzt ist, wäre es ein gutes Zeichen aber nicht bei dem Besatz. Entweder gammelt bei dir irgendwas im Becken was dir noch nicht aufgefallen ist oder worauf ich fast tippen würde, das deine Werte aus der Wand grottenschlecht sind, wenn nicht, auch gut! Dann könntest dir auch den Wasseraufbereiter sparen. Ich würde aber an deiner Stelle, wenn ich auf Fehlersuche gehe, mal ganz am Anfang anfangen, sprich: Was kippe ich da eigentlich rein? :confused:
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  17. Stachelmaus
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    Stachelmaus 13 Februar 2018
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  18. Philly
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    Philly 13 Februar 2018
  19. Philly
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    Philly 13 Februar 2018
    Also der Tropfen Test zeigt ein bisschen was anderes an. Wenn ich alles richtig gemacht hab liegt Nitrat zwischen 5-10 mg/l. Werde mich morgen nochmal damit beschäftigen.
  20. TheYeti
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    TheYeti Moderations-Yeti Moderator

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    TheYeti 13 Februar 2018
    Hallo,

    ich habe mir den Link gerade mal angeschaut, und muss leider sagen, dass mich die Qualität der dort getätigten Aussagen nicht überzeugen.

    Es geht da um das Immunsystem der Garnelen, ohne den Zusammenhang zu erläutern, aber angeblich soll er bestehen. Wenn ich behaupte, dass etwas Auswirkungen hat, dann sollte ich diese benennen und erklären können.

    Auch sollen Giftstoffe im Wasser bleiben, die wir mit den Aquarientests nicht messen können, die aber trotzdem die Garnelen schädigen. Diese Stoffe könne nur ein Labor nachweisen. Ok, schön und gut, aber bitte von welchen Stoffen reden wir dann? Das ich sie nicht nachweisen kann soll mich nicht stören, aber ich würde gern wissen, welche Stoffe das denn sind.

    Das ein Nitratwert von 10mg/L für Garnelen kritisch sein soll, ist nicht nachvollziehbar: Mein Pflanzenbecken läuft zwischen 15 und 20mg Nitrat.Völlig problemlos wohlgemerkt.
    Da kann man auch die ganzen Scaper mit ihren gescapten Garnelenbecken fragen.

    Die Aussage, dass die Nitrifikation im Filter erfolgt, ist nur bedingt richtig. Bakterien sind ubiquitär, also überall, auf jeder Oberfläche im Aquarium. Überall wo ein Nitrifikant sitzt, wird auch Nitrifikation erfolgen. Man könnte den Filterschwamm auch entfernen und dennoch würde ein Aquarium funktionieren. Nicht sofort, weil die Bakterien auf den Oberflächen auf die Änderung mit Vermehrung reagieren müssten und dies eben auch seine Zeit dauert. Hier sind die Meerwasserbecken ja ein sehr gutes Beispiel, wo nur eine Umwälzung des Wassers erfolgt, während die ganze Mikrobiologie im Bodengrund und auf den Oberflächen abläuft.

    Was die "Dicke" des Filters angeht, so wäre es ein Trugschluss zu glauben jeder Züchter hätte Denitrifikationsfilter am laufen. Außerdem wird dabei vergessen, dass Nitrifikation und Denitrifikation nicht annähernd gleich schnell ablaufen. Die Nitrifikation ist deutlich schneller, weil energetisch begünstigt. Daher bräuchte man schon ein genau auf Denitrifikation ausgelegtes Set up, um entsprechend Nitrat abzubauen.

    Auf der anderen Seite stimmt es natürlich, dass ein Mattenfilter Nitrat fressen, und dies auch Auswirkungen haben kann. Diese Auswirkungen sollte man allerdings im entsprechenden Kontext betrachten:

    Nehmen wir ein bepflanztes und gedüngtes Becken als Beispiel, so macht es schon einen Unterschied, ob der Filter sich mal eben 20% der 15mg Nitrat im Wasser genehmigt. Es wären zwar immer noch 12 mg/L Nitrat über, aber wenn man sich nun das Liebigsche Minimumgesetz mal ins Gedächtnis ruft, so erinnert man sich wahrscheinlich daran, dass es dabei um das richtige Mischungsverhältnis aller Nährstoffe ging um einen guten Pflanzenwuchs sicherzustellen. Wenn nun plötzlich eine Nährstoffkomponente um 1/5 abweicht, ist das natürlich nicht ideal.

    Während 12 oder 15mg Nitrat für die Shrimps nicht wirklich einen großen Unterschied machen.


    VG vom Himalaya
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  21. Stachelmaus
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    Stachelmaus GF-Mitglied

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    Stachelmaus 13 Februar 2018
    Hi,
    ich weiß nicht, ob dies der richtige Thread ist, um dies auszudiskutieren. Bei ein paar Punkten habe ich jedoch Zweifel bzw. andere Informationen:
    "Bakterien sind ubiquitär":
    - Dies ist eine sehr generalisiert Aussage. Nitrosomonas sind lichtempfindlich, bzw. die Nitrifikation wird durch Licht gehemmt. Daher sind sie höchstwahrscheinlich nicht überall gleichmäßig verteilt-
    - Nitrifikanten arbeiten je nach Art aerob oder anaerob. Bei den anaeroben entstehen aber andere Endprodukte, wie z.B. Schwefelwasserstoff.
    - "Hier sind die Meerwasserbecken ja ein sehr gutes Beispiel, wo nur eine Umwälzung des Wassers erfolgt"
    Im Meerwasser funktioniert die Nitrifikation wegen des hohen PH-Werts auch nicht wie im Süßwasser, daher setzt man Eiweißabschäumer ein, um der Entstehung von Ammoniak durch den Abbau von Eiweißen vorzubeugen.
    Natürlich kann man sowohl Meerwasser- und Süßwassebecken auch ohne Filter betreiben. Fütterungsfehler und Überbesatz kann man sich dann aber noch weniger erlauben, als mit Filter oder Abschäumer.

    Ob Nitrat nun und in welcher Konzentration schädlich für Garnelen ist, ist hier auch nicht entscheidend. Vielmehr geht es doch darum herauszufinden, ob der hohe Nitratwert aus der Leitung kommt, oder weil irgendwas nicht "rund läuft". Im letzteren Fall sollte man die Ursache beseitigen, im ersten Fall sollte eine gute Bepflanzung ausreichen.
    Aber offenbar ist der hohe Nitratwert hier möglicherweise durch einen fehlerhaften Scan entstanden, somit erübrigt sich wahrscheinlich auch die Diskussion.
    Möglicherweise war die gestorbene Garnele schon vorgeschädigt und somit auf die vorangegangen Überfütterung zurückzuführen.
    Zuletzt bearbeitet: 13 Februar 2018

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